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title: "DWD meldet ungewöhnlich warmer August 2026 in Deutschland; Tornados am 19. in Brandenburg bis Hessen"
sdDatePublished: "2026-09-02T04:10:00Z"
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DWD meldet ungewöhnlich warmer August 2026 in Deutschland; Tornados am 19. in Brandenburg bis Hessen

Deutschlandwetter im August 2026: Ungewöhnlich warm | proplanta.de

02.09.2026 | 01:07 | Wetterrückblick August 2026

Am 19. traten in Brandenburg sowie von Rheinland-Pfalz über Hessen bis Thüringen schwere Gewitter und mehrere Tornados auf. Der letzte meteorologische Sommermonat 2026 fällt in der Summe trotzdem insgesamt ungewöhnlich warm, trocken und sehr sonnenscheinreich aus. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen. Erste Monatshälfte sehr heiß – letzte Monatsdekade mit zeitweise frischen Nächten Das Temperaturmittel für Deutschland erreichte im August 2026 gemäß vorläufiger Datenlage 19,9 Grad Celsius (°C) und liegt damit 3,4 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990 (16,5 °C). Gegenüber der wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (18,0 °C) betrug der Überschuss 1,9 Grad. In der ersten Monatshälfte herrschte vor allem im Süden und Südwesten anhaltende Hitze. Dort wurden verbreitet mehr als zehn heiße Tage mit Höchstwerten von mindestens 30 °C gezählt. Das bundesweit höchste Tagesmaximum meldete Regensburg am 4. mit 39,4 °C. In der zweiten Monatshälfte ließ die markante Wärme nach; die Temperatur näherte sich zeitweise dem jahreszeitlichen Niveau. Dabei ermöglichte trockene Luft vielerorts eine kräftige nächtliche Abkühlung und brachte frische, mitunter bereits frühherbstlich anmutende Nächte. Am 24. sank die Temperatur in Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit 1,0 °C auf das deutschlandweite Monatsminimum. Zweite Augusthälfte niederschlagsreicher – regional mit Unwettern und Tornados Mit rund 62 Litern pro Quadratmeter (l

m²) Niederschlag erreichte der August etwa 81 Prozent des Klimamittels 1961 bis 1990 von 77 l

m² und gut 79 Prozent der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (78 l

m²). Dabei konzentrierte sich der Niederschlag vor allem auf die zweite Monatshälfte. Die höchste Tagesmenge meldete Kamen in Nordrhein-Westfalen mit 65,0 l

m² am 18. des Monats. Am 19. traten mit schweren Gewittern mehrere Tornados auf – in Brandenburg sowie in einem breiten Korridor vom Westerwald über Hessen bis nach Thüringen. Am 28. zog ein kräftiger Gewitterkomplex über das südliche Baden-Württemberg. Vom Hochrhein über die Bodenseeregion bis nach Oberschwaben verursachten bis zu fünf Zentimeter große Hagelkörner und orkanartige Böen erhebliche Schäden. In Friedrichshafen wurde eine Spitzenböe von 114 Kilometer pro Stunde (km

h) gemessen. Die höchsten Niederschlagssummen des Monats fielen am Alpenrand mit teils rund 180 l

m². Deutlich trockener blieb es in Teilen Nordostdeutschlands mit Monatsmengen unter 20 l

m². Ungewöhnlich sonniger August mit Schwerpunkt vor allem im Süden Mit rund 252 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer ihr Klimamittel von 200 Stunden um 26 Prozent. Gegenüber der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 (212 Stunden) betrug das Plus gut 19 Prozent. Besonders in Teilen Süddeutschlands, gebietsweise aber auch in Sachsen schien die Sonne örtlich länger als 280 Stunden. Das Wetter in den Bundesländern im August 2026(In Klammern finden Sie die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990. Der Vergleich aktueller mit diesen vieljährigen Werten ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.) Baden-Württemberg: Der Südwesten erlebte einen außergewöhnlich warmen August. Mit voraussichtlich 21,7 °C liegt die Temperatur 5,3 Grad über dem Klimamittel von 16,4 °C. Damit würde sich der August 2026 gemeinsam mit 2003 als wärmster seit Messbeginn 1881 einordnen. Verbreitet wurden um 14 heiße Tage mit Höchstwerten von mindestens 30 °C gezählt. Rheinfelden markierte mit zwanzig heißen Tagen die landesweite Spitze; dort wurden am 14. sogar nochmal 39,0 °C gemessen. Mit rund 60 l

m² erreichte der Niederschlag nur gut 64 Prozent des klimatologischen Solls von 94 l

m². Am 28. richteten Starkregen, Hagel und orkanartige Böen vor allem in der Bodenseeregion erhebliche Schäden an. Allein in Singen-Bohlingen wurden nach jüngster Bilanz rund 190 Häuser beschädigt. In Friedrichshafen wurde eine Spitzenböe von über 114 km

