Ev. Kirchengemeinden Schnellmannshausen und Treffurt veröffentlichen erste Ausgabe ihres neuen Gemeindebriefes in Treffurt und Schnellmannshausen; Posaunenchor feiert 20-jähriges Jubiläum
Titelblatt 1 für die Kirchengemeinden Treffurt und Schnellmannshausen September bis November 2026
Grußwort 2 Sie halten die erste Ausgabe unseres neuen Gemeindebriefes in Händen, der zukünftig einmal im Quartal erscheinen wird. Er soll dazu beitragen, dass Sie wissen, was in unseren Ev. Kirchengemeinden Schnell- mannshausen und Treffurt angeboten wird, was die Gemeindekirchenräte gerade be- schäftigt und auch welche Veranstaltungen in unserem Kirchenkreis und darüber hinaus angeboten werden. In dieser Ausgabe erfahren Sie zudem mehr über den Posaunenchor Treffurt, der in die- sem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Hingewiesen sei auch auf die Kinderseite, auf der es ein Rätsel mit Gewinnspiel gibt. Der Redaktionskreis ist noch überschaubar. Wir freuen uns über weitere Mitstreiterin- nen und Mitstreiter. Ebenso freuen wir uns über jede und jeden, der Lust hat uns beim Austragen der Gemeindebriefe einmal im Quartal zu unterstützen. Jede Straße hilft! Bitte melden Sie sich, wenn Sie uns bei der ein oder anderen Aufgabe unterstützen möchten, bei Sigrid Köth im Büro, gerne können Sie auch eine Nachricht auf dem AB hinterlassen oder Sie schreiben eine E-Mail an pfarramt.treffurt@ekmd.de Wir wünschen Ihnen fröhliches Stöbern und freuen uns Ihnen an der ein oder anderen Stelle in der Gemeinde zu begegnen. Herzliche Grüße und Gottes Segen
Das Redaktionsteam Liebe Schwestern und Brüder in Hattengehau, Schnellmannshausen, Schrapfendorf, Treffurt, Volteroda und Wendehausen, Grußwort Seite 2 Andacht Seite 3 aus dem GKR Treffurt Seite 5 aus dem Kirchenkreis Seite 6 Markustheater in Volkenroda Seite 8 Rückblick auf 1150 Jahre Schnellmannshausen Seite 9 Rückblick Seite 10 20 Jahre Posaunenchor Seite 12 Kinder und Familien Seite 14 Rätselspaß Seite 16 Konfirmanden & Jugend Seite 18 Gruppen & Kreise Seite 20 Gottesdienste Seite 22 Kontakte & Infos Seite 24 Inhaltsverzeichnis
Andacht 3 Freiheit – kaum ein Wort ist so positiv be- setzt. Wir freuen uns über freie Tage, über die Freiheit zu reisen, unsere Meinung zu sagen oder unser Leben selbst zu gestalten. Doch gleichzeitig erleben viele Menschen, dass sie sich trotz aller äußeren Freiheit in- nerlich unfrei fühlen. Da ist die Mutter oder der Vater, die meinen, immer alles perfekt machen zu müssen. Da ist der Berufstätige, der ständig erreichbar ist und das Gefühl hat, nie genug zu leisten. Da ist die ältere Frau, die sich Vorwürfe macht, weil sie nicht mehr so kann wie früher. Da ist der Jugendliche, der ständig vergleicht, ob er den Erwartungen seiner Freunde oder den Bildern in den sozialen Medien entspricht. Viele Menschen tragen eine unsichtbare Last mit sich herum: den Druck, genügen zu müssen. Auch im Glauben kann sich dieser Druck einschleichen. Manche fragen sich: Bin ich ein guter Christ? Bete ich oft genug? Glaube ich stark genug? Engagiere ich mich ausrei- chend in der Gemeinde? Manchmal entsteht der Eindruck, Gott müsse erst mit unserer Leistung zufrieden sein, bevor er uns an- nimmt. Genau gegen dieses Denken schreibt Paulus seinen Brief an die Gemeinden in Galatien. Einige Christen wollten den Glaubenden zu- sätzliche religiöse Vorschriften auferlegen. Paulus widerspricht entschieden. Er erinnert sie daran: Christus hat euch