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title: "Anna Weide, Vorsitzende des Schulelternrates der August-Hermann-Francke Grundschule, fordert Schulsozialarbeiterstelle im Stadthaus Festsaal, Halle (Saale); EU-Förderung abgelehnt durch Formfehler"
sdDatePublished: "2026-09-02T18:38:00Z"
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  - "Germany"
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Anna Weide, Vorsitzende des Schulelternrates der August-Hermann-Francke Grundschule, fordert Schulsozialarbeiterstelle im Stadthaus Festsaal, Halle (Saale); EU-Förderung abgelehnt durch Formfehler

Niederschrift

Stadt Halle (Saale)

09.11.2015

- 1 -

N i e d e r s c h r i f t

der öffentlichen/nicht öffentlichen Sondersitzung des
Jugendhilfeausschusses am 16.09.2015
öffentlich
__________________________________________________________

Ort:
Stadthaus
Festsaal
Marktplatz 2
06108 Halle (Saale)

Zeit:

16:10 Uhr bis 18:35 Uhr

Anwesenheit:
siehe Teilnahmeverzeichnis

- 2 -

Anwesend waren:

Dr. med. Detlef Wend

Vorsitzender
SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
Gottfried Koehn

SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
Stellvertreter von H. Hopfgarten
Andreas Schachtschneider

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Heike Wießner

CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Katja Raab
CDU/FDP-Stadtratsfraktion Halle (Saale)
Ute Haupt

DIE LINKE/Die PARTEI Fraktion Halle
(Saale)
Josephine Jahn

DIE LINKE/Die PARTEI Fraktion Halle
(Saale)
Dennis Helmich

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Stellvertreter von Frau Dr. Brock
Dr. Regina Schöps

Fraktion MitBÜRGER für Halle - NEUES
FORUM

Beate Gellert

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Uwe Kramer

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Sylvia Plättner

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Clemens Raudith

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Stellvertreter von Frau Köferstein
Helga Schubert

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Ines Ehrt
stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Tobias Kogge

beratendes Mitglied
Beigeordneter für Bildung und Soziales
Katharina Brederlow

beratendes Mitglied
Fachbereichsleiterin FB Bildung
Dr. Hendrik Kluge

beratendes Mitglied
Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis
Rene Moses

beratendes Mitglied
Humanistischer Regionalverband Halle-
Saalkreis
Mirko Petrick

beratendes Mitglied
Kinder- und Jugendbeauftragter
Susanne Willers
beratendes Mitglied
Katholische Kirchen

- 3 -
Entschuldigt fehlten:

Klaus Hopfgarten

SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale)
Dr. Inés Brock
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kerstin Köferstein

stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Jörg Rommelfanger
stimmberechtigtes Mitglied
Vertreter der freien Träger der Jugendhilfe
Norbert Böhnke

beratendes Mitglied
Dr. Toralf Fischer

beratendes Mitglied
Richter Bruno Glomski

beratendes Mitglied
Christina Greiner

beratendes Mitglied
Tilo Kurth

beratendes Mitglied
Gerda Mittag

beratendes Mitglied
Lars Nentwich

beratendes Mitglied
Anja Pohl

beratendes Mitglied
Tatjana Privorozkaja

beratendes Mitglied
Petra Schneutzer

beratendes Mitglied
Christiane Sünnemann

beratendes Mitglied
Susanne Wildner

beratendes Mitglied

zu
Einwohnerfragestunde
__________________________________________________________________________
Zur Einwohnerfragestunde sprach Frau Anna Weide, Vorsitzende des Schulelternrates
der August-Hermann-Francke Grundschule, vor.
Frau Weide sprach an, dass die Schule sich in der südlichen Innenstadt in den
Franckeschen Stiftungen befindet. Die Schule hat insgesamt 256 Schüler aus 34
verschiedenen Nationen. An der Grundschule sind 102 Schüler mit Migrationshintergrund
und von diesen haben 56 Schüler einen Sprachförderbedarf. Einige der Kinder sind
Kriegsflüchtlinge aus Syrien, die kaum bzw. keine Deutschkenntnisse haben. In der
Gestaltung des Schulunterrichts ist dies eine große Herausforderung, diese Kinder zu
integrieren. Mit dem neuen Schuljahr hat sich die Situation an der Schule dramatisch
verschlechtert.
Die Schule hat insgesamt eine gemischte soziale Struktur. Bis zum Sommer hatte die
Grundschule eine halbe Schulsozialarbeiterstelle, die sehr unterstützend der Grundschule in
Problembewältigungen u. ä. geholfen hat. Auf Grund eines Formfehlers ist der bei der EU
eingereichte Antrag auf eine Schulsozialarbeiterstelle abgelehnt worden.
Frau Weide appellierte an den Jugendhilfeausschuss, in der Jugendhilfeplanung der Stadt
Halle (Saale) noch eine Möglichkeit zu erhalten, um eine Schulsozialarbeiterstelle für die
Grundschule bekommen zu können.
Herr Dr. Wend dankte für den Wortbeitrag.
Herr Kogge sprach an, dass die Schulsozialarbeit ein Projekt des Landes ist. So wie sie in
diesem Konzept dargestellt ist, ist sie auch in der Schule angesiedelt und hat
schulergänzende und schulfördernde Pakete in ihrem Leistungsbereich drin, bspw.
„Schulerfolg sichern“. Die Finanzierung dieser Projekte wurde über den Europäischen
Sozialfonds durch das Kultusministerium gesichert. Der Träger hat das falsche Formblatt