h gemessen. Gleichzeitig zeigte sich die Augustsonne in der Fläche etwa 261 Stunden und damit rund 27 Prozent länger als im Klimamittel von 206 Stunden. Bayern: Auch Bayern bilanzierte einen außergewöhnlich warmen August. Das Temperaturmittel von voraussichtlich 20,7 °C übertraf das Klimamittel von 16,0 °C um 4,7 Grad. Damit steuert der Freistaat auf den zweitwärmsten August seit Beginn der Messreihe im Jahr 1881 zu; lediglich 2003 war mit 21,2 °C noch wärmer. Im Flächenmittel wurden etwa elf heiße Tage erreicht. Regensburg meldete am 4. mit 39,4 °C zugleich das höchste Tagesmaximum Deutschlands. Der Niederschlag blieb mit rund 78 l

m² bei etwa drei Viertel des Klimasolls von 101 l

m². Demgegenüber erreichte die Sonnenscheindauer etwa 264 Stunden und damit rund 131 Prozent des Solls von 202 Stunden. Berlin: Die Bundeshauptstadt erlebte mit voraussichtlich 19,8 °C und einem Plus von 2,0 Grad gegenüber dem Klimamittel (17,8 °C) einen warmen letzten meteorologischen Sommermonat. Am 15. setzte der August nochmal ein thermisches Ausrufezeichen: In Berlin-Tempelhof stieg die Temperatur auf 36,7 °C. Insgesamt wurden dort sieben heiße Tage mit Höchstwerten von mindestens 30 °C gezählt. Zu Beginn der letzten Monatsdekade durchschritt Berlin ein Temperaturtal, bevor die Temperaturen zum Monatsende wieder anzogen. Mit rund 37 l

m² erreichte der Niederschlag lediglich 63 Prozent des Augustsolls von 59 l

m². Gleichzeitig zeigte sich die Sonne etwa 253 Stunden und damit 18 Prozent länger als im Klimamittel von 214 Stunden. Brandenburg: Brandenburg präsentierte sich im August mit einer voraussichtlichen Temperatur von 19,5 °C 2,1 Grad wärmer als im Mittel (17,4 °C). Am 15. wurde es noch einmal heiß: Baruth meldete 37,3 °C. Im Landesmittel wurden rund sechs heiße Tage gezählt. Zu Beginn der letzten Monatsdekade folgte eine markante Abkühlung, bevor sich zum Monatsende wieder deutlich wärmere Luft durchsetzte. Mit etwa 40 l

m² erreichte der Niederschlag lediglich 68 Prozent des klimatologischen Solls von 59 l

m². Die Sonnenscheindauer summierte sich voraussichtlich auf rund 252 Stunden und übertraf ihr Klimamittel von 213 Stunden damit um 18 Prozent. Am 19. bildete sich ein Tornado in Fürstenwalde

Spree. Nach der ersten schadensbasierten Bewertung erreichte er mindestens die Stärke IF1, was Windgeschwindigkeiten um 150 km

h entsprechen würde. Bremen: Bremen erreichte im August 18,9 °C (16,7 °C) und damit einen Überschuss von 2,2 Grad. Mehrere Wärmeschübe wurden von kurzen Phasen unterbrochen, in denen sich die Werte dem jahreszeitlichen Niveau näherten. Am 14. gipfelte die Hitze bei 36,7 °C. Mit voraussichtlich rund 51 l

m² fielen gut 72 Prozent des üblichen Augustniederschlags (71 l

m²). Rund 227 Sonnenstunden übertrafen das Klimamittel von 193 Stunden um gut 18 Prozent. Hamburg: In Hamburg lag die Monatsmitteltemperatur bei 18,7 °C (16,8 °C) und damit 1,9 Grad über dem Klimamittel. Hochsommerliche Schübe ließen die Temperaturen wiederholt kräftig ansteigen, dazwischen näherte sich die Witterung zeitweise dem Normalniveau. Den thermischen Höhepunkt meldete Hamburg-Neuwiedenthal am 14. mit 36,4 °C. Danach verlor der Hochsommer deutlich an Kraft. Rund 51 l

m² entsprachen 72 Prozent des Solls (71 l

m²), während 230 Sonnenstunden das Klimamittel von 201 Stunden um gut 14 Prozent übertrafen. Hessen: Für Hessen bilanzierte der DWD einen außergewöhnlich warmen August. Die Mitteltemperatur erreichte voraussichtlich 20,3 °C und übertraf das Klimamittel von 16,4 °C um 3,9 Grad. Damit zeichnete sich der drittwärmste August seit Messbeginn 1881 ab. Im Flächenmittel wurden rund zehn heiße Tage gezählt, in Schaafheim-Schlierbach waren es sogar 15. Den thermischen Höhepunkt markierte der 15. mit 38,9 °C in Michelstadt. Vier Tage später sorgten heftige Gewitter für mehrere Tornados in Mittel- und Osthessen. Die Tornadoliste Deutschland führt für diesen Abend sechs bestätigte Tornados. Zu Beginn der letzten Monatsdekade stürzten die nächtlichen Temperaturen vielerorts in den einstelligen Bereich. Mit rund 50 l

