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title: "Kerstin Ruhl-Herpertz präsentiert Abfallwirtschaftskonzept 2015 im Stadthaus, Kleiner Saal, Marktplatz 2, 06108 Halle (Saale); Entsorgungssicherheit 10 Jahre"
sdDatePublished: "2026-09-02T18:38:00Z"
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  - "Halle (Saale)"
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Kerstin Ruhl-Herpertz präsentiert Abfallwirtschaftskonzept 2015 im Stadthaus, Kleiner Saal, Marktplatz 2, 06108 Halle (Saale); Entsorgungssicherheit 10 Jahre

Niederschrift

Stadt Halle (Saale)

12.11.2015

- 1 -

N i e d e r s c h r i f t

der öffentlichen/nicht öffentlichen Sitzung des Ausschusses für
Ordnung und Umweltangelegenheiten am 10.09.2015
öffentlich
__________________________________________________________

Ort:
Stadthaus, Kleiner Saal,
Marktplatz 2,
06108 Halle (Saale)

Zeit:

17:00 Uhr bis 19:02 Uhr

Anwesenheit:
siehe Teilnahmeverzeichnis

- 2 -
Anwesend waren:
Mitglieder:

Andreas Scholtyssek

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Christoph Bernstiel

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Gernot Töpper

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Dr. Erwin Bartsch

DIE LINKE/Die PARTEI Fraktion im Stadtrat Halle (Saale)
Josephine Jahn

DIE LINKE/Die PARTEI Fraktion im Stadtrat Halle (Saale)
Marion Krischok

DIE LINKE/Die PARTEI Fraktion im Stadtrat Halle (Saale)
Dr. Rüdiger Fikentscher

SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
Gottfried Koehn

SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
Yvonne Winkler

Fraktion MitBÜRGER für Halle-NEUES FORUM
Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Maria Genschorek

Sachkundige Einwohnerin
Lars Juister

Sachkundiger Einwohner
Hans-Jürgen Krause

Sachkundiger Einwohner
Frigga Schlüter-Gerboth

Sachkundige Einwohnerin

Verwaltung:

Uwe Stäglin

Beigeordneter für Stadtentwicklung und Umwelt

Martina Wildgrube

Referentin für Ordnung und Sicherheit
Tobias Teschner

Fachbereichsleiter FB Sicherheit
Kerstin Ruhl-Herpertz

Fachbereichsleiterin FB Umwelt
Manuela Hoßbach

Controllerin
Dr. Uta Schwarzer
Abteilungsleiterin Abt. Veterinärwesen und
Lebensmittelüberwachung
Katrin Flint

stellvertretende Protokollführerin

Gäste:

Hans-Christian Neuber

HWS Halle (Saale)
Dipl.-Ing. Rüdiger Oetjen-Dehne

Umwelt- und Energie-Consult GmbH

Entschuldigt fehlten:

Eberhard Doege

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Stefan Busse

Sachkundiger Einwohner
Burkhard Lothholz

Sachkundiger Einwohner
Werner Misch

Sachkundiger Einwohner
Stefan Schulz

Sachkundiger Einwohner

- 3 -
zu 1
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung
und der Beschlussfähigkeit
__________________________________________________________________________

Die öffentliche Sitzung wurde von Herrn Andreas Scholtyssek eröffnet und geleitet. Er
stellte die ordnungsgemäße Einladung sowie Beschlussfähigkeit fest.

zu 2
Feststellung der Tagesordnung
__________________________________________________________________________

Es gab keine Anmerkungen zur Tagesordnung, so dass Herr Scholtyssek um Abstimmung
bat.

Abstimmungsergebnis:
einstimmig zugestimmt

Somit wurde folgende Tagesordnung festgestellt:

 1.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung und der
Beschlussfähigkeit

 2.
Feststellung der Tagesordnung

 3.
Genehmigung der Niederschrift vom 11.06.2015

 4.
Beschlussvorlagen

 4.1. Abfallwirtschaftskonzept 2015 für die Stadt Halle (Saale)
Vorlage: VI/2015/00850

 5.
Anträge von Fraktionen und Stadträten

 5.1. Antrag des Stadtrates Christoph Bernstiel (CDU/FDP-Fraktion) zur Öffnung des
Mühlgrabens für den Wassersport im Rahmen der Umsetzung des
Wassertourismuskonzeptes
Vorlage: VI/2015/00954

 6.
schriftliche Anfragen von Fraktionen und Stadträten

 6.1. Anfrage der Stadträtin Yvonne Winkler (MitBÜRGER für Halle) zur Taubenpopulation der
Stadt Halle (Saale)
Vorlage: VI/2015/01118

 7.
Mitteilungen

 7.1. Baumfällliste

 7.2. Pfandkörbe in der Stadt Halle ( Saale ) - Auswertung der Testphase

 8.
Beantwortung von mündlichen Anfragen

 9.
Anregungen

- 4 -
zu 3
Genehmigung der Niederschrift vom 11.06.2015
__________________________________________________________________________

Es gab keine Anmerkungen zur Niederschrift vom 11.06.2015, so dass Herr Scholtyssek
um Abstimmung bat.

