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title: "Herr Kreisel berichtet Quartalsabschluss in Stadthaus, Wappensaal, Halle (Saale); Nachtragshaushalt nötig, ca. 700.000 € Mehrausgaben"
sdDatePublished: "2026-09-02T18:39:00Z"
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  - name: "child care"
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  - "Halle (Saale)"
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Herr Kreisel berichtet Quartalsabschluss in Stadthaus, Wappensaal, Halle (Saale); Nachtragshaushalt nötig, ca. 700.000 € Mehrausgaben

00066448

Stadt Halle (Saale)

13.11.2008

- 1 -
N i e d e r s c h r i f t

der öffentlichen/nicht öffentlichen Sitzung des
Betriebsausschusses Eigenbetrieb Kindertagesstätten am
22.09.2008
öffentlich
__________________________________________________________

Ort:

Stadthaus, Wappensaal

Zeit:

14:00 Uhr bis Uhr

Anwesenheit:
siehe Teilnehmerverzeichnis

Tagesordnung

 1.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung und der
Beschlussfähigkeit

 2.
Feststellung der Tagesordnung

 3.
Genehmigung der Niederschrift vom 9. Mai 2008

 4.
Bekanntgabe der in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse

 5.
Bericht des Betriebsleiters

 6.
Beschlussvorlagen

 6.1. Nachtragswirtschaftsplan 2008 Eigenbetrieb Kindertagesstätten
Vorlage: IV/2008/07361

 7.
Anträge von Fraktionen und Stadträten

 8.
schriftliche Anfragen von Stadträten

 9.
Beantwortung von mündlichen Anfragen

 10. Anregungen

 11. Mitteilungen

- 2 -

zu 1
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der
Einladung und der Beschlussfähigkeit
_________________________________________________________________________________
Herr Dr. Marquardt eröffnete die Sitzung des Betriebsausschusses, stellte die
ordnungsgemäße Einladung und die Beschlussfähigkeit fest.

zu 2
Feststellung der Tagesordnung
_________________________________________________________________________________
Die Tagesordnung wurde festgestellt.

zu 3
Genehmigung der Niederschrift vom 9. Mai 2008
_________________________________________________________________________________
Die Niederschrift der Betriebsausschusssitzung vom 9.5.2008 wurde genehmigt.

zu 4
Bekanntgabe der in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse
_________________________________________________________________________________
In der nichtöffentlichen Sitzung am 9.5.2008 wurden keine Beschlüsse gefasst.

zu 5
Bericht des Betriebsleiters
_________________________________________________________________________________
Quartalsabschluss
Herr Kreisel
50% weniger Erlöse
Gründe dafür sind unteranderen, dass Rechnungslegungen später statt finden.

Nachtragshaushalt wird nötig, da mehr Kinder betreut werden und demzufolge mehr
Personal beschäftigt werden muss.
Ca. 700.000 € Mehrausgaben ergeben sich auf Grund des Tarifabschlusses.
200.000 € Mehrausgaben ergeben sich im Rahmen des Rentenmodells.
PPP Kosten werden für 2008 steigen, denn wir werden die Einrichtungen früher
übernehmen.
Elternbeiträge werden trotz steigender Kinderzahlen weniger eingenommen, ca. 60% der
Familien erhalten eine Ermäßigungen auf den Elternbeitrag (momentan beläuft sich die
Mindereinnahme auf ca. 300.000 €)

Prognose:
Mitarbeiterbefragung wieder sehr positiv ausgefallen

Frau U. Haupt
Warum ist der Punkt Arbeitsabläufe in der Mitarbeiterbefragung „schlechter“ bewertet wurde?
Wird es evaluiert?

- 3 -

Herr Kreisel
Kitas mit Problemen sind uns bekannt.
Natürlich liegt es auch oft an der Leitung, wie die Prozesse in der Einrichtung geführt
werden.
Beteiligung der ErzieherInnen an Arbeitsabläufen wird sehr unterschiedlich gehandhabt.
Vermeidlich schlechter Betreuungsschlüssel ist immer wieder ein Kritikpunkt der Fachkräfte.
Die fehlende Vor- und Nachbereitungszeit macht ErzieherInnen unzufrieden und das wirkt
sich natürlich auch auf eine Mitarbeiterbefragung aus.

Herr Bartl
Wie werden Kitas insgesamt differenziert?
Gibt es Schwerpunkteinrichtungen?

Herr Kreisel
Wichtige Indikatoren sind die Meinungen unserer Fachkräfte.
Wir wollen aber keine Rangliste der Kitas entwickeln.
Jede Kita soll ihren eigenen Weg finden, in einem angemessenen Tempo.
Die Konzepte sind damit auch sehr vielseitig.

