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title: "US-Aktienmarkt in New York fällt; Ölpreis steigt weiter"
sdDatePublished: "2026-09-02T07:07:00Z"
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  - name: "economy, business and finance"
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US-Aktienmarkt in New York fällt; Ölpreis steigt weiter

Marktkommentar_Aktien_International

Marktkommentar
2. September 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
52'767
- 0.8
S&P 500
7'631
- 0.7
NYSE: 1.24
Nasdaq Composite
26'100
- 1.0
Nasdaq: 6.84
Nikkei 225
64'386
- 2.8
Hang Seng
25'143
- 0.7
Shanghai Composite
3'943
- 0.9

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
25'970
25'820 – 26'100
USD/CHF 0.8127 EUR/CHF 0.9410
EuroStoxx 50
6'369
6'265 – 6'460
Gold 4'318 USD/Unze
Stoxx 50
5'410
5'300 – 5'470
NY WTI-Rohöl-Future 90.55 USD

New York
Die anhaltenden Inflationssorgen haben gestern Diens-
tag am US-Aktienmarkt insbesondere die zinssensiblen
Technologiewerte unter Druck gesetzt. Hintergrund ist
der weiter gestiegene Ölpreis angesichts einer erneuten
Zuspitzung der Lage im Nahen Osten. "Die in der letzten
Woche aufgekommenen Hoffnungen auf eine baldige
Öffnung der Strasse von Hormus für den Schiffsver-
kehr haben einen herben Dämpfer erhalten", erläuterten
Experten mit Blick auf jüngste Meldungen über Angriffe
auf Rohöl-Tanker in der Region. Für den jüngsten Schub
beim Ölpreis sorgte die Nachricht, dass das US-Militär

www.bekb.ch | Marktkommentar | 2. September 2026
2
nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen den Iran
gestartet hat. Diese seien eine Reaktion auf die jüngsten
Angriffsversuche der iranischen Revolutionsgarden ge-
gen die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus
und gegen in der Region stationierte US-Soldaten, hiess
es
von
dem
für
die
Region
zuständige
US-
Militärkommando.
Was die Anleger ebenfalls verunsichere, sei der anhal-
tende Anstieg der weltweiten Anleiherenditen, der
gewissermassen Hand in Hand mit den Ölpreisen gehe.
Höhere Renditen am Anleihenmarkt lassen festverzinsli-
che Wertpapiere attraktiver erscheinen als riskante Ak-
tien. Derweil rückt der zum Wochenschluss anstehende
Arbeitsbericht bereits in den Blick der Anleger. Uner-
wartet starke Jobdaten für August könnten vom Markt
als schlechte Nachricht interpretiert werden, da sie die
Erwartungen einer Zinserhöhung verstärken könnten.
Unter den Einzelwerten gewannen Apple an der Dow-
Spitze 2,6 %. In seiner ersten Ansprache an die Mitarbei-
ter als deren neuer Chef hob John Ternus die starke
Produktpipeline des Technologiekonzerns hervor und
kündigte für nächste Woche eine "phänomenale iPho-
ne-Markteinführung" an. In Medienberichten ist bereits
von dem Einstieg von Apple ins Geschäft mit faltbaren
Smartphones die Rede gewesen. Die Aktien von Fervo
Energy schnellten um mehr als 28 % in die Höhe. Als
Antrieb erwies sich eine Stromliefer-Vereinbarung mit
der Alphabet-Tochter Google. Für die Aktien von S&P
Global ging es um ein Prozent nach oben. Der Finanz-
dienstleistungs- und Informationskonzern erwäge die
Ausgliederung
seiner
Flaggschiff-Daten-
und
For-
schungsplattform Capital IQ Pro, schrieb die Nachrich-
tenagentur Bloomberg unter Verweis auf mit der Sache
vertraute Personen. Dieser Schritt könnte zur Gründung
eines eigenständigen Unternehmens mit einem Wert von
mehreren Milliarden US-Dollar führen. Die Anteilscheine
von GoPro knüpfen an ihre Vortagesrally an und notier-
ten erstmals seit Anfang Juni wieder über der Marke von
1 Dollar. Am Ende stand ein Plus von gut 40 % zu Bu-
che. Der Hersteller von Actionkameras hatte eine end-
gültige Fusionsvereinbarung mit dem nicht börsenno-
tierten Optik- und Photonik-Unternehmen Starman
Optical geschlossen.