Abstimmungsergebnis:
einstimmig zugestimmt

zu 4
Beschlussvorlagen
__________________________________________________________________________

zu 4.1
Abfallwirtschaftskonzept 2015 für die Stadt Halle (Saale)
Vorlage: VI/2015/00850
__________________________________________________________________________

Frau Ruhl-Herpertz machte eine kurze Einführung in das Abfallwirtschaftskonzept 2015 für
die Stadt Halle (Saale). Gemäß § 21 KrWG ist die Entsorgungssicherheit für die nächsten 10
Jahre darzustellen. Es geht insbesondere um die ordnungsgemäße Verwertung von Stoffen,
das Recycling. Das Abfallwirtschaftskonzept ist aller 5 Jahre fortzuschreiben.

Im Weiteren übergab Herr Scholtyssek Herrn Dipl.-Ing. Oetjen-Dehne von der Umwelt- und
Energie-Consult GmbH das Wort.

Herr Oetjen-Dehne machte anhand einer Präsentation präzise Ausführungen zum
Abfallwirtschaftskonzept 2015.

Anmerkung: Die Präsentation ist in Session hinterlegt.

Herr Scholtyssek fragte, ob Nachfragen bestehen.

Herr Koehn fragte zu Kompostieranlagen. Er sagte, dass auch in Randgebieten, wo
verstärkt Kompostanlagen aufgestellt sind, der Anteil der Organik gleich hoch ist, wie in den
restlichen Stadtgebieten. Er schlägt daher vor, noch stärker zu kontrollieren bzw. dann
entsprechend normale Komposter zu installieren.

Weiterhin bezog sich Herr Koehn auf das Beispiel der PET-Flachen, wodurch der
Glasverbrauch zurückgegangen ist. Halle ist da eine Ausnahme. Der Anteil von Glas in der
grauen Tonne wäre unverhältnismäßig hoch. Er regte an, die Glascontainer
flächendeckender zu installieren, als das bis jetzt der Fall ist.

Herr Juister fragte nach Erfahrungswerten mit Unterflurbehältern.

Herr Oetgen-Dehne sagte, dass in den Randgebieten vergleichsweise so viel Organik
vorhanden ist, weil der Eigenkompostierer diese nicht auf seinen Komposter entsorgt,
sondern in der Mülltonne. Genau das sind aber die Abfälle, die man getrennt erfasst haben
will. Zumindest dann, wenn man in Richtung Vergärung denkt, weil auch da Energie drinnen
steckt. Bei technisch geführten Anlagen gibt es aber kein Problem auch Speisereste zu
verwerten. Hier befindet man sich in einer kleinen Grauzone. Man kann sich von der
Biotonne befreien lassen, unterzeichnet aber, dass entsprechende Abfälle eigenkompostiert
werden und bekommt trotzdem einen kleinen Behälter, eben für diese Dinge. In Halle (Saale)
gibt es diese Problematik nicht so verstärkt, da gut 91 % an das Entsorgungssystem
angeschlossen sind.

- 5 -
Frau Schlüter-Gerboth erwähnte, dass auf allen Biotonnen vermerkt ist, dass nur Abfälle
im ungekochten Zustand eingeworfen werden dürfen. Das bedeute im Endeffekt, dass keine
gekochten Kartoffeln über die Biotonne entsorgt werden dürfen. Sie sei jetzt irritiert, da Herr
Oetgen-Dehne das gegenteilig sagte.

Herr Oetgen-Dehne erklärte, dass es dahingehend Entwicklungen gab. Das dargestellte
Beispiel stellt heutzutage keine Probleme mehr da. Als Stadt ist man nicht alleine tätig,
sondern mit den Systembetreibern und mit diesen stimmt man sich entsprechend ab.

Herr Stäglin sagte zum Stichwort Unterfluranlagen, dass es Standorte gibt, die man sich
städtebaulich wünschen würde, es aufgrund exorbitanter Kosten aber nicht umsetzbar ist.

Frau Bohm-Eisenbrandt hatte eine Reihe von Anfragen. Sie wollte wissen, warum vorab
keine Bürgerbeteiligung stattfand; wie die Entsorgung von Altölen sowie von Grünschnitt
erfolgt. Weiterhin erklärte sie, dass in den Prognosen von gleichbleibenden Einwohnerzahlen
gesprochen wird und fragte in diesem Zusammenhang, was geschieht, wenn die
Einwohnerzahl aufgrund der Zuwanderung von Flüchtlingen steigt. Zum Schluss äußerte sie
ihr Enttäuschen darüber, dass man nicht nachvollziehen könnte, wie der weitere Werdegang
der Müllverwertung ist.