- 4 -
eingereicht, dadurch ist er bei der Bewilligung rausgefallen. Bedauerlicherweise an einer
Grundschule mit einem hohen Migrationsanteil. Wenn die Kommune solche Stellen analog
bezahlen würde, dann müsste die Leistungsbeschreibung anders aussehen und es würde im
Rahmen der Subsidiarität eine Ausschreibung für alle Träger erfolgen, da dann ein
„Wettbewerb“ greifen würde. Da noch zwei weitere Schulen mit einem hohen Migrantenanteil
keine Bewilligung erhalten haben, müsste es für diese Schulen ebenfalls stattfinden.
Durch Herrn Kogge wurde empfohlen, dass diese Aufgabe immer wieder in der
Jugendhilfeplanung festgelegt wird und auch in den Haushaltsdiskussionen auf diese
Bereiche eingegangen wird.
Frau Brederlow ergänzte, dass sie sich bereits zu drei abgelehnten Schulen geäußert hatte,
u.a. betrifft das die Grundschule August-Hermann-Francke. Die Zahlen vom Landesschulamt
zeigten, dass es die Schule mit dem zweithöchsten Anteil an Flüchtlingen ist. Die aktuellsten
Zahlen werden gerade zusammengestellt, diese werden sicher in einer Woche vorliegen.
Es betrifft dann noch die Grundschule Südstadt und die Grundschule „Hutten“, das ist auch
dem Jugendhilfeausschuss bekannt. Es muss abwägend betrachtet werden, ob dies eine
Frage der Jugendhilfeplanung oder eine Frage zum Haushalt ist, die in den Diskussionen
berücksichtigt werden muss. Aus der Entwicklung der Flüchtlingszahlen entwickeln sich die
Bedarfe. Frau Brederlow verwies darauf, dass es außer den Flüchtlingen auch noch andere
Zielgruppen gibt. Die Entscheidung zur Vergabe einzelner Leistungen an die Träger der
Jugendhilfe, die hier als Kooperationspartner mit Schule agieren, müsste dann noch
getroffen werden. Eine Schule als Kooperationspartner würde nicht infrage kommen. Es
müsste dann beschrieben werden, mit welchen Inhalten an welcher Schule Schulsozialarbeit
durchgeführt werden soll, dies muss nicht analog dem Europäischen Sozialfond (ESF) sein.
Es gibt da einige Fragen, die dann noch zu klären wären.
Frau Brederlow machte deutlich, dass leider drei Schulen nicht bewilligt worden sind, die
den Bedarf gehabt hätten. Das sieht die Verwaltung ebenso.
Herr Schachtschneider sprach an, dass er es unbedingt in die Jugendhilfeplanung mit
aufnehmen würde, auch wenn dann die Finanzierung über den Haushalt gehen sollte. Das
macht klar, dass der Jugendhilfeausschuss das auch als sehr notwendig ansieht. Migration
sollte hier nicht der Hauptschwerpunkt sein, es wird jetzt eine Lösung benötigt.
Herr Dr. Wend dankte für die Wortbeiträge und äußerte sich dahingehend, dass evtl. noch
eine politische Heilung der Problematik möglich gemacht wird.

zu
Kinder- und Jugendsprechstunde
__________________________________________________________________________
Es waren keine Kinder und Jugendlichen erschienen.

