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title: "Polizeiliche Kriminalprävention im Land Sachsen-Anhalt Jahresbericht 2025"
sdDatePublished: "2026-09-02T14:27:00Z"
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  - name: "cyber crime"
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  - "Sachsen-Anhalt"
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  - "Germany"
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Polizeiliche Kriminalprävention im Land Sachsen-Anhalt Jahresbericht 2025

Polizeiliche Kriminalprävention
im Land Sachsen-Anhalt

Jahresbericht 2025

2

Impressum:
Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Lübecker Str. 53 - 63
39124 Magdeburg

Stabsbereich 3
Polizeiliche Kriminalprävention
Tel.: 0391 250-2517 bzw. 7972-2517
Fax: 0391 250-1113220 bzw. 7972-3220
praevention.lka@polizei.sachsen-anhalt.de

3
A Polizeiliche Kriminalprävention ...................................................................................... 5
1.
Allgemeines ............................................................................................................. 5
2.
Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) ..... 6
3.
Kriminalpräventive Schwerpunktthemen im Land Sachsen-Anhalt ........................... 7
B Umgesetzte Projekte (unter Verwendung von Medien des ProPK) ................................. 9
1.
Polizei im Fokus der Öffentlichkeit ........................................................................... 9
2.
Gewaltprävention ....................................................................................................10
a) Projekt „Gemeinsam sind wir stark“ ........................................................................10
b) Projekt „Kinderkommissare“ ....................................................................................11
c)
Projekt „Faires Miteinander“ ....................................................................................12
d) Projekt „Gewalt – (K)ein Thema“ .............................................................................12
e) Projekt „Abseits?! - Gewalt an der Schule“..............................................................13
f)
Projekte zum Thema Mobbing ................................................................................14
g) Projekt „Gewaltig daneben“ ....................................................................................15
h) Kampagne „GENUG“ ..............................................................................................15
i)
Projekte „Zivilcourage“ ............................................................................................16
j)
Projekt „Gemeinsam gegen Jugendkriminalität“ ......................................................17
k)
Projekt „Sicherheit am Arbeitsplatz“ ........................................................................18
l)
Bedrohungs-/Amoklagen sowie technische Krisenprävention an Schulen ..............19
3.
Drogenprävention (Aufklärung/Jugendschutz) ........................................................21
a) Themenbezogene Projekte .....................................................................................21
b) Projekt „FreD - Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ ..............22
4.
Politisch motivierte Kriminalität (PMK) -rechts- .......................................................23
a) Projekt „Schritte gegen Tritte“ .................................................................................23
b) Antisemitismus und Verschwörungsmythen ............................................................24
c)
Anlassbezogene Sensibilisierung ...........................................................................25
5.
Mediensicherheit.....................................................................................................26
a) Projekt „Online – aber sicher“ .................................................................................26
b) Projekt „Sicher im Netz“ ..........................................................................................26
c)
Projekt „Klicks-Momente für Internetnutzer“ ............................................................27
6.
Sexuelle Gewalt ......................................................................................................28
a) Projekte gegen sexuelle Gewalt zum Nachteil von Kindern und gegen
Kindesmisshandlung ...............................................................................................28
b) Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von Darstellungen des sexuellen
Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen ...........................................................29
7.
Diebstahl ................................................................................................................31
a) Projekte „Ladendiebstahl/Sicherer Euro“ ................................................................31

4
b) Diebstahlsprävention ..............................................................................................31
8.
Seniorenschutzprogramm .......................................................................................33
9.
Einbruchschutz .......................................................................................................34
a) Maßnahmenkonzept Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) der Landespolizei .........35
10.
Einsatz des Präventionsmobils des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt ..............37
11.
Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung ...............38
12.
Polizeilicher Opferschutz – Häusliche Gewalt .........................................................41

5
A Polizeiliche Kriminalprävention
1. Allgemeines
Die polizeiliche Kriminalprävention ist neben der Strafverfolgung eine Kernaufgabe der
Polizei. Sie dient der Erhöhung der Sicherheit des Einzelnen sowie der Gesellschaft
als Ganzes, wobei sie sich vom Prinzip leiten lässt, dass die vorbeugende
Verhinderung von Straftaten die beste Kriminalitätsbekämpfung ist. So leistet die
polizeiliche Kriminalprävention einen wesentlichen Beitrag.
Als Teil der gesellschaftlichen Kriminalprävention geht es vornehmlich um die
Reduzierung von Tatgelegenheiten durch die Erhöhung des Täteraufwands und -
risikos sowie die Minimierung des Taterfolges und Tatanreizes. Daher muss Prävention
dort ansetzen, wo Kriminalität entsteht oder begünstigt wird.
Der Fokus der polizeilichen Kriminalprävention im Land Sachsen-Anhalt ist deshalb
zum einen auf die Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung über
Erscheinungsformen der Kriminalität, Kriminalitätsgefahren sowie die Weitergabe von
Vorbeugungsempfehlungen und Verhaltenshinweisen gerichtet, denn jeder Bürger
kann aktiv zur eigenen Sicherheit beitragen. Zum anderen ist die Landespolizei in
vielen Ebenen bereits vorab in gestalterische Prozesse, wie die städtebauliche
Planung, Veranstaltungsplanungen und durch die Mitarbeit in Gremien, Ausschüssen,
Arbeitskreisen und Netzwerken in die Ausgestaltung des gesellschaftlichen
Zusammenlebens eingebunden, mit dem Ziel allgemeine Entstehungsbedingungen
von Kriminalität in der Gesellschaft entgegenzuwirken.
Die polizeiliche Kriminalprävention umfasst außerdem den polizeilichen Opferschutz,
der darauf ausgerichtet ist, Tatfolgen zu mindern, eine wiederholte Opferwerdung zu
verhindern und professionelle Hilfe zu vermitteln. Die Polizei setzt bei ihrer
Präventionsarbeit auch auf die Kompetenz erfahrener Kooperationspartner.
Die Zuständigkeiten für die polizeiliche Kriminalprävention im Land Sachsen-Anhalt
sind mit Runderlass des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-
Anhalt (MI LSA vom 20.05.2020, Az. 23.4/23.5-12197) geregelt.