Asien
Mit zum Teil heftigen Abschlägen präsentieren sich die
Leitbörsen in Asien und Ozeanien heute Mittwoch im
späten Geschäft.
Hintergrund sind die wegen einer erneuten Eskalation
im Iran-Krieg über Nacht deutlich gestiegenen Ölprei-
se. US-Präsident Donald Trump erklärte, die US-Angriffe
seien als Vergeltung für den Versuch des Iran erfolgt,
die Strasse von Hormus am Wochenende zu verminen
und US-Soldaten im Nahen Osten anzugreifen. Der Iran
reagierte mit dem Abfeuern von Raketen und Drohnen.
Jordanien, Kuwait und Bahrain meldeten feindlichen
Beschuss. Die höheren Ölpreise treiben indes die globa-
len Anleiherenditen nach oben und schüren erneut die
Befürchtung von Leitzinserhöhungen im Kampf gegen
die Inflation. Höhere Marktzinsen belasten die Aktien-
märkte - vor allem die technologielastigen in Japan
und Südkorea. Auch Rekordumsätze und eine angeho-
bene Jahresprognose von Dell Technologies in den
USA heben die Stimmung im Technologiesektor kaum
(siehe Marktnachrichten).
Der Nikkei in Tokio sinkt um 2,8 % - angeführt von Ver-
lusten unter Halbleiterwerten. Softbank Group geben
um 4,1 % nach, Advantest verlieren 4 % und Tokyo
Electron fallen um 4,5 %. Anleger richten ihre Aufmerk-
samkeit weiterhin auf die Zinsentscheidung der Bank
of Japan im Verlauf des Monats. Der Gouverneur der
Bank of Japan, Kazuo Ueda, hat erklärt, die Zentralbank
werde weitere Zinserhöhungen prüfen. Zuvor hatte US-
Finanzminister Scott Bessent Ueda getroffen und zu
"entschlossenen" geldpolitischen Massnahmen zur Be-
kämpfung der Yen-Schwäche aufgerufen.
Im südkoreanischen Seoul verliert der Kospi mit Ab-
schlägen von 3,7 % in ähnlicher Grössenordnung. Die
Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix
geben jeweils über 3 % ab. Der chinesische Shanghai-
Composite und der HSI in Hongkong verlieren 0,9 be-
ziehungsweise 0,7 %. In Australien ist das BIP im zwei-
ten Quartal stärker als erwartet gestiegen, in Neusee-
land wurden die Leitzinsen wie prognostiziert erhöht.
Der australische S&P/ASX-200 in Sydney fällt um 1 %.
Australische Rentenrenditen setzten ihre Aufschläge
fort - 10-jährige Papiere klettern auf den höchsten
Stand seit 2011.

Europa
Der Ölpreisanstieg und zunehmende Inflationssorgen
belasten die europäischen Aktienmärkte weiterhin. Am
heutigen frühen Mittwochmorgen notierten die heisigen
Leitindizes auf ausserbörslichen Plattformen vorbörslich
im Minus. Der September gilt historisch betrachtet als
ein schwacher Börsenmonat.
Dabei belasten insbesondere die anziehenden Ölpreise
den Aktienmarkt. Diese ziehen infolge der jüngsten Es-
kalationen im Iran-Krieg weiter an, auch die Lage im
Ukrainekrieg verschärft das ohnehin knappe Rohölan-

www.bekb.ch | Marktkommentar | 2. September 2026
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gebot. Angesichts möglicher Auswirkungen auf den
globalen Öltransport wird zudem die Veröffentlichung
der US-Ölreserven für Anleger von Interesse sein. Für
Anleger stehen heute Mittwoch Konjunkturdaten aus
den USA im Fokus. Der ADP-Arbeitsmarktbericht, der
sich auf Umfragedaten aus der Privatwirtschaft fokus-
siert, liefert Hinweise auf die Entwicklung der Beschäfti-
gung und damit auf die Lage am US‑Arbeitsmarkt. Die
US-Notenbank Federal Reserve (Fed) veröffentlicht
zudem ihr Beige Book.

