GeoSphere Austria misst extrem heißen August 2026 in Österreich; 41,2 Grad Höchster jemals gemessener Wert

Österreich: Wetterrückblick August 2026 - Wärmster August in 260 Jahren Messgeschichte | proplanta.de

03.09.2026 | 14:28 | Wetterrückblick August 2026

„Es dominierten vorwiegend Wetterlagen, die subtropische Luftmassen nach Mitteleuropa transportierten. In Kombination mit überwiegendem Hochdruckeinfluss überwog somit niederschlagsarmes und sonniges Wetter, dass vor allem in der ersten Monatshälfte für außergewöhnliche bis extrem hohe Temperaturen sorgte“, analysiert Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria. Den Höhepunkt markierten der 3., 4. und 5. August – an diesen drei Tagen erreichten die Temperaturen jeweils die 40 Grad-Marke. Am 5. August meldete die GeoSphere Austria-Messstation in Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) 41,2 Grad und somit die höchste jemals gemessene Temperatur in Österreich. Die Messstelle Wien-Stammersdorf registrierte am 4. und 5. August jeweils 41,0 Grad. Die gemittelte Lufttemperatur lag im August 2026 um 3,1 Grad über dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 bzw. 4,9 Grad über dem Klimamittel 1961 bis 1990. Auf den Bergen erreichten die Temperaturanomalien 3,3 bzw. 5,1 Grad. Bis zu 24 HitzetageAuch bei den Hitzetagen gab es Spitzenwerte für einen August-Monat: Unterhalb von 500 Meter Seehöhe gab es im Flächenmittel 17 Hitzetage – ein Plus zum Klimamittel von 200 Prozent. Zwischen 500 und 1.000 Meter liegt das Plus mit elf Hitzetagen gar bei 330 Prozent. Einige Messstationen registrierten neue Rekorde. Dazu zählen Bregenz (V, 16 Hitzetage statt zwölf im Jahr 1992), Feldkirch (V, 16 statt 14, 1992) oder Wien-Mariabrunn (W, 21 statt 20, 2003). In Bad Radkersburg waren es sogar 24 Hitzetage. Es gab aber auch „Ausreißer“ in die andere Richtung: So zeigten die Messgeräte der GeoSphere Austria an der Station Schwarzau