6
2. Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des
Bundes (ProPK)
Das ProPK gewährleistet und gestaltet eine länderübergreifende, einheitliche,
kriminalpräventive
Öffentlichkeitsarbeit.
Mit
diesem
Programm
werden
die
Bevölkerung, Kooperationspartner, mit Präventionsaufgaben befasste Berufsgruppen
und Medienvertreter über Erscheinungsformen der Kriminalität sowie Möglichkeiten zu
deren Verhinderung informiert. Die Bearbeitung von Grundsatzfragen und die
konzeptionelle Sacharbeit erfolgen in Gremien wie der Projektleitung und der
Kommission Polizeiliche Kriminalprävention. In den Gremien sind Mitarbeiter des
Bundes und der Landeskriminalämter (LKÄ) aller 16 Bundesländer vertreten. Für
Sachsen-Anhalt nimmt der Stabsbereich 3 des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalt
(LKA ST) diese Aufgabe wahr.
Die Aktivitäten des ProPK, insbesondere die Erstellung vielfältiger praxisnaher Medien,
werden vom Bund und den Ländern anteilig finanziert. Mittels Bereitstellung
verschiedener Medien und der Erstellung länderübergreifender Präventionskonzepte
wird die präventivpolizeiliche Aufgabenerledigung vor Ort in den Bundesländern von
den
in
den
LKÄ
angegliederten
ProPK-Referenten
und
den
jeweiligen
Präventionsverantwortlichen in den Polizeibehörden unterstützt. Darüber bietet das
ProPK auf den Internetseiten www.polizei-beratung.de sowie www.polizeifuerdich.de
eine
Fülle
fundierter,
delikt-
und
themenspezifischer
Informationen
und
Verhaltenstipps.
Des Weiteren informiert der Stabsbereich 3 des LKA ST als Zentralstelle der
polizeilichen Kriminalprävention die Polizeiinspektionen (PIs) regelmäßig über
Aktualisierungen, Neuerungen und öffentlichkeitswirksame Aktionstage des ProPK mit
entsprechenden
Anwendungshinweisen
für
themenbezogene
ProPK-Medien,
insbesondere zu aktuellen Präventionsschwerpunkten bzw. Kriminalitätsphänomenen.
Zusätzlich werden Präventionskampagnen des ProPK für regional oder landesweit
auftretende
Kriminalitätsphänomene
als
Basismaterial
genutzt
und
durch
landeseigene, darauf abgestimmte Medien zielgruppenorientiert ergänzt.
Außerdem unterstützt der Stabsbereich 3 des LKA ST die Fachhochschule Polizei
(FH Pol) bei der Konzipierung von Präventionslehrgängen sowie bei der Durchführung
von Lehrgängen für landesweit eingesetzte Regionalbereichsbeamte (RBB). Die örtlich
zuständigen
RBB
der
Polizeidienststellen
sind
gemeinsam
mit
anderen
Verantwortungsträgern für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zuständig und
setzen die Medien des ProPK zielgruppenspezifisch ein.

7
3. Kriminalpräventive Schwerpunktthemen im Land Sachsen-Anhalt
Zur
Verstetigung
des
Erfahrungsaustausches
und
der
Abstimmung
von
Präventionsschwerpunkten lud der Stabsbereich 3 des LKA ST im Juni und Dezember
2025 Vertreter des MI ST, der PIs, der FH Pol und der Landesmedienstelle zur
Arbeitsbesprechung polizeiliche Kriminalprävention ein.
Die Schwerpunktsetzung für kriminalpolizeiliche Präventionsprojekte erfolgt auf
Grundlage der Fallzahlentwicklung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und der
langfristigen Beobachtung kriminalitätsspezifischer Entwicklungen sowie daraus
abgeleiteter Prognosen. Da diese Entwicklungen in den PIs unterschiedlich ausfallen,
werden die Schwerpunkte für präventive Maßnahmen von den PIs in Absprache mit
dem LKA ST und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Polizeirevieren (PRev)
festgelegt. Insofern werden in diesem Bericht vorrangig kriminalpräventive Projekte
dargestellt, die lokale oder regionale Ausstrahlung haben. Eine Reihe von Projekten
wurde nach erfolgreicher Durchführung in den zurückliegenden Jahren auch im
Berichtszeitraum fortgesetzt.

Für das Land Sachsen-Anhalt wurden für das Jahr 2025 folgende kriminalpräventive
Schwerpunkte gesetzt:
-
Jugendkriminalität
-
Straftaten zum Nachteil älterer Menschen
-
Gewaltkriminalität

Das Handlungsfeld Einbruchschutz wird als permanenter Schwerpunkt weitergeführt.
Neben Präventionsveranstaltungen zu den gesetzten Schwerpunkten führen die RBB
der PRev auch Veranstaltungen zur Verbesserung des Vertrauensverhältnisses
zwischen Polizei und Bürgern durch, klären allgemein über Recht und Gesetz auf und
unterstützen im Bereich der Nachwuchsförderung. Des Weiteren wirken Mitarbeiter der
PRev
und
PIs
in
präventiven
Ausschüssen,
Gremien,
Netzwerken,
Arbeitsgemeinschaften sowie Arbeitskreisen und in kriminalpräventiven Räten mit.
Die Erfassung der Häufigkeit der Einzelveranstaltungen zu den Projekte