Mascha Schneider, neue Gemeindepädagogin im Südkreis (Mellingen, Blankenhain); Arbeit mit Kindern, offene Atmosphäre.
Nr. 3 | 2026 Juni, Juli, August
Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib (Hebräer 13,3)!
W as macht das Leben eines Christen- menschen oder das Zusammenleben in einer Kirchengemeinde aus? Die Bibel ist voller Hinweise und Ermahnungen – sie rei- chen von den Zehn Geboten im Alten Testament bis hin zu den Wer- ken der Barmherzigkeit, von denen Jesus in seiner Rede vom Weltgericht (Matthäus 25,33-46) spricht: Hung- rige speisen, Durstigen zu trinken geben, Frem- de beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen – und Tote bestatten, was später zu den Werken der Barmher- zigkeit hinzugenommen wurde. Schließlich spricht Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Zu den „körperlichen“ Werken der Barm- herzigkeit können auch „geistliche“ Werke hinzugenommen werden: Unwissende leh- ren, Zweifelnde beraten, Trauernde trösten, Sünder zurechtweisen, Beleidigern verzeihen, Lästige geduldig ertragen, für Lebende und Verstorbene beten. Aber: Reicht es schon, die- se „Werke“ einfach nur zu erledigen, als hakte man Aufgaben auf der imaginären To-do-Lis- te ab? Oder steckt vielleicht doch mehr da- hinter – bedarf es einer bestimmten Haltung? Der Monatsspruch für den Juni erinnert uns daran, dass christlicher Glaube niemals nur eine private Angelegenheit ist. Wer zu Christus gehört, bleibt mit anderen Menschen verbunden – besonders mit denen, die leiden. Der Hebräerbrief ruft dazu auf, Gefangene und Misshandelte nicht zu vergessen; aller- dings sollen wir sie nicht bloß besuchen oder für sie beten, sondern uns auch innerlich an ihre Seite stellen. Dabei geht es um mehr als ein kurzes Mit- leid. Es geht um mehr, als ein Gebet herun- terzumurmeln oder im Vorbeigehen ein paar Münzen ins Kollekten-Körbchen zu werfen. „Als wäret ihr mitgefangen“ bedeutet: sich in die Situation der anderen hineinzudenken und ihr Leid ernst zu nehmen. Dadurch entsteht Beziehung, Auf- richtigkeit und das Gefühl, ernst genommen zu wer- den. Denn wir alle leben noch „im irdischen Leib“ – wir sind verletzlich und aufeinander angewiesen. Wie das gelingen kann, wurde mir vor Kurzem bewusst, als ich mich über Facebook mit ei- nem Freund aus den USA ausgetauscht habe. Seit meinem Austauschjahr vor 30 Jah- ren haben wir regelmäßig Kontakt. Er ist Pastor einer Gemeinde in einer der armen Landstri- che der USA. Seit einigen Jahren koordiniert er ein Projekt, mit dem seine Gemeinde zu den Ärmsten der Armen geht. Die Gemeinde versorgt sie mit Lebensmitteln, Dingen des täglichen Bedarfs und Schulmaterialen. Sie begegnen den Menschen auf Augenhöhe, leisten Hilfe und erzählen ihnen von Gott. Christliche Gemeinschaft zeigt sich eben darin, dass wir füreinander einstehen: durch Gebet, durch praktische Hilfe und durch ein offenes Herz für Menschen in Not. Wer so lebt, lässt etwas von Gottes Barmherzigkeit in dieser Welt sichtbar werden. André Poppowitsch, ordinierter Prädikant Wenn Gottes Barmherzigkeit aufblitzt Auf ein Wort 2
M ein Name ist Mascha Schneider, und ich befinde mich derzeit in der Ausbil- dung zur Gemeindepädagogin. Nach mei- ner bisherigen Zeit in den Gemeinden in Oberweimar und der Kreuzkirche Weimar freue ich mich nun sehr darauf, auch im Südkreis und da zunächst in Mellingen und Blankenhain tätig zu sein und mich hier mit meinen Ideen und meiner Freude am Glau- ben einzubringen. Geboren wurde ich in Aachen, aufge- wachsen und zur Schule gegangen bin ich jedoch in Weimar. Nach meinem Schulab- schluss habe ich zunächst eine Ausbildung zur Goldschmiedin in Kaiserslautern ge- macht. Nach dem Ende meiner Ausbildung im Jahr 2013 bin ich wieder in meine Heimat Weimar zurückgekommen. In den letzten beiden Jahren habe ich angefangen, mich zunehmend in der Gemeindearbeit einzu- bringen und finde in dieser Arbeit große Freude und Erfüllung. Besonders am Herzen