bereits befreit. Gottes Liebe ist kein Lohn für gute Leistun- gen. Sie ist ein Geschenk. Diese Botschaft ist bis heute befreiend. Gott liebt uns nicht, weil wir erfolgreich sind. Er liebt uns nicht mehr, wenn wir viel leisten, und nicht weniger, wenn wir scheitern. Seine Liebe hängt nicht von unserer Tagesform ab. In Jesus Christus hat Gott Ja zu uns gesagt. Das bedeutet allerdings nicht, dass nun al- les gleichgültig wäre. Freiheit im christlichen Sinn heißt nicht: Ich kann tun und lassen, was ich will. Wahre Freiheit bedeutet viel- mehr, nicht länger von Angst, Schuld oder dem Urteil anderer bestimmt zu werden. Wer sich von Gott getragen weiß, muss sich nicht ständig beweisen. Er darf Fehler ein- gestehen, um Vergebung bitten und neu anfangen. Ich denke an einen Mann, der nach vielen Jahren seinen Arbeitsplatz verlor. Lange Zeit hatte er seinen Wert aus seiner beruflichen Liebe Gemeinde,
Andacht 4 Leistung bezogen. Erst nach und nach ent- deckte er, dass sein Leben nicht mit seiner Arbeitsstelle steht oder fällt. Im Glauben fand er die Gewissheit: Ich bin mehr als das, was ich leiste. Ich bin Gottes geliebtes Kind. Diese Erkenntnis nahm ihm nicht alle Sorgen, aber sie gab ihm einen festen Grund unter den Füßen. Oder ich denke an eine Frau, die sich jahre- lang schuldig fühlte, weil sie glaubte, in ihrer Familie vieles falsch gemacht zu haben. Erst als sie Gottes Vergebung wirklich annahm, konnte sie auch sich selbst vergeben und Versöhnung suchen. Die Vergangenheit ließ sich nicht ändern, aber sie musste ihr Leben nicht länger gefangen halten. Solche Freiheit schenkt Christus. Sie macht das Leben nicht sorgenfrei, aber sie macht uns frei, mit unseren Sorgen zu Gott zu kom- men. Sie nimmt uns nicht jede Last ab, aber sie schenkt Schultern, die getragen werden. Sie bewahrt uns nicht vor Fehlern, aber sie bewahrt uns davor, an unseren Fehlern zu zerbrechen. Darum sagt Paulus: „So steht nun fest.“ Bleibt in dieser Freiheit. Lasst euch nicht wie- der einspannen in den Zwang, euch selbst oder Gott etwas beweisen zu müssen. Erin- nert euch immer wieder daran, dass Christus alles getan hat, was zu unserem Heil nötig ist. Diese Freiheit verändert auch unser Mit- einander. Wer selbst aus Gnade lebt, kann gnädiger mit anderen umgehen. Wer weiß, dass Gott Geduld mit ihm hat, wird auch geduldiger mit seinem Ehepartner, seinen Kindern, den Nachbarn oder den Menschen in der Gemeinde. Freiheit wächst dort, wo Liebe größer wird als Angst. So dürfen wir jeden Morgen neu aufstehen mit dem Wissen: Ich muss mir Gottes Liebe heute nicht verdienen. Ich darf aus ihr leben. Und aus dieser Gewissheit heraus kann ich den Menschen begegnen, die Gott mir heute an die Seite stellt. Amen.
Pfn. Stephanie Spranger Der Galaterbrief ist kurz – nur sechs Kapitel – jedoch voller großer Gedan- ken: Es geht um Freiheit, Gnade und die Frage, was unser Leben vor Gott trägt. Paulus macht deutlich: Wir müssen uns Gottes Liebe nicht verdienen. In Chris- tus sind wir frei – frei von Leistungsdruck und frei dazu, aus Liebe zu leben. Nehmen Sie sich doch einmal Zeit, den Galaterbrief ganz zu lesen. Vielleicht entdecken Sie dabei neu, was christliche Freiheit bedeutet und wel- che „Frucht des Geistes“ in unserem Leben wach- sen darf. Also einfach Bibel schnappen und losle- gen oder einfach eine Bibelapp auf das Handy la- den und unterwegs in der Bahn, im Bus oder beim Spaziergang lesen. Viel Freude beim Entdecken!
