Schweizer Para-Cycling-Team reist mit Medaillenambitionen nach Huntsville, USA, zur WM 2026; Los Angeles 2028-Quotenplätze bereits gut positioniert.

Medaillenambitionen an der Para-Cycling-WM in den USA

Gleich mehrere Schweizer Athlet:innen reisen mit Medaillenambitionen nach Huntsville in den USA: Flurina Rigling (C2), Celine van Till (T2), Benjamin Früh (H1), Quirin Lutz (C2) und Laurent Garnier (C4) starten in den Kategorien der stehenden Para-Cycler:innen. Flurina Rigling und Celine van Till gehören dabei zu den grossen Schweizer Goldhoffnungen. Rigling mit “Mission Titelverteidigung”

Die Zürcherin Flurina Rigling ist amtierende Weltmeisterin in beiden Disziplinen sowie Europameisterin 2026 im Strassenrennen. Auch Celine van Till gehört an der WM zu den Goldanwärterinnen. Die Genfer Dreiradfahrerin ist seit der WM 2024 in Zürich international ungeschlagen und entschied auch an den diesjährigen Europameisterschaften beide Rennen für sich.

WM-Premiere feiert Quirin Lutz (C2): Der Aargauer Newcomer und ehemalige Eishockeyspieler stand beim diesjährigen Weltcup in Thailand auf dem Podest. In Huntsville wird er zweifellos auf noch stärkere Konkurrenz treffen. Die WM wird deshalb zeigen, wie weit er sich seit Saisonbeginn entwickelt hat.

Auf dem Tandem starten Christian Ackermann und Pilot Dominik Bütler (MB). Das Duo steigert sich kontinuierlich und möchte sich in Huntsville weiter an die internationale Spitze herantasten. Eine Top-10-Platzierung wäre ein sehr gutes Ergebnis.

Komplettiert wird das Standing-Team durch den erfahrenen Westschweizer Laurent Garnier (C4) und Benjamin Früh (H1)

Neue Favoriten bei den Handbiker:innen

Auch bei den Handbiker:innen stehen die Zeichen auf Medaille. Fabian Recher (H4), Sandra Fuhrer (H4) und Micha Wäfler (H3) haben in diesem Jahr bereits EM-Erfolge gefeiert und reisen entsprechend selbstbewusst nach Huntsville. Für alle drei bietet sich die Chance, ihre starke Saison mit einem Spitzenresultat an der WM abzuschliessen.

Fabian Recher gehört dabei zu den erfahrensten Schweizer Medaillenhoffnungen. Der Berner holte an den Europameisterschaften sowohl im Zeitfahren als auch im Strassenrennen Gold. Damit knüpfte er an seine starken Leistungen aus dem Vorjahr an: An der WM 2025 in Ronse gewann Recher in beiden Disziplinen Silber. In diesem Jahr setzte er sich zudem im Gesamtweltcup durch. Nach EM-Gold und dem Weltcupsieg will er nun auch bei der WM wieder um die vordersten Plätze fahren.

Auch Sandra Fuhrer hat sich in dieser Saison an die Spitze ihrer Kategorie gefahren. Die Glarner Handbikerin wird in Huntsville erstmals als Favoritin an einer Weltmeisterschaft starten. Sie ist amtierende Weltmeisterin im Strassenrennen und bestätigte ihre Bestform an den Europameisterschaften mit zwei Titeln. Die Titelverteidigerin gehört damit auch in Huntsville zu den Schweizer Medaillenhoffnungen.

Für Micha Wäfler geht es derweil um die nächste Stufe seiner Entwicklung. Der Berner gewann an der EM Gold im Zeitfahren und Bronze im Strassenrennen und hat damit auch er erstmals konkrete Ambitionen auf Edelmetall an einer Weltmeisterschaft.

Komplettiert wird das Handbike-Team durch den Zürcher Felix Frohofer (H4).

Punkte auf dem Weg nach Los Angeles 2028

Im Nationenranking 2026 geht es für die Schweiz um je einen Quotenplatz bei den Frauen und Männern für die Paralympics in Los Angeles 2028. Dank der starken Weltcup- und EM-Resultate ist die Schweiz bereits gut positioniert. Die Weltmeisterschaften dürften deshalb für die Vergabe dieser ersten beiden Quotenplätze nicht mehr ausschlaggebend sein.

«Wir wollen an der WM so konkurrenzfähig wie möglich sein. Für die Paralympics-Qualifikation werden aber vor allem die kommenden beiden Jahre entscheidend sein», erklärt der Nationalcoach des Standing-Teams, Scott Bugden. In diesem Jahr gehe es auch darum, im Training und beim Material Anpassungen vorzunehmen, auszuprobieren und wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.

Für das Schweizer Para-Cycling-Team geht es in Huntsville damit um mehr als nur Medaillen. Die Weltmeisterschaften sind zugleich ein wichtiger Standortbestimmung auf dem Weg nach Los Angeles. Nach einer erfolgreichen Saison soll die Schweiz aber vor allem eines: weitere Spitzenresultate einfahren.

Medaillenambitionen an der Para-Cycling-WM in den USA

Fünf stehende Para-Cycler:innen und fünf Handbiker:innen vertreten die Schweiz an den Weltmeisterschaften 2026 in Huntsville (USA). Vom 4. bis 7. September fahren sie im Einzelzeitfahren und Strassenrennen um die Regenbogentrikots. Zudem werden pro Nation Punkte für die ersten Paralympics-Startplätze in Los Angeles 2028 vergeben.