ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp ruft in Sachsen-Anhalt gegen die AfD zur Stimmabgabe auf; AfD nicht in Landesregierung bringen

ZdK-Präsidentin: Bei Wahl in Sachsen-Anhalt gegen AfD stimmen | katholisch.de

“Es kommt am Sonntag auf jeden und jede Einzelne an”

ZdK-Präsidentin: Bei Wahl in Sachsen-Anhalt gegen AfD stimmen

VERÖFFENTLICHT AM 03.09.2026 UM 13:15 UHR – LESEDAUER: 1 MINUTE

BERLIN - Für die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken zählt bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jede Stimme gegen die AfD. Sie sagt deutlich, warum die Partei mit dem Christentum nicht vereinbar sei.

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp , hat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag eindringlich vor Stimmen für die AfD gewarnt. “Eine gesichert rechtsextreme Partei darf auf keinen Fall die Landesregierung bilden oder Teil davon sein. Alle demokratischen Kräfte müssen das ihre tun, um einen solch radikalen politischen Umbruch in Deutschland zu verhindern”, teilte sie am Donnerstag in Berlin mit.

Sie appelliert an alle Menschen in Sachsen-Anhalt, sich für demokratische Parteien zu entscheiden: “Es kommt am Sonntag auf jeden und jede Einzelne an”, so Stetter-Karp. Stimmen, die dafür plädieren, der AfD in Regierungsverantwortung beim Scheitern zuzuschauen und auf bessere Zeiten zu hoffen, widerspricht sie: “Wer das Programm der AfD in Sachsen-Anhalt aufmerksam liest, findet darin klare Zeichen. Sie ist eine Gegnerin der liberalen Demokratie und strebt einen schnellen und deutlichen Umbau des Bundeslandes an.”

Die Verantwortung für angebliche Missstände in Sachsen-Anhalt schiebe die AfD den anderen Parteien zu und stilisiere sich selbst zur Erlöserin, sagte die ZdK-Präsidentin. Diese Erlösung aber sei ein vergiftetes Angebot: “Wer eine völkisch-nationale Vorstellung von ‘Bevölkerung’ hat, denkt weite Teile der deutschen Bevölkerung gar nicht mehr mit, möchte sie loswerden.” Diese Haltung sei mit einem christlichen Verständnis des Zusammenlebens und der Soziallehre unvereinbar. “Mit allen Kräften müssen wir uns jetzt gemeinsam für Menschlichkeit und für die Menschenwürde aller stark machen. Christsein und Demokratie gehören zusammen.” (KNA)

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