NRW-Landesministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz veranstaltet dritten Agrarforschungstag NRW an der Universität Bonn; NRW-Agrar feiert 20-jähriges Bestehen
Für Ernährungssicherheit und zukunftsfähige Landwirtschaft: Land vernetzt Wissenschaft und Praxis - Landwirtschaftsministerium
Für Ernährungssicherheit und zukunftsfähige Landwirtschaft: Land vernetzt Wissenschaft und Praxis
20 Jahre Forschungsnetzwerk NRW-Agrar: Volles Haus beim dritten Agrarforschungstag NRW
Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW teilt mit:
Die Landwirtschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen: Sie muss zuverlässig Lebensmittel produzieren, zugleich Klima und Biodiversität schützen und sich im Klimawandel anpassen. Wie ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können, zeigt die Agrarforschung. Ob Klimaanpassungen oder digital gestützte Präzisionslandwirtschaft, die Wissenschaft forscht an innovativen Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Beim dritten Agrarforschungstag NRW des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen sind Wissenschaft, Praxis und Politik zusammengekommen, um von neuen Erkenntnissen zu profitieren und Ideen weiterzuentwickeln.
„Die Herausforderungen für unsere Landwirtschaft sind groß – umso wichtiger ist es, Wissen zu bündeln und gemeinsam nach vorne zu denken“, so Ministerin Silke Gorißen, die die Veranstaltung an der Universität Bonn mit einem Grußwort eröffnete. „Forschung darf nicht im Labor bleiben: Sie muss auf den Betrieben ankommen und dort einen konkreten Unterschied machen. Nordrhein-Westfalen setzt auf eine Landwirtschaft, die produktiv bleibt und gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels weiter stärkt. Das ist eine wichtige Voraussetzung für Ertragssicherheit, Versorgungssicherheit und eine zukunftsfähige Landwirtschaft in unserem Land.“
Der Agrarforschungstag stand in diesem Jahr unter dem Thema „Die Bedeutung der Agrarforschung für Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft“. Den Einführungsvortrag hielt Prof. Dr. Matin Qaim vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) an der Universität Bonn.
Gleichzeitig feierte das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 vernetzt das Land darin Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, anwendungsorientierter Forschung, landwirtschaftlicher Praxis und Politik. Der regelmäßige Austausch im Forschungsnetzwerk schafft die Grundlage dafür, Forschung stärker an den Herausforderungen der Praxis auszurichten und neue Lösungsansätze gemeinsam voranzubringen. Wie breit aufgestellt die Agrarforschung in Nordrhein-Westfalen ist, zeigte die umfangreiche Poster-Ausstellung. Insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs erhielt dabei eine Bühne. In kurzen „Elevator Pitches“ stellten junge Forscherinnen und Forscher ihre Projekte vor und kamen anschließend mit Vertreterinnen und Vertretern aus Forschung, Politik und Praxis ins Gespräch. Dr. Martin Berges, Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, prämierte die Sieger des Posterwettbewerbes für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.
Vier Arbeitsgruppen widmeten sich am Nachmittag zentralen Zukunftsthemen: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Land- und Ernährungswirtschaft, agrarökologische Forschung, Bioökonomie sowie Versorgungssicherheit und Lebensmittelproduktion unter den aktuellen Wettbewerbsbedingungen.
Mit dem Forschungsnetzwerk NRW-Agrar und dem Agrarforschungstag stärkt das Land den Dialog über Fachgrenzen hinweg und schafft Raum für neue Impulse. Nach 20 Jahren Vernetzung gilt dabei mehr denn je: Die Zukunft der Landwirtschaft braucht gute Ideen – und Menschen, die sie gemeinsam umsetzen.
Pressekontakt: leonie.molls@mlv.nrw.de , Tel: 0211-3843-1046