Bundeskabinett beschließt staatlichen Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten für die Jahre 2027 bis 2029 in Deutschland; 15% Kürzung treibt Strompreise nach oben.
Kürzung des Übertragungsnetzentgeltzuschusses konterkariert Bemühungen um dauerhaft niedrigere Strompreise
Kürzung des Übertragungsnetzentgeltzuschusses konterkariert Bemühungen um dauerhaft niedrigere Strompreise
Sebastian Bolay, DIHK-Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie, zum Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten
Das Bundeskabinett hat am 2. September den staatlichen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Hierzu erklärt Sebastian Bolay, DIHK-Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie:
02.09.2026 - „Die geplante Kürzung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzentgelten würde die Bemühungen um dauerhaft niedrigere Strompreise erheblich konterkarieren. Netzentgelte machen mittlerweile bis zu 30 Prozent der Stromkosten der Unternehmen aus und sind damit zu einem wesentlichen Belastungsfaktor geworden. Sollte der staatliche Zuschuss von aktuell 6,5 Milliarden Euro tatsächlich wie vorgesehen um 15 Prozent verringert werden, hätte das steigende Stromkosten für Betriebe und private Verbraucher gleichermaßen zur Folge. Besonders betroffen wären die Unternehmen, für die die politisch angekündigte Stromsteuersenkung nicht umgesetzt wurde und die nun mit weiteren finanziellen Belastungen rechnen müssten.
Unternehmen benötigen Planungssicherheit und bezahlbare Energie, um Investitionen anzustoßen und Wachstum zu ermöglichen. Statt die Unterstützung bei den Netzentgelten zurückzufahren, sollte die Bundesregierung weitere energiewirtschaftliche Umlagen aus dem Bundeshaushalt finanzieren und so die Stromkosten langfristig senken.“
Pressesprecherin Energie, Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit
Das könnte Sie auch interessieren
“Bei den Stromkosten nicht den Rückwärtsgang einlegen”
Sebastian Bolay, DIHK-Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie, zum Entwurf eines Gesetzes über einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten