---
title: "Kulturministerium des Saarlandes setzt Empfehlungen des Rechnungshofs zur Festivalförderung um, vereinheitlicht Förderverfahren und Kriterien und schafft transparente Prüfpfade; Einheitliche Zuwendungsverfahren ab 2026 umgesetzt"
sdDatePublished: "2026-09-02T11:25:00Z"
source: "https://www.saarland.de/mbk/DE/aktuelles/medieninformationen/2026/08/260902-pm-festivalfoerderung"
topics:
  - name: "culture"
    identifier: "medtop:20000038"
  - name: "government budget"
    identifier: "medtop:20000607"
  - name: "public inquiry"
    identifier: "medtop:20001262"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
  - name: "regional authority"
    identifier: "medtop:20000618"
locations:
  - "Saarland"
---


Kulturministerium des Saarlandes setzt Empfehlungen des Rechnungshofs zur Festivalförderung um, vereinheitlicht Förderverfahren und Kriterien und schafft transparente Prüfpfade; Einheitliche Zuwendungsverfahren ab 2026 umgesetzt

Medieninformationen - Festivalförderung transparenter und verbindlicher: Kulturministerium setzt Empfehlungen des Rechnungshofs um - saarland.de

Medieninfo vom: PressRelease vom 02.09.2026

Festivalförderung transparenter und verbindlicher: Kulturministerium setzt Empfehlungen des Rechnungshofs um

Das Ministerium für Bildung und Kultur hat die Förderung von Kulturfestivals im Saarland in zentralen Punkten weiterentwickelt und setzt damit Empfehlungen des Rechnungshofs um.

Förderverfahren wurden vereinheitlicht und professionalisiert, Prüfschritte verbindlicher ausgestaltet und konkrete Kriterien für die Festivalförderung entwickelt. Parallel arbeitet das Ministerium an einer übergeordneten Förderstrategie und Förderrichtlinien.

Der Rechnungshof des Saarlandes hatte bei seiner Prüfung der Festivalförderung für die Jahre 2017 bis 2023 Verbesserungsbedarf bei einzelnen Fördervorgängen sowie bei übergreifenden Verfahren und Abläufen festgestellt. Das Ministerium hat die Empfehlungen aufgegriffen, konkrete Konsequenzen für die Förderpraxis gezogen und bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt.

Kulturministerin Christine Streichert-Clivot: „Wer öffentliche Mittel vergibt, trägt Verantwortung – gegenüber den Kulturschaffenden und ebenso gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. Wir haben Verfahren vereinheitlicht, Prüfschritte verbindlicher gemacht und klare Kriterien für die Festivalförderung geschaffen. Gleichzeitig entwickeln wir die Förderung strategisch weiter. Unser Ziel ist eine Kulturförderung, die transparent, nachvollziehbar und verlässlich ist und zugleich den Freiraum erhält, den Kunst und Kultur brauchen.“

Bereits seit Januar 2026 wird innerhalb der Kulturabteilung ein einheitliches Zuwendungsverfahren zur Projektförderung angewandt. Dazu gehören ein standardisierter Zuwendungsantrag, eine Checkliste für die Antragsprüfung und ein dokumentierter Prüfvermerk sowie einheitliche Unterlagen für Verwendungsnachweise und deren Prüfung. Auch für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn wurden zusätzliche Vorgaben und Prüfkriterien entwickelt.

Klare Kriterien für die Festivalförderung

Für die Festivalförderung hat das Kulturministerium darüber hinaus einen konkreten Kriterienkatalog entwickelt, der bereits bei Förderentscheidungen angewendet wird. Bewertet werden unter anderem innovative und experimentelle Formate, Angebote für junge Kulturschaffende, die Erschließung neuer Zielgruppen, niedrigschwellige Zugänge sowie soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Damit werden die kulturpolitischen Ziele, die mit einer Förderung verbunden sind, klarer und Förderentscheidungen besser nachvollziehbar.

Nächster Schritt: Förderstrategie und Förderrichtlinien

Die Förderziele werden weiter konkretisiert und geeignete Verfahren entwickelt werden, mit denen künftig auch nachvollzogen werden kann, inwieweit diese Ziele erreicht wurden.

Dabei soll die Erfolgskontrolle den Besonderheiten kultureller Förderung Rechnung tragen. Neben quantitativen Größen sollen deshalb auch qualitative Aspekte berücksichtigt werden. Denn der kulturpolitische Wert eines Festivals bemisst sich nicht allein an Besucherzahlen oder Einnahmen, sondern beispielsweise auch daran, ob neue künstlerische Formate erprobt, neue Zielgruppen erreicht, kulturelle Teilhabe gestärkt oder Impulse für die Kulturszene gesetzt werden. Bereits in seiner Stellungnahme gegenüber dem Rechnungshof hatte das Ministerium darauf hingewiesen, dass gerade innovative und experimentelle Kulturformate nicht allein anhand standardisierter quantitativer Indikatoren bewertet werden können.

Die neuen Förderkriterien sollen zu Beginn des kommenden Haushaltsjahres auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse der Evaluation sollen in Vereinbarungen mit den Zuwendungsempfängern oder in eine Förderrichtlinie münden.

Ziel bleibt eine Festivalförderung, die nachvollziehbar und verlässlich ist und zugleich die kulturpolitischen Ziele des Saarlandes stärkt – von kultureller Vielfalt und Innovation über Teilhabe bis zur Rolle des Saarlandes als europäische Grenzregion.

Über den aktuellen Stand der Umsetzung wird das Ministerium auch im Ausschuss für Bildung, Kultur und Medien des Saarländischen Landtags berichten.

Trierer Straße 33 66111 Saarbrücken

Ministerium für Bildung und Kultur