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title: "Ypsomed Innovation Award fördert Start-ups und Hochschulprojekte in der Schweiz; Plattform erhöht Sichtbarkeit und Investorensuche."
sdDatePublished: "2026-09-01T15:04:00Z"
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Ypsomed Innovation Award fördert Start-ups und Hochschulprojekte in der Schweiz; Plattform erhöht Sichtbarkeit und Investorensuche.

Der Ypsomed Innovation Award fördert junge Unternehmen mit zukunftsweisenden Ideen.

Letzte Aktualisierung: 01.09.2026 - 16:11 © by Ypsomed

Seit fast drei Jahrzehnten steht der Ypsomed Innovation Award für eine Idee: Innovation verdient mehr als Anerkennung – sie braucht Unterstützung, um Wirklichkeit zu werden. Was heute eine etablierte Plattform für Start-ups und Hochschulprojekte ist, begann Ende der 1990er-Jahre mit einer klaren Vision von Unternehmensgründer Willy Michel: Innovation nicht nur auszuzeichnen, sondern aktiv zu fördern.

Die Idee entstand aus seiner Jurytätigkeit für einen befristeten Innovationspreis. "Wir sahen dort viele vielversprechende Projekte, und ich wollte eine langfristige Möglichkeit schaffen, solche Initiativen zu unterstützen", erinnert sich Michel. 1997 gründete er deshalb den Disetronic Innovationsfonds, ausgestattet mit einer Million Franken. Ziel war es, junge Unternehmen mit zukunftsweisenden Ideen zu fördern und gleichzeitig dem Wirtschaftsraum Bern etwas zurückzugeben.

Von Beginn an ging es nicht nur um Preisgelder. Der Fonds konnte auch in prämierte Unternehmen investieren und sich an ihnen beteiligen. Ein Ansatz, der nachhaltige Wirkung zeigte. So entwickelte sich etwa CAScination, heute ein erfolgreiches Medtech-Unternehmen, aus einem prämierten Projekt. CAScination entwickelt, produziert und vermarktet Lösungen für die computergestützte und bildgeführte Chirurgie. Die Technologien unterstützen minimal-invasive Eingriffe, darunter hochpräzise Tumorbehandlungen und Cochlea-Implantationen. Später wurde der Innovationsfonds in die Ypsomed Stiftung überführt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Brücke zwischen Hochschulen und Wirtschaft

Im Zentrum steht bis heute der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft. Für Willy Michel ist das entscheidend: "Die Schweiz ist eine Wissensnation und muss das auch in Zukunft bleiben." Entsprechend bringt die Jury Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Wirtschaft und Beratung zusammen. Projekte werden systematisch bewertet, die überzeugendsten werden ausgezeichnet.

Was ein gutes Innovationsprojekt ausmacht, ist für Willy Michel klar: Es muss zukunftsweisend und umsetzbar sein. Genau hier setzt der Award an. Über die Jahre hat er sich gemeinsam mit dem Schweizer Innovationsökosystem weiterentwickelt.

Gemeinsam mit dem Innovationsökosystem gewachsen

Heute leitet Regula Buob den Ypsomed Innovation Award. Als Managing Director und Stiftungsrätin bringt sie frische Impulse ein. Jährlich gehen rund 30 bis 40 Bewerbungen ein, viele davon auf sehr hohem Niveau. "Die Qualität ist beeindruckend. Die Start-ups wissen heute viel besser, wie sie ihre Ideen präsentieren", sagt Buob. Das zeigt auch, wie stark sich die Start-up-Szene und die Unterstützung durch Hochschulen in den letzten 15 Jahren entwickelt haben.

Simon Michel, seit zwei Jahren Stiftungspräsident, beobachtet dieselbe Entwicklung: "Die Qualität der Projekte und die unternehmerische Reife der Teams haben deutlich zugenommen." Auch der Award hat sich verändert. Aus einer Förderinitiative ist eine Plattform geworden, die Sichtbarkeit schafft, Verbindungen herstellt und Innovation aktiv fördert. Heute wird der Preis jährlich vergeben und zeichnet Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen aus, von Medtech und Life Sciences bis hin zu anderen technologischen Innovationen. Der Fokus bleibt dabei klar: Start-ups und ihre Ideen stehen im Mittelpunkt.

Der Award endet nicht mit der Preisverleihung. Alumni-Events vernetzen ehemalige Gewinnerteams, fördern den Austausch und eröffnen neue Perspektiven. Gleichzeitig wird die Plattform weiter ausgebaut. Ziel ist es, die Projekte sichtbarer zu machen und sie bei der Suche nach Investoren zu unterstützen.

Auch die Jury wurde weiterentwickelt. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulen und Institutionen sind heute vermehrt ehemalige Preisträger und erfahrene Unternehmer dabei. "Diese Nähe zur Praxis ist entscheidend, um Potenzial richtig einschätzen zu können", sagt Simon Michel.

Mehrwert für Ypsomed und den Standort Schweiz

Für Ypsomed liegt der Mehrwert weniger im direkten Geschäft als im breiteren Innovationsumfeld. "Es ist wichtig, sich in einem innovativen Ökosystem zu bewegen" , sagt Simon Michel. Gleichzeitig unterstreicht der Award das langjährige Engagement von Ypsomed für Innovation und Unternehmertum – ein wichtiger Faktor auch im Wettbewerb um Talente.

Dass der Preis unabhängig organisiert ist, unterstreicht seine Glaubwürdigkeit: Die Stiftung entscheidet eigenständig, die Gewinner werden nicht vom Unternehmen bestimmt. Unterstützt wird sie dabei von einem hochkarätigen Netzwerk aus Wirtschaft, Forschung und Investoren.

Die Grundidee bleibt unverändert und aktueller denn je. "Wir wollen auch künftig Projekte sichtbar machen, die das Potenzial haben, echten Mehrwert zu schaffen", sagt Simon Michel.

Oder, wie es Willy Michel formuliert: "Unternehmertum bedeutet umsetzen: nicht darüber reden, sondern machen."

Die Anmeldung zum Ypsomed Innovation Award 2027 ist noch bis zum 27. September 2026 möglich.

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