Frauen in den Parlamenten der Bundesländer sind unterrepräsentiert; 33,4 Prozent der Abgeordneten

01.09.2026 - PM 313.26 - Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Scharf: „Eine lebendige Demokratie braucht Frauen in der Politik“

Frauen in den Parlamenten sind unterrepräsentiert

Deutschlandweit sind Frauen in den Parlamenten nach wie vor unterpräsentiert, wie aus einer heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Zum 1. September 2026 stellen Frauen nur 33,4 Prozent der Abgeordneten in den Parlamenten der Bundesländer. Damit ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent gestiegen. Langfristig gibt es jedoch kaum Veränderungen: 2008 lag der Anteil bei 32,3 Prozent. Auf kommunaler Ebene liegen die Werte noch niedriger: Hier stellen Frauen nur 30,7 Prozent der Abgeordneten in Städten und Landkreisen.

Bayerns Sozialministerin und Frauenbeauftragte Ulrike Scharf fordert angesichts der aktuellen Zahlen: „Frauen in der Politik sind ein Muss und keine Option. Der Frauenanteil in der Politik ist auf allen Ebenen nicht zufriedenstellend. Es muss sich noch viel bewegen, damit Frauen in der Politik genauso repräsentiert sind wie Männer. Frauen sind die Hälfte unserer Gesellschaft. Eine lebendige Demokratie braucht die Sichtweisen, Lebenserfahrungen und Kompetenzen von Frauen in der Politik.“

Im Bayerischen Landtag beträgt der Frauenanteil nur 24,6 Prozent. In der vorherigen Wahlperiode waren es noch 26,8 Prozent. Auf kommunaler Ebene ist der Frauenanteil in der aktuellen Wahlperiode gestiegen: Frauen stellen 31 Prozent der gewählten Mitglieder der Stadträte in den kreisfreien Städten und der Kreistage. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozentpunkten gegenüber 2020. In den kreisangehörigen Gemeinden stieg der Frauenanteil gegenüber 2020 um rund 2,2 Prozentpunkt auf 24,5 Prozent. Insgesamt beträgt der Frauenanteil an gewählten Gremienmitgliedern auf kommunaler Ebene 25,4 Prozent.

Thema: Chancengleichheit für Frauen und Männer