- 5 -
zu 1
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung
und der Beschlussfähigkeit
__________________________________________________________________________
Die öffentliche Sitzung wurde von Herrn Dr. Wend eröffnet und geleitet. Er stellte die
ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit fest.

zu 2
Feststellung der Tagesordnung
__________________________________________________________________________
Herr Dr. Wend merkte zur Tagesordnung an, dass noch ein Änderungsantrag von Herrn
Kramer eingegangen ist, welcher als TOP 5.1. in der Tagesordnung aufzunehmen ist.
Es gab keine weiteren Anmerkungen zur Tagesordnung.
Abstimmungsergebnis:

einstimmig zugestimmt
Herr Dr. Wend stellte folgende Tagesordnung fest:

Einwohnerfragestunde

Kinder- und Jugendsprechstunde

 1.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Einladung und der
Beschlussfähigkeit

 2.
Feststellung der Tagesordnung

 3.
Genehmigung der Niederschrift

 4.
Bekanntgabe der in nicht öffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse

 5.
Beschlussvorlagen

 5.1. Jugendhilfeplanung der Stadt Halle (Saale) - Teilplan für die Leistungen der präventiven
Jugendhilfe (§§ 11-13,14,16 SGB VIII)
Vorlage: VI/2015/00655

5.1.1
.
Änderungsantrag von Herrn Kramer, stimmberechtigtes Mitglied im
Jugendhilfeausschuss, zur BV Jugendhilfeplanung der Stadt Halle (Saale) - Teilplan für
die Leistungen der präventiven Jugendhilfe (§§ 11-13,14,16 SGB VIII
Vorlage: VI/2015/01218

 6.
Anträge von Fraktionen und Stadträten

 7.
schriftliche Anfragen von Fraktionen und Stadträten

 8.
Mitteilungen

 9.
Beantwortung von mündlichen Anfragen

 10. Anregungen

- 6 -

zu 3
Genehmigung der Niederschrift
__________________________________________________________________________
Dr. Wend stellte fest, dass zur Sondersitzung keine Niederschrift zur Genehmigung vorlag.

zu 4
Bekanntgabe der in nicht öffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse
__________________________________________________________________________
Es gab keine nicht öffentlichen Beschlüsse bekannt zu geben.

zu 5
Beschlussvorlagen
__________________________________________________________________________
zu 5.1
Jugendhilfeplanung der Stadt Halle (Saale) - Teilplan für die Leistungen der
präventiven Jugendhilfe (§§ 11-13,14,16 SGB VIII)
Vorlage: VI/2015/00655
________________________________________________________________________
zu 5.1.1
Änderungsantrag von Herrn Kramer, stimmberechtigtes Mitglied im
Jugendhilfeausschuss, zur BV Jugendhilfeplanung der Stadt Halle (Saale) -
Teilplan für die Leistungen der präventiven Jugendhilfe (§§ 11-13,14,16 SGB
VIII Vorlage: VI/2015/01218
__________________________________________________________________________
Herr Dr. Wend sprach an, dass die Jugendhilfeplanung in einer ersten Lesung am 03.09.15
behandelt worden ist. Er bat Herrn Kramer um die Vorstellung seines Änderungsantrages,
welcher vorab den Mitgliedern zugegangen war. Er bat darum, sozialraumweise vorzugehen.
Zu der vorgeschlagenen Verfahrensweise gab es keinen Widerspruch von Mitgliedern.

Herr Kramer führte als Antragsteller in seinen Änderungsantrag ein.
Er sprach an, dass er seinen Änderungsantrag noch geringfügig modifiziert hat.
Zum einen wurde der Beschlussvorschlag verändert. Inhaltlich hat sich gegenüber dem
Verwaltungsvorschlag nur geändert, dass die Jugendhilfeplanung „für die Jahre 2016 – 2019
in der vom Jugendhilfeausschuss am 16.09.2015 empfohlenen Fassung“ beschlossen
werden soll.

Zur Anlage äußerte Herr Kramer, welche Änderungen dort eingebracht und in
verschiedenen Farben hervorgehoben worden sind, um dies zu verdeutlichen. Die
Leistungsbeschreibung I a wurde in die entsprechende Abfolge aufgenommen, wo diese
hingehört. Inhaltlich geht es um die Leistung zu den Kitas. Er verwies auf die Seite 18 mit
dem Städtevergleich, es wird von 102,8 Stellen ausgegangen. Die Verwaltungsvorlage geht
von 96 Stellen im Bedarf aus, was er für nicht bedarfsgerecht hält. Deswegen gibt es die
Änderungswünsche. Die verschiedenen Sozialräume sind auch unterschiedlich geprägt.

Herr Kramer verdeutlichte die großen Leistungsbereiche zu Kitas, Schulsozialarbeit bzw.
Arbeit mit Schulen und auch an Ho