MeteoSchweiz erfasst Temperatur August 2026 Schweiz; 20 Messstationen melden Rekordwärme

Wetter in der Schweiz im August 2026 - Sehr heiß und sonnig | proplanta.de

03.09.2026 | 12:58 | Wetterrückblick August 2026

MonatsbilanzTemperaturVergleich zur Referenzperiode 1991-2020 Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im August 2026 betrug 17.8 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +3.5 °C. Bei diesen Angaben wurde die Prognose bis zum Monatsende berücksichtigt. Die Temperatur im August 2026 lag schweizweit über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen +2.1 °C und +4.6 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +3.0 °C bis +4.1 °C aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Mittelwerten über die bisherigen Tage im August und können sich bis zum Monatsende noch leicht ändern. Die höchsten positiven Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichneten die Regionen Mittelland, Jura und Nord- und Mittelbünden. Beispiele für Messstandorte sind Fahy und Rünenberg. Die kleinsten positiven Abweichungen stammten aus den Regionen Wallis, Alpensüdseite und Engadin (z.B. die Stationen Buffalora und Sta. Maria, Val Müstair). In tieferen Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den höhergelegenen Gebieten der Schweiz. Entwicklung seit Messbeginn 1864 Die landesweite Monatsmitteltemperatur im August 2026 belegte bis kurz vor Monatsende den 2. Rang seit Messbeginn 1864. Der bisher wärmste August stammt aus dem Jahr 2003. Der damalige August erreichte eine Monatsmitteltemperatur von 17.9 °C, bei einer Abweichung von +3.5 °C zur Referenzperiode 1991-2020. Die Monatsmitteltemperatur im August 2026 erreichte an 20 Messstationen mit Daten seit über 90 Jahren den 1. Rang der wärmsten Augustmonate. Das sind vorläufige Rekordwerte. Die Messwerte, die Ränge und die Anzahl der Stationen mit Rekorden können bis zum Monatsende noch ändern. Der globale Klimawandel betrifft auch die Schweiz. Die Temperatur steigt seit der vorindustriellen Zeit in allen Jahreszeiten an. Auch im August ist der Temperaturanstieg seit der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 signifikant. Die Monatsmitteltemperatur im August ist in den letzten gut 140 Jahren um 3.8 °C (2.8 bis 4.8 °C) gestiegen. Mit der Monatsdurchschnittstemperatur von aktuell 17.8 °C liegt der August 2026 über dem jährlichen Schwankungsbereich des aktuellen Klimas. Der Monat war damit für das aktuelle Klima aussergewöhnlich warm. NiederschlagAn den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 43 % und 179 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 60 % bis 110 % aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Werten über die bisherigen Tage im August und können sich bis zum Monatsende noch ändern. Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Region Alpensüdseite. Beispiele für Messstandorte mit vergleichweise grossen Niederschlagssummen sind Lugano und Piotta. Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus der Region Nord- und Mittelbünden (z.B. die Stationen Arosa und Chur). Die Monatssumme des Niederschlags im August 2026 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 130 Jahren den 5. Rang der niederschlagsärmsten Augustmonate: Flühli, LU 83.0 mm (Rekord: 29.0 mm, 1991). Das ist ein vorläufiger Rekordwert. Der Messwert, der Rang und die Anzahl der Stationen mit Rekorden kann bis zum Monatsende noch ändern. SonnenscheindauerDie monatliche Sonnenscheindauer im August 2026 lag verbreitet über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 88 % und 135 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 100 % bis 120 % aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Werten über die bisherigen Tage im August und können sich bis zum Monatsende noch ändern. Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielten die Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang. Beispiele für Messstandorte mit mehr Sonnenschein sind Le Moléson und Napf. Die geringste Sonnenscheindauer im Vergleich zur Referenz verzeichneten die Regionen Wallis und Alpensüdseite (z.B. die Stationen Piotta und S. Bernardino). Die monatliche Sonnenscheindauer im August 2026 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 120 Jahren den 10. Rang der sonnigsten Augustmonate: Luzern 253.3 h (Rekord: 333.2 h, 1911). Das ist ein vorläufiger Rekordwert. Der Messwert, der Rang und die Anzahl der Stationen mit Rekorden kann bis zum Monatsende noch ändern. WetterereignisseHitze und Trockenheit dominieren auch die erste AugusthälfteNach den heissen Vormonaten reihte sich auch in den ersten gut 20 Tagen des Augusts ein Hitzetag an den nächsten. In Basel