m² erreichte der Niederschlag lediglich 71 Prozent des Solls von 70 l

m². Die Sonnenscheindauer summierte sich auf etwa 254 Stunden und übertraf ihr Mittel von 190 Stunden um 34 Prozent. Damit gehörte der Monat voraussichtlich zu den fünf sonnigsten Augustmonaten seit 1951. Mecklenburg-Vorpommern: Das nordöstlichste Bundesland verzeichnete im August 2026 ein Monatsmittel von 18,4 °C (16,6 °C). Mehrere Wärmeschübe ließen den Hochsommer wiederholt bis nach Mecklenburg-Vorpommern vorstoßen, dazwischen gingen die Temperaturen aber auch spürbar zurück. Der heißeste Tag wurde am 15. in Anklam mit einer Höchsttemperatur von 35,3 °C registriert. Mit rund 47 l

m² erreichte der Niederschlag in der Fläche gut 80 Prozent des Solls von 59 l

m². Die Sonne schien etwa 249 Stunden und damit knapp 15 Prozent länger als im Mittel von 217 Stunden. Niedersachsen: In Niedersachsen erreichte die Mitteltemperatur voraussichtlich 18,7 °C und liegt damit 2,2 Grad über dem Klimamittel von 16,5 °C. Vor allem in der ersten Monatshälfte nahm der Hochsommer dreimal kräftig Anlauf. Seinen stärksten Vorstoß unternahm er am 14., als in Großenkneten-Ahlhorn und Groß Berßen jeweils 37,1 °C gemeldet wurden. An den Stationen Bad Harzburg und Seesen wurden im Monatsverlauf jeweils neun heiße Tage registriert. Mit rund 46 l

m² erreichte der Niederschlag lediglich 66 Prozent des Solls von 70 l

m². Die Sonnenscheindauer summierte sich auf etwa 229 Stunden und übertraf ihr Klimamittel von 192 Stunden um 19 Prozent. Nordrhein-Westfalen: In NRW lag die Mitteltemperatur bei 19,4 °C und damit um 2,8 Grad über dem Klimamittel von 16,6 °C. Vor der Monatsmitte nahm der Hochsommer phasenweise noch einmal kräftig Fahrt auf und erreichte am 14. mit 37,6 °C in Köln-Wahn seinen Gipfel. In Köln-Wahn und Weilerswist-Lommersum wurden jeweils zwölf heiße Tage gezählt. Zu Beginn der letzten Monatsdekade ging die Temperaturkurve dagegen auf Talfahrt; in den Nächten sanken die Werte örtlich in den einstelligen Bereich. Mit rund 67 l

m² erreichte der Niederschlag etwa 92 Prozent des Solls von 73 l

m². Die bundesweit höchste Tagesmenge meldete Kamen am 18. mit 65,0 l

m². Die Sonne schien landesweit etwa 231 Stunden und damit gut ein Viertel länger als im Mittel von 183 Stunden. Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz erlebte einen außergewöhnlich warmen August 2026. Die Gebietsmitteltemperatur erreichte voraussichtlich 20,6 °C und liegt damit 4,0 Grad über dem Klimamittel von 16,6 °C. Damit gehörte der Monat zu den vier wärmsten Augustmonaten seit Messbeginn 1881. Der Hochsommer setzte nochmals zwei kräftige Spitzen: Am 3. meldete Trier-Petrisberg 38,5 °C, am 14. folgte Trier-Zewen mit 38,3 °C. Im Flächenmittel wurden rund elf heiße Tage erreicht, in Trier-Zewen waren es sogar 16. Zu Beginn der letzten Monatsdekade konterte die Witterung die vorangegangene Hitze mit nächtlichen Tiefstwerten im einstelligen Bereich. Mit rund 52 l

m² erreichte der Niederschlag lediglich 74 Prozent des Solls von 70 l

m². Am 19. wüteten zwei bestätigte Tornados im Westerwaldkreis. In Höhr-Grenzhausen, Staudt sowie im Bereich Bannberscheid, Moschheim und Boden gab es erhebliche Schäden. Die Sonne schien in der Fläche etwa 252 Stunden und damit gut 31 Prozent länger als im Mittel von 193 Stunden. Damit gehörte der Monat zu den zehn sonnigsten Augustmonaten seit 1951. Saarland: Das Saarland reihte sich im August 2026 in die Spitzengruppe der wärmsten Bundesländer ein. Die Mitteltemperatur lag voraussichtlich bei außergewöhnlichen 21,4 °C und damit 4,5 Grad über dem Klimamittel von 16,9 °C. Damit zeichnete sich der drittwärmste August seit Messbeginn 1881 ab. Im Flächenmittel wurden 14 heiße Tage gezählt. Ganz im Zeichen der Hitze stand der 14., an dem Neunkirchen-Wellesweiler 38,8 °C meldete. Zu Beginn de