Freiwald (OÖ, 788 m) am 24. August minus ein Grad an. Deutliches Ost-West-Gefälle bei NiederschlagWährend im Westen Österreichs im August teilweise mehr Niederschlag fiel als im Vergleich mit dem langjährigen Mittel 1991 bis 2020, blieb es im Süden und vor allem im Osten des Landes erneut viel zu trocken. „Die Dürre, die hier seit Jahresbeginn herrscht, hat sich somit weiter verschärft“, erklärt Orlik. „Es ist mittlerweile der dritte August in Folge, der deutlich zu trocken ausfiel.“ Vom Arlberg bis zum Pinzgau sowie in Osttirol und Oberkärnten waren die Regenmengen mit Abweichungen zum Klimamittel von minus 15 bis plus 15 Prozent relativ ausgeglichen. Hingegen summierte sich in weiten Teilen Niederösterreichs, in Wien, im Burgenland sowie in den nordwestlichen Teilen der Steiermark (Hochschwab, Koralpe) ein Niederschlagsdefizit von 50 bis 70 Prozent. Der trockenste Ort Österreichs im August 2026 war Langenlebarn im Tullnerfeld (NÖ) mit 19 Millimetern Niederschlag, was einem Defizit von 75 Prozent entspricht. Phänologische Entwicklung weiterhin verfrühtIm August begann die Reife des Schwarzen Holunders und die der Vogelbeere. Der Beginn der Reife des Schwarzen Holunders war heuer im österreichweiten Mittel um sieben Tage verfrüht im Vergleich zum langjährigem Mittel 1991 bis 2020 und landet damit auf Platz 11 der Beobachtungsreihe seit 1926. Im Vergleich zum Mittel 1961 bis 1991 war der Beginn der Reife des Schwarzen Holunders rund 23 Tage früher. Der Beginn der Reife der Vogelbeere war um einen Tag verfrüht gegenüber dem Mittel von 1991 bis 2020. Aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr sind stellenweise die Früchte des Holunders und der Vogelbeere vertrocknet. Der August 2026 im DetailTemperaturDie gemittelte Lufttemperatur lag im August 2026 um 3,1 °C über dem Klimamittel der Jahre 1991-2020 bzw. 4,9 °C über dem Klimamittel 1961-1990 (HISTALP-Tieflanddatensatz). Auf den Bergen erreichten die Temperaturanomalien +3,3 °C bzw. 5,1 °C. Damit war der August in den Niederungen noch vor dem August 2024 (Abw. 91-20 +3,0 °C) der wärmste August in der 260-jährigen Messgeschichte Österreichs. Auf den Bergen ist er gemeinsam mit dem August 2024 der wärmste August. Im August 2026 setzte sich die extrem heiße Witterung der Vormonate weiter fort. Es dominierten vorwiegend Wetterlagen, die subtropische Luftmassen nach Mitteleuropa transportierten. In Kombination mit überwiegendem Hochdruckeinfluss überwog somit niederschlagsarmes und sonniges Wetter, dass vor allem in der ersten Monatshälfte für außergewöhnliche bis extrem hohe Temperaturen sorgte. Den Höhepunkt der extremen Hitze bildeten aber die ersten fünf Augusttage. Extreme Hitze herrschte schon am 30. und 31. Juli mit Tageshöchstwerten bis rund 40 °C. Am ersten und zweiten August ging die Temperatur etwas zurück; vor allem im Westen erreichten die Höchstwerte in den Tallagen nur etwa 30 °C. Am dritten, vierten und fünften August lag dann die heißeste Luftmasse über Österreich und erstmals in der Messgeschichte des Landes wurde an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 40-Grad-Marke überschritten. Am dritten August erreichten die Tageshöchstwerte der Lufttemperatur in den tieferen alpinen Tallagen und außeralpin 34 bis 40,1 °C, am vierten August 35 bis 41 °C und am fünften August 31 bis 41,2 °C, jeweils mit den höchsten Werten im Osten des Bundesgebietes. Damit wurde der alte österreichische Temperaturrekord von 40,5 °C, aufgestellt am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg gleich an zwei Tagen und an vier Standorten überboten. Dazu zählen Bad Deutsch-Altenburg selbst mit 41,2 °C am 5.8.2026, Wien-Stammersdorf mit 41,0 °C jeweils am 4. und 5.8.2026 und St. Pölten und Langenlebarn mit jeweils 40,7 °C am 4.8.2026. Die Anzahl der Hitzetage war in allen Landesteilen und in allen Höhenlagen, wo Hitzetage auftreten konnten, sehr hoch. Unterhalb von 500 m Seehöhe gab es im Flächenmittel 17 Hitzetage. Das sind ein Plus zum Klimamittel von 200 %. Zwischen 500 und 1.000 m liegt das Plus bei 330 % (11 Hitzetage 2026). Es gab auch ein paar Stationsrekorde. Dazu zählen beispielsweise Bregenz (V, 16 statt 12 im Jahr 1992), Feldkirch (V, 16 statt 14, 1992) oder Wien-Mariabrunn (W, 21 statt 20, 2003). In Eisenstadt, Klagenfurt und Salzburg-Flughafen wurden die alten Rekorde eingestellt. In den meisten Landesteilen lag die Abweichung der Lufttemperatur zum Klimamittel zwischen +2,5 und +3,5 °C. In weiten Teilen des Burgenlandes, in der Oststeiermark, im Süden Niederösterreichs und stellenweise in Niederösterreich entlang der Donau sowie im Rheintal und im Montafon war der August gegenüber dem vieljährigen Mittel um 3,5 bis 4,2 °C wärmer. NiederschlagIm August setzten sich die niederschlagsarmen Verhältnisse des Julis fort. Dennoch war es im August nicht ganz so trocken wie im Vormonat. Vor allem in Tirol, Salzburg, Oberkärnten und in der westlichen Obersteiermark waren die Niederschlagsverhältnisse, verglichen mit dem Klimamittel, relativ ausgeglichen. In Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, das Burgenland, in weiten Teilen der Steiermark, in Unterkärnten und Vorarlberg fiel wiederum sehr wenig Niederschlag. sodass die Dürre, die seit dem Jahresbeginn anhält, sich hier weiter verschärfte. Im Flächenmittel des Bundesgebiets fiel im August 2026 um 35 % weniger Niederschlag. Es ist mittlerweile der dritte August in Folge, der deutlich zu trocken ausfiel. Vom Arlberg bis zum Pinzgau sowie in Osttirol und Oberkärnten waren die Regenmengen mit Abweichungen zum Klimamittel von -15 bis +15 % relativ ausgeglichen. Auch in Teilen der westlichen Obersteiermark gab es nur geringe Niederschlagsdefizite. In der östlichen hälfte Salzburgs, im Traunviertel, in Teilen Unterkärntens und stellenweise im Tiroler Unterland und in Teilen Vorarlbergs fiel um 15 bis 30 % weniger Regen. Im Rheintal und Montafon, vom Innviertel bis zum Mühlviertel, in Teilen des Mostviertels, vom Hochschwab bis in Klagenfurter Becken war es mit Abweichungen von -