Binningen oder auch am Messstandort Genève

Cointrin dauerte die Periode mit Hitzetagen in Folge ohne Unterbruch vom 28. Juli bis am 16. August. In Locarno

Monti begann die Hitze am 17. Juni und wurde bis am 19. August nur an Einzeltagen unterbrochen. Von den ersten 80 Tagen des gesamten Sommers waren in Locarno

Monti 61 Hitzetage zu verzeichnen (77% aller Tage) und 48 Tropennächte (60%). Auch die Niederschlagsarmut setzte sich fort, so dass sich die Trockenheit aufrechterhalten blieb. Die gelegentlichen regionalen Schauer und Gewitter konnten die Situation bis Mitte August nicht entspannen. Wieder bis 38 Grad - Neue Augustrekorde und extreme TemperaturamplitudenAm Freitag, dem 14. August stiegen die Tagesmaxima abermals auf 35-38 °C. Dabei wurden einige Temperaturrekorde für den Monat August gebrochen. Die höchsten Temperaturen wurden auf der Alpennordseite in Basel

Binningen und in Gösgen mit jeweils 38,1 °C gemessen. In Neuchâtel wurde mit 37,0 °C ein neuer Augustrekord aufgestellt (bisher 36,7 °C). Mit Wynau, Fahy und Koppigen stellten weitere Stationen in der Nordwestschweiz einen neuen Temperaturrekord für August auf. Am 14. August waren auch die Temperaturamplituden aussergewöhnlich. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht von rund 22-23 °C, wie sie sonst eher im Frühling zu beobachten sind, wurden an einigen Mittelland-Messstationen verzeichnet. Kaltfront bringt einen WetterwechselAb dem 15. August floss zunehmend feuchte Luft aus Westen zur Schweiz. Dies äusserte sich zuerst mit lokalen Schauern oder Gewittern. Am 17. August erreichte eine Kaltfront die Schweiz und sorgte seit langer Zeit wieder einmal für flächigen Niederschlag in weiten Teilen des Landes. Zuletzt verbreitet grössere Niederschlagsmengen gab es einen Monat früher, nämlich zwischen dem 15. und 17. Juli. Mit der Kaltfront sanken die Temperaturen von weit über 30 °C in den tiefen Lagen am 14. August auf Werte zwischen 20 und 25 °C am 17. August. Obschon es am 18. und besonders am 19. August noch einmal heiss wurde, kann man sagen, dass die Kaltfront einen Wetterwechsel mit wechselhaften Bedingungen einläutete. Vegetation und PollenVegetationsentwicklung im August - Fortsetzung von Trockenstress und rekordfrüher FruchtreifeIm August 2026 kam es zu zwei weiteren Rekorden in der Vegetationsentwicklung, die wie schon im Vormonat auf die anhaltende Hitze und Trockenheit zurückzuführen sind: Die Fruchtreife der Vogelbeere und des Schwarzen Holunders war schweizweit 15 bzw. 19 Tage früher als im langjährigen Mittel. Zudem gab es Beobachtungen einer extrem frühen Blattverfärbung bei Laubbäumen. Wetterrückblick> Zum Wetterrückblick für die SchweizWetteraussichten> Zur aktuellen Profi-Wetterprognose für die Schweiz> Météo Professionnel> Meteo Professionale