Herr Dr. Marquardt
Wichtig wäre, sicher zukünftig zu wissen, wie hoch die Kundenzufriedenheit ist.
Wünschenswert wäre ein Fragebogen.

Herr Kreisel
Auch dahin gingen die Überlegungen des Eigenbetriebes schon vor längerer Zeit. Eine
Auswertung vieler Fragebögen ist sehr arbeitsintensiv. Zunächst soll der bevorstehende
Internetauftritt die Möglichkeit bieten, die Arbeit des Eigenbetriebs und der Kitas
entsprechend zu bewerten.

Herr Dr. Marquardt
empfiehlt hier auch die Unterstützung der Universität.

Frau Ute Haupt
Was bedeutet k. A. im Fragebogen?

Herr Kreisel
Keine Angaben
Wir wissen, dass es auch bezeichnend ist, wenn in ein zwei Punkten viele ErzieherInnen
keine Angaben machen.

Herr Kreisel
erläutert weiter die Darstellung der geleisteten Betreuungsstunden.
Diese Darstellung erlaubt Träger auf gleicher Ebene im Rahmen der Finanzierung zu
sprechen.
Eine Aussage zu belegten Plätzen ist nicht bei allen Trägern immer gleich zu setzen.

- 4 -

Herr Schramm
Haben wir im Eigenbetrieb mehr Halbtagskinder?

Herr Kreisel
Ja, das ist so.

Herr Bartl
Wo ist noch eine Möglichkeit gegeben, Kinder aufzunehmen?

Herr Kreisel
Bei ca. 5200 Plätzen ist eigentlich nach jetzigem Betriebserlaubnisstand Schluss.

Herr Kreisel
beschreibt die Kosten pro Betreuungsstunde.
Kosten wären ohne Tarifsteigerung gleich geblieben.
Damit ist festzustellen, dass eine Betreuungsstunde in 2008 gegenüber 2006 nicht teurer
geworden ist.

Herr Schramm
Welche Sachkostenveränderung ist zu verzeichnen?

Herr Kreisel
Abschreibungen haben sich erhöht.
Ist auch wichtig, um den Investitionsstau abzubauen.

Herr Kreisel
berichtet zur Evaluation des Kita Frühlings.
Prozesse sind angeschoben, laufen aber nicht überall gleich.
Mit der Schwerpunktsetzung können konkretere Maßnahmen getroffen und durch die Kita-
Coaches begleitet werden.
Wesentliche Schwerpunkte liegen neben dem eigenen Qualitätsmanagement, den
Schwerpunkten aus dem Bildungsprogramm, auch bei den Übergängen Kita /Grundschule.

Herr Dr. Marquardt
Übergänge sind auch in der Schule ein großes Thema und müssen unbedingt bearbeitet
werden.

Frau H: Haupt
1. War es nicht absehbar, dass die PPP Einrichtungen schneller fertig werden?
2. Liegen die Elternbeiträge in Halle unter Landesdurchschnitt?

- 5 -

Herr Kreisel
Beantwortet Frage 1
Eine so rasante Fertigstellung war nicht geplant. Es wurde immer eine 12 monatige Bauzeit
bei den Kindereinrichtungen kalkuliert.
Für die Kindereinrichtungen ist es schön, dass sie schneller wieder einziehen können.
In der Summe bleiben die Zahlungen PPP gleich. Sie beginnen jetzt lediglich zeitiger.

Herr Dr. Marquardt
geht auf Frage 2 ein und damit auf das Thema Gebührensatzung.
Halle hat im Vergleich zum Landesdurchschnitt geringere Elternbeiträge.
Zur Diskussion steht nun nach einem entsprechenden Antrag die einkommensabhängige
Gebühr. Abgewogen wird ebenfalls die Einheitsgebühr.
Für die Hälfte aller Beitragszahler wird sich durch eine einkommensabhängige Gebühr nichts
verändern.
Für den anderen Teil der Beitragszahler wird es sich erhöhen.

Herr Kreisel
Das Problem wird sich verschärfen in der Diskussion von Eltern, denn für gleiche Leistung
wird es unterschiedliche Preise geben.

Herr Bartl
Warum sind Gebühren noch mal Thema geworden?

Frau U. Haupt
Der Landesrechnungshof hat die jetzige Gebührensystematik bemängelt.
Es sollte aber nicht dazu führen, dass die Beiträge generell steigen.

Herr Schramm
Ist es möglich eine Statistik zu Beitragszahlern für das nächste Mal zu bekommen? Ein IST
Zustand wäre wünschenswert.

Herr Kreisel
sagt entsprechende Statistik zu.

Frau U. Haupt
fragt nach dem Stand der Rückforderungen?