Marktnachrichten

Dell Technologies: Hohes aber langsameres Um-
satzwachstum
Der US-Computerhersteller hat heute seine Ergebnisse
für das zweite Quartal 2026/2027 veröffentlicht und ein
enormes Umsatzwachstum verzeichnet.
Der Nettoumsatz von Dell Technologies wuchs im
zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Ver-
gleich zum Vorjahreszeitraum um 58 % auf 46,97 Milli-
arden US-Dollar. Damit verlangsamte sich das Um-
satzwachstum des in Round Rock, Texas, ansässigen
US-Computerkonzerns allerdings deutlich. Im Vorquar-
tal mit einem Umsatz von 43,84 Milliarden US-Dollar
betrug das Wachstum noch 88 % zum Vorjahr.
Dell Technologies erzielte darüber hinaus ein operatives
Ergebnis von 5,39 Milliarden US-Dollar, was einem Zu-
wachs gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von
204 % entspricht. Damit betrug die operative Marge
des Konzerns im Berichtszeitraum 11,5 % nach 8,3 % in
Q2 des Vorjahres und 6 % im gesamten vergangenen
Geschäftsjahr. Das Nettoergebnis kam im zweiten
Quartan bei 4,13 Milliarden US-Dollar zu liegen und der
Gewinn je Dell-Anteilschein wurde mit 6.34 US-Dollar
angegeben.
Im Geschäft mit KI-Servern verzeichnete Dell einen
Rekordauftragseingang von 60,9 Milliarden US-Dollar
und einen Rekordumsatz von 16,4 Milliarden US-Dollar
und schloss das Quartal mit einem Rekordauftragsbe-
stand von 95 Milliarden US-Dollar ab. Das Umsatzplus
von 58 % im zweiten Quartal 2026 zeigt, dass Dell
Technologies zum Hauptprofiteur des KI-Infrastruktur-
Booms avanciert ist. Die Nachfrage nach KI-optimierten
Servern (PowerEdge) ist so hoch, dass die Auftragsbe-
stände auf eben diese neuen Rekordniveaus zu liegen
kommen.

Palo Alto Networks: Erwartungen übertroffen -
Prognose erhöht
Die Aktie von Palo Alto Networks legte im nachbörsli-
chen Handel um 0,1 % zu, nachdem das Unternehmen
für das vierte Geschäftsquartal Zahlen vorlegte, die die
bereits hohen Erwartungen der Wall Street bei allen
wichtigen Kennzahlen übertrafen.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 1,02
US-Dollar, womit die Konsensschätzung von 0,98 US-
Dollar übertroffen wurde, während der Quartalsumsatz
mit 3,41 Milliarden US-Dollar die Erwartungen von 3,35
Milliarden US-Dollar ebenfalls überflügelt wurden. Dies
entspricht einem Anstieg von 34 % im Vergleich zum
Vorjahr, angetrieben durch die steigende Nachfrage von
Unternehmen nach KI-gestützten Cybersicherheits-
lösungen.
Ebenso wichtig für die Anleger war der Ausblick des
Unternehmens, der die Prognosen der Analysten auf
ganzer Linie übertraf. Die Umsatzprognose für das
Gesamtgeschäftsjahr 2027 von 14,10 bis 14,20 Mil-
liarden US-Dollar übertraf die Schätzung der Wall Street
von 13,84 Milliarden US-Dollar, und auch die Umsatz-
prognose für das erste Quartal 2027 lag mit 3,30 bis
3,31 Milliarden US-Dollar über dem Konsens von 3,21
Milliarden US-Dollar.

Futures
S&P 500
7'633
- 0.1 %
FTSE 100
10'770
- 0.4 %
DAX
25'856
- 0.5 %

Wichtigste US-Unternehmenszahlen
(Erwarteter Gewinn pro Aktie)
Vor Börsenöffnung
-
Nach Börsenschluss Broadcom 3.23$, Hewlett Packard
Enterprise
94c,
NetApp
2.12$,
Snowflake 45c

Wirtschaftsdaten
(Erwartungen*)
China
-
Japan
Geldbasis August y/y - 15,7 % (vorheri-
ger Wert: - 13,8 %).
Deutschland
-
GB
-
Frankreich
-
Europa
-
USA
13:00 Uhr: MBA Hypothekenanträge per
28. August (vorheriger Wert: - 1,0 %)

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4
14:15 Uhr: ADP Beschäftigungsänderung
August (+ 47'000)
16:00 Uhr: Auftragseingang Industrie Juli
(+ 0,7 %), Auftragseingang langlebige
Güter Juli (+ 1,1 %), Auftragseingang
langlebiger Güter ohne Transportbranche
Juli (+ 0,4 %), Auftragseingang Kapi-
talgüter ohne Luftfahrt Juli (+ 0,2 %),
Auslieferungen Kapitalgüter ohne Luftfa-
hrt Juli (+ 1,4 %)

*Wenn nichts Anderes vermerkt, bezieht sich die Veränderung gegenüber
dem Vormonat q/q = Veränderung gegenüber Vorquartal, y/y = Veränderung
gegenüber Vorjahr, ytd = Veränderung seit Jahresbeginn, sb = Saisonberei-
nigt, ( ) = Erwartungen, wenn nicht anders erwähnt.

 QUELLEN

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