liegt mir die Arbeit mit Kindern – vor allem in der Christenlehre. Gemeinsam möchten wir entdecken, fragen, spie- len und den Glauben le- bendig wer- den lassen. Dabei ist es mir wich- tig, eine of- fene und f r ö h l i c h e Atmosphäre zu schaffen, in der sich jedes Kind willkom- men und gesehen fühlt. Ich lebe gemeinsam mit meinem Mann und unseren drei Kindern in Umpferstedt und freue mich auf viele Begegnungen, Ge- spräche und gemeinsame Momente in der Gemeinde. Sprechen Sie mich gern an – ich freue mich auf das Kennenlernen! Herzliche Grüße Mascha Schneider Ein neues Gesicht in unseren Gemeinden Mascha Schneider I m April des vergangenen Jahres war der Schriftsteller Wolfgang Haak zur KulturZeit in St. Ursula Taubach zu Gast und las aus seinen Manuskripten. Im selben Jahr sind seine Prosa-Gedichte im Verlag Axel Diel- mann erschienen. „Wortlandschaften 2“ ist sein Band überschrieben. Der Lyriker nimmt uns mit in die Na- turlandschaften unserer Heimat: zu den Pflanzen auf dem Muschelkalk bei Jena: Pfingstrosen, Weißdorn, Salbei … Mit fei- nem Gespür beschreibt Wolfgang Haak Be- obachtungen und Empfindungen, auch mit sinnigem Wortwitz. Zudem nimmt er seine Leser mit auf die Reise in die ewige Stadt. Er sieht den Him- mel über Rom und auch die Schlaglöcher auf den Straßen – ein Balancieren zwischen Ergriffenheit und Kuriosität im Realen. Wer Freude hat an komprimierten Gedanken- spielen, dem sei das Buch empfohlen, zum Beispiel als Urlaubslektüre. Dietlind Steinhöfel Wortlandschaften 2, Prosa-Gedichte, Au- tor: Wolfgang Haak, Verlag: Axel Dielmann, ISBN 978 3 86638 3791, Taschenbuch. 110 Seiten, Preis: 18 Euro Tipp: Wortlandschaften – Prosa-Gedichte 3 Menschen in unserem Pfarrbereich
Festwochenende Lehnstedt vom 5. bis 7. Juni Gesamtprogramm der Kommune Freitag, 5. Juni 16 Uhr: Eröffnung im Festzelt auf dem Dorfplatz mit Kaffee und Kuchen 17 Uhr: Gottesdienst in der Magdalenen- kirche mit Aufführung eines Musicals durch die Kinderkirche 18 Uhr: Historische Ortsführung 20 Uhr: Party mit DJ Lucas Rogge Offene Kirche Freitag, 5. Juni, 16 – 20 Uhr Samstag, 6. Juni, 9 – 20 Uhr Sonntag, 7. Juni, 9 – 20 Uhr Samstag, 6. Juni 10 – 12 Uhr: Ausstellung der Vereine 10 – 18 Uhr: Hüttenzauber 14 Uhr: Historischer Festumzug 21 Uhr: Tanz mit DIN A4 Sonntag, 7. Juni 10 Uhr: Frühschoppen 10 – 18 Uhr: Hüttenzauber 14 – 18 Uhr: Familienfest Festwoche in Umpferstedt vom 26. Juni bis 1. Juli Geplante Aktivitäten der Kirchengemeinde
Offene Kirche: Samstag, 27. Juni, 10 – 12 Uhr und Sonntag, 28. Juni bis Mittwoch, 1. Juli, jeweils 14 – 16 Uhr
Sonntag, 28. Juni 15 Uhr: Kaffee und Kuchen vor der Kirche 16 Uhr: Orgelkonzert Wolf-Andres Lüpke und Anika Nickol
Montag, 29. Juni 16 – 17.45 Uhr: Buntes Kreativprogramm in der und um die Kirche
Mittwoch, 1. Juli 16.30 Uhr: Pflanzung Jubiläumsbaum hinter der Kirche; 17 Uhr: Andacht in der Kirche Lehnstedt und Umpferstedt – Feiern zum 1150sten Jahr Weitere Informationen vor Ort. Kommt und freut euch mit! Unsere Kirchengemeinden laden ein 4
Vom 5. Juli bis 16. August haben wir eine besondere Gottesdienstreihe geplant. An jedem Sonntag treffen wir uns zu einem Gottesdienst 14 Uhr in einem der Orte des Pfarrbereiches, bei schönem Wetter außer- halb der Kirche. Vielleicht auch an einem besonderen Ort wie zum Beispiel in Mellin- gen „An der Malzdarre“. Nach dem Gottes- dienst können Sie noch bei Kaffee und Tee zusammenbleiben. Vielleicht bringt jemand einen Kuchen mit? Die Predigten orientieren sich an den sieben „Ich-bin-Worten“ Jesu aus dem Jo- hannesevangelium. Folgende Termine sind geplant: 5. Juli, 14 Uhr, Taubach
(Predigt „Ich bin das Brot des Lebens …“) 12. Juli, 14 Uhr, Wiegendorf
(Predigt „Ich bin der Weinstock …“) 19. Juli, 14 Uhr, Lehnstedt
(Predigt „Ich bin der gute Hirte …“) 26. Juli, 14 Uhr, Umpferstedt, Plan
(Predigt „Ich bin das Licht der Welt …“) 2. August, 14 Uhr, Mellingen, An der Malzdarre, Am Ilmwehr
(Predigt „Ich bin der Weg und die