Herr Kreisel
Wir verharren auf hohem Niveau.
Beitragszahler sind sehr zögerlich mit dem Erbringen notwendiger Belege.

Frau U. Haupt
Wie viele Kinder werden gekündigt?

Frau Kovacs
Ca. 10 Kündigungen bleiben pro Monat bestehen.

- 6 -

zu 6
Beschlussvorlagen
_________________________________________________________________________________
zu 6.1
Nachtragswirtschaftsplan 2008 Eigenbetrieb Kindertagesstätten
Vorlage: IV/2008/07361
_________________________________________________________________________________
Herr Kreisel
Veränderungen unterjährig (siehe der Einladung beigefügten Unterlagen)
In Summe müssen rund 1,7 Mio € im Nachtragshaushalt beantragt werden.

Bei 80% an Personalkosten im Haushalt des EB Kita, könnte lediglich bei 20% der Kosten
gespart werden. Einsparen in den Sachkosten ist aber einfach nicht mehr möglich.

Bei Personalkosten könnten wir noch auf Sozialassistenten/ Kinderpfleger zurückgreifen, die
dann etwas günstiger sind als staatlich anerkannte Erzieher.

Sie können in den Unterlagen die Verknüpfungen zu den Haushaltsstellen der Stadt ersehen
(z.B. im Hinblick auf Ermäßigungen und Zuweisungen bezüglich höherer Kinderzahlen).

Herr Schramm
Was verbleibt wirklich als Zahlungspflicht bei der Stadt?

Herr Kreisel
In Anlage 1 Position 2b, alle anderen Positionen sind im Gesetz beziffert. Die Position 2b ist
durch die Finanzierungsrichtlinie der Stadt Halle induziert.

Frau H. Haupt
Das Land zahlt ca. 100 € pro Kind, Stadt 50% davon?

Herr Kreisel
Ja.
Stellschraube ist nur über Elternbeiträge möglich.

Herr Bartl
Wie soll der Umgang mit den Hilfskräften (Sozialassistenten) aussehen.

Frau Lademann
Gemäß dem Kinderförderungsgesetz können die Träger Sozialassistenten oder
Kinderpfleger im Bereich der 0 – 3 jährigen einsetzen. Hier muss beachtet werden, dass sie
nur so eingesetzt werden dürfen, dass auf 2 Fachkräfte eine Sozialassistentenstelle besetzt
werden darf.
Wir wissen, dass in diesem Bereich viele engagierte junge Menschen eine Anstellung
suchen und hoffen hier vielleicht auch Fachkräfte für die Zukunft zu finden. Denn momentan
ist der Abschluss als Sozialassistent oder Kinderpfleger Voraussetzung um die
Erzieherausbildung machen zu können.

- 7 -

Frau H. Haupt
Was kostet ein Kita Platz im Eigenbetrieb im Monat?

Herr Kreisel
418 € pro Monat im ∅ ist der Plan
432 € ist das momentane IST im ∅ (lediglich 88 € entfallen davon auf Sachkosten)

Im Jahr sind es somit rund 5000 €. Gerechnet über alle Produkte und Stufen.

Eine Vergleichbarkeit mit anderen Städten ist immer schwierig. Unterschiedliche
Kontierungen von Kosten führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Herr Dr. Marquardt
Bittet um den Beschluss zur Vorlage Nachtragswirtschaftsplan 2008 des Eigenbetriebs
Kindertagesstätten

Abstimmungsergebnis:

Der Betriebsausschuss stimmt der Vorlage - Nachtragswirtschaftsplan 2008 Eigenbetrieb
Kindertagesstätten – einstimmig zu.
7 Ja-Stimmen
0 Nein-Stimmen
0 Enthaltungen

Beschluss:
Beschlussvorschlag:
Der Stadtrat stimmt dem Nachtragswirtschaftsplan 2008 Eigenbetrieb Kindertagesstätten in
vorliegender Fassung zu.
Finanzielle Auswirkungen:
Wirtschaftsplan 2008

19.512.900 €
Nachtragswirtschaftsplan 2008

21.229.900 €
Differenz

  1.717.000 €

- 8 -

zu 7
Anträge von Fraktionen und Stadträten
_________________________________________________________________________________
Keine

zu 8
schriftliche Anfragen von Stadträten
_________________________________________________________________________________
Keine

zu 9
Beantwortung von mündlichen Anfragen
_________________________________________________________________________________
Keine

zu 10
Anregungen
_________________________________________________________________________________
Keine

zu 11
Mitteilungen
_________________________________________________________________________________
Keine

Für die Richtigkeit:
Datum: 13.11.08

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Dr. habil. Hans-Jochen Marquardt

Katrin Lademann
Beigeordneter für Kultur und Bildung

Protokollführerin