Herr Oetgen-Dehne antwortet, dass Altöle (Speisefette und ähnliches) Abfallstoffe sind, die
in den gewerblichen Bereichen, wie in Kantinen, Restaurants etc., anfallen. Dies wird auf
einer anderen Ebene geregelt. Das ist nicht Gegenstand dessen, was im privaten Haushalt
vorhanden ist.

Zum Thema Grünschnitt erklärte er, dass dies nur saisonbedingt anfällt und dafür
entsprechende Erfassungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Frau Ruhl-Herpertz ergänzte, dass hier ein Rahmenvertrag mit der HWS besteht, über den
die Stadt ihren Grünschnitt entsorgt.

Sie verdeutlichte, dass das Abfallwirtschaftskonzept einen strategischen Anspruch hat und
der Adressat der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger ist. Der Fokus geht nicht in Richtung
der
Bürgerinnen
und
Bürger,
sondern
in
Richtung
des
öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger, was er gut macht, weniger gut und was zu verbessern wäre.

Herr Oetgen-Dehne sagte, dass die Stoffe, die in die Aufbereitung gegeben werden, weiter
in Weiterverwertungsanlagen übergehen.

Frau Jahn bezog sich auf die Öffentlichkeitsarbeit und fragte, ob angedacht ist zum Thema
Mülltrennung die Vermieter in die Informationspflicht zu nehmen.

Herr Stäglin sagte, dass Verwaltung und Wohnungswirtschaft Gespräche führen. Darüber
hinaus kann jeder Privater seinem Wohnungsverwalter mitteilen, sollte im Haus Müll falsch
entsorgt werden. Kommunikation untereinander ist hier wichtig.

Frau Krischok fragte, warum es eine Ungleichbehandlung beim Sperrmüll gibt, denn zur
Abholung stünden 2 m³, wobei beim Hinbringen nur 1 m³ erlaubt sei.

Weiterhin fragte sie, ob es im Zuge des Umwelttages Ideen gibt, Vorreiter für etwaige
Aktionen, wie eine Woche ohne Plastiktüten, zu sein.

Zur Frage des Sperrmülls erklärte Frau Ruhl-Herpertz, dass die festgelegten Grenzen
Diskussionsgegenstand in den Ausschüssen war. Die Regelung hat sich seit Jahren
bewährt. Eine Änderung der Grenzen ist möglich. Dies bedarf einer Satzungsänderung. Die

- 6 -
Größenordnung von 2 m³ orientiert sich am durchschnittlichen Bedarf, wie er sich in der
Praxis für die Serviceleistung „Abholung“ darstellt. Bei der Selbstanlieferung sind die
praktischen Erfahrungen ebenfalls der Maßstab: Die durchschnittlichen Transportkapazitäten
von Privatleuten erschöpfen sich in aller Regel bei 1 m³ Sperrmüll.

Zur Frage Vorreiter sein, erklärte Herr Stäglin, dass es sich um ausgefeilte und realisierbare
Ideen handeln müsste. Kampagnen wären in einem kleineren Rahmen, beispielsweise in
einer Kita oder ähnlichem bestimmt möglich.

Herr Scholtyssek brachte die Beschlussvorlage abschließend zur Abstimmung.

Votum der sachkundigen EinwohnerInnen:
einstimmig zugestimmt

Abstimmungsergebnis:

einstimmig zugestimmt

Beschlussvorschlag:

Der Stadtrat beschließt das Abfallwirtschaftskonzept 2015 für die Stadt Halle (Saale).

- 7 -

zu 5
Anträge von Fraktionen und Stadträten
__________________________________________________________________________

zu 5.1
Antrag des Stadtrates Christoph Bernstiel (CDU/FDP-Fraktion) zur Öffnung
des Mühlgrabens für den Wassersport im Rahmen der Umsetzung des
Wassertourismuskonzeptes
Vorlage: VI/2015/00954
__________________________________________________________________________

Herr Bernstiel brachte den Antrag ein und verdeutlichte, dass es sich lediglich um einen
Prüfauftrag handelt. Er bat um Zustimmung.

Herr Stäglin bat Herrn Bernstiel mit Blick auf den Zeitablauf seit Einbringung des Antrages
und die auch in der Beiko geführte Diskussion bis zum Stadtratstermin um einen anderen
Zeitvorschlag für die Berichterstattung.

Es gab keine weiteren Wortmeldungen, so dass Herr Scholtyssek um Abstimmung bat.

Votum der sachkundigen EinwohnerInnen:
einstimmig zugestimmt

Abstimmungsergebnis:

einstimmig zugestimmt

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverwaltung wird beauftragt zu prüfen,

1. Welche Schritte sind erforderlich, um die Befahrbarkeit des Mühlgrabens für
den