©pixaby Einladung im Galaterbrief zu stöbern
aus dem GKR Treffurt 5 gemeinsam Glauben leben und die Zukunft gestalten – das ist das Herzstück unserer Arbeit im GKR Treffurt. Nach fast zweiein- halb Jahren ohne Pfarrer freuen wir uns ganz besonders, seit Januar 2026 Frau Spranger als neue Pfarrerin in unserer Gemeinde zu wissen. Gemeinsam mit ihr möchten wir Sie regelmäßig mitnehmen und Ihnen zeigen, welche Themen uns aktuell bewegen. Mo- mentan liegt unser Fokus neben dem Erhalt unserer Gebäude vor allem auf der Gestal- tung unseres lebendigen Gemeindelebens. Einige Vorhaben konnten wir bereits erfolg- reich umsetzen. So freuen wir uns über den neuen Schaukasten, die Gemeindefahrt zur Landesgartenschau und die fachgerecht sa- nierte Außenwand des Querschiffs, durch die unsere Kirche langfristig gesichert ist. Zudem haben wir den Weg unterhalb des Pfarrhauses mit Pollern versehen. Da es sich hierbei um keine öffentliche Straße handelt, möchten wir so das durch PKWs und Trans- porter schon sehr beschädigte Pflaster für die Zukunft erhalten. Parallel dazu steht die Innensanierung des Kirchturms kurz vor der Fertigstellung, womit wir endlich die Voraus- setzungen geschaffen haben, um ein neues, fachgerechtes Archiv einzurichten. Auch am Pfarrhaus laufen nötig gewordene Er- haltungsarbeiten an den Fenstern und der westlichen Außenwand inklusive Dachkas- ten, damit das Haus wetterfest bleibt. Neben diesen Baumaßnahmen begleiten wir die Glasfaserverlegung und stecken mitten in der Haushaltsplanung für das Jahr 2027. Pas- send dazu planen wir in nächster Zeit einen gemeinsamen Arbeitseinsatz rund um unser Pfarrhaus und die Kirche, für den wir uns schon jetzt auf viele helfende Hände freuen – ein genauer Termin wird noch bekannt ge- geben. Ein großer Teil unserer Arbeit fließt natür- lich auch in die Planung von Gottesdiensten, musikalischen Andachten, Auftritten ver- schiedener Chöre und Musikgruppen sowie kommenden Taufen und Trauungen. Ein ganz besonderes Highlight wirft dabei seine Schatten voraus: Am 12. September feiern wir das 20-jährige Jubiläum unseres Posau- nenchores mit einem großen Gemeindefest! Damit dieses Fest ein Erfolg wird, freuen wir uns über Ihre Unterstützung vor Ort sowie über Spenden für das Buffet in Form von Kuchen und Schnittchen. Kirche lebt vom Austausch und Mitmachen. Ihre Ideen, Fragen oder Feedback sind uns jederzeit willkommen. Sprechen Sie uns nach den Gottesdiensten oder im Alltag einfach an!
Herzliche Grüße,
Ihr Gemeindekirchenrat Treffurt Liebe Gemeinde,
aus dem Kirchenkreis 6 Ende Juni wurde die Fusionsvereinbarung für den Kirchkreis „Nordthüringen“ unterzeich- net. Damit wird es ab dem 01. Januar 2027 einen neuen Kirchkreis geben, welcher der mitgliederstärkster Kirchenkreis der Evan- gelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sein wird. Der Zusammenschluss erfolgt aus den Kirchenkreisen Bad Frankenhausen- Sondershausen, Mühlhausen und Südharz, die damit eine Fläche vergleichbar mit der Insel Mallorca bilden. Die 299 Kirchen des neuen Kirchenkreises werden von 81 hauptamtlich Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst – darunter Pfarrer, Gemeindepädagogen und Kirchenmusiker – sowie von rund 2.700 registrierten Eh- renamtlichen mit Leben gefüllt. Zum Team gehören auch 110 ehrenamtliche Lektoren sowie 15 ordinierte Prädikanten. Das Gebiet umfasst eine Gesamtbevölkerung von 326.666 Einwohnern in den Landkreisen Nordhausen, Kyffhäuser, Wartburg, Eichs- feld, Unstrut-Hainich und Mansfeld-Südharz. Damit erstreckt sich der Kirchenkreis über Thüringen und reicht mit dem Ort Bösen- rode auch ein Stück nach Sachsen-Anhalt hinein. Mit einem Bevölkerungsanteil von 17,11 Prozent liegt die evangelische Kirche hier deutlich über dem EKM-Durchschnitt von 13,84 Prozent. Neben der Seelsorge prägt die Kirche das gesellschaftliche Leben vor Ort durch 17 evangelische Kindergärten, 5 Schulen und 17 diakonische Einrichtungen. Der zukünftige Superintendent wird seinen Dienstsitz in Mühlhausen haben. Laut Be- schluss der Kreissynoden übernimmt And- reas Schwarze (Südharz) dieses Amt. Die Verwaltung wird im gemeinsamen Kreis- kirchenamt Nordthüringen gebündelt. Die Leitung unter Amtsleiter Ralf Rüdiger sitzt in Nordhausen. Die Verwaltung ist künftig an den Standorten Mühlhausen und Nordhau- sen erreichbar, zudem ist eine zweijährige Servicestelle in Ebeleben geplant. Ein neuer Flyer sowie eine gemeinsame Webseite wer- den rechtzeitig vor dem Start alle Ansprech- partner übersichtlich zusammenfassen.
Kirchenkreis Mühlhausen, Regina Englert Neuer Kirchenkreis „Nordthüringen“ Unterzeichnung der Fusionsvereinbarung Regina Englert
aus dem Kirchenkreis 7 Vom 16. Januar 2027 bis 30. Juni 2027 findet der nächste Lektorenkurs im Kloster Volken- roda statt. Vielleicht spielen Sie ja schon län- ger mit dem Gedanken sich auf diese Weise in die Gemeinde einzubringen? Denn vorbereitet und geleitet werden kann ein Gottesdienst nicht nur von Pfarrerinnen und Pfarrern, sondern ebenso gut von quali- fizierten Lektorinnen und Lektoren. In die- sem Kurs werden Ehrenamtliche ausgebildet. Sie lernen verschiedene einladende Formen kennen, in denen gemeinsam