Wahrheit und das Leben …“) 09. August, 14 Uhr, Rödigsdorf
(Predigt: „Ich bin die Auferstehung und
das Leben …“) 16. August, 14 Uhr, Schwabsdorf
(Predigt „Ich bin die Tür …“) Lassen Sie sich auch in die anderen Orte zum Gottesdienst einladen. Gemeinsam mit anderen etwas erleben, trägt uns durchs Leben. Wenn Sie bequem sitzen wollen, bringen Sie sich gerne einen Klappstuhl mit. Sommerkirche Am 5. September bietet von 10 bis 14 Uhr unser traditioneller Flohmarkt Begegnun- gen und Raritäten an. An der Pfarrscheune in Mellingen können Sie Kaffee und Kuchen sowie Fleisch vom Rost genießen. Bringen Sie uns gerne Schönes und Altes, welches Sie nicht mehr nutzen, vorbei. Am 4. und 18. August, 18 bis 19 Uhr sind wir an der Pfarrscheune, um Ihre alten Schätze entgegenzunehmen. Wir freuen uns auf Sie! Förderverein Kirche St. Georg zu Mellingen Flohmarkt-Sammlung Am 14. Juni laden wir um 15.30 Uhr alle Inte- ressierten zu einer Vernissage ins Pfarrhaus Mellingen ein. Ausgestellt werden Drucke, die die Kinder der Christenlehre in einem Druckworkshop hergestellt haben. Das The- ma dieser Drucke wird sein: „Europa“. Die Kinder gestalten in einer Drucktechnik, wie sie Europa kennengelernt haben oder sich vorstellen. Kinder-Kunstwerke 5 Unsere Kirchengemeinden laden ein
Sonntag, 14. Juni, 17 Uhr – Gesprächs- konzert Vivaldis 4 Jahreszeiten Leitung Solist Gernot Süßmuth und Thüringer Bachkollegium Freitag, 26. Juni, 19 Uhr – Konzert Abendsingen Frauen- und Männerchor Taubach und Posaunenchor Taubach Sonntag, 28. Juni, 17 Uhr – Vernissage Kunst und Kirche Kunstschaffende der Region Musik: Maria Shuliakovskaia (Sopran) und Veronika Voloshyna (Klavier) Sonntag, 19. Juli, 15 Uhr – Konzert Seltene Perlen barocker Kammermusik Ensemble „con brio“ mit Werken von Riedel, Dömming, Linike & Telemann Samstag, 29. August, 17 Uhr – Konzert Land in Sicht Band „Besser spät als nie“ inkl. kulinarischer Begleitung KulturZeit in Taubach Am Samstag, den 13. Juni, ab 15 Uhr sind wir als Kirche im Mellinger Wohngebiet Am Feininger Ring unterwegs. Der zentrale Spielplatz bietet sich an, um sich kennen- zulernen, miteinander etwas zu gestalten oder einfach nur zu spielen. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen kommt man schnell ins Gespräch. So kön- nen Sie uns als Kirche kennenlernen und Fragen stellen, die Sie schon immer mal stellen wollten. An einem Kickertisch kön- nen Groß und Klein miteinander wetteifern, und eventuell finden wir noch jemanden, der seinen Grill mitbringt und ein paar Würste brät. Kommen Sie einfach mal vor- bei! Wir freuen uns auf Sie. Kirche im Neubaugebiet Frauenkreise Juni 2026 bis August 2026 Mellingen (Do, 14 Uhr) 11. Juni, 09. Juli, 13. August Taubach (Do, 14 Uhr) 18. Juni, 16. Juli, 20. August Lehnstedt (Mi, 14 Uhr) 24. Juni, 29. Juli, 26. August Unsere Kirchengemeinden laden ein 6
Der Kindergottesdienst in Umpferstedt, der alle 5 bis 6 Wochen gefeiert wird, bekommt einen neuen Namen. In Zukunft laden wir zum „Gottesdienst für Groß und Klein“ ein. Bei unserer Vorbereitung wollen wir darauf achten, dass im Gottesdienst alle Generati- onen etwas für sich finden. Natürlich wird es weiterhin ein Gottesdienst sein, wo sich auch Kinder wohlfühlen. Zum nächsten Gottedienst für Groß und Klein wird am 7. Juni, 10.30 Uhr in der Kirche in Umpferstedt eingeladen. Auch der Gottesdienst zum Schuljahres- beginn am 23. August, 15 Uhr in Mellingen wird ein solcher Gottesdienst sein. Wer sich gern mit einbringen möchte, mal bei einem Termin oder generell, wende sich bitte an Doreen Lüpke oder Pfarrerin Eilice Neuland. Kontakte siehe letzte Seite oder auf der Homepage. Für Groß und Klein Herzliche Einladung zur Jungen Gemeinde an alle Jugendlichen von 13 bis 23 Jahre. Wir treffen uns freitags meist vierzehntä- gig von 18.15 bis 21 Uhr im Pfarrhaus Mel- lingen, um miteinander und über Gott zu reden, zu essen, zu spielen und zu singen oder wozu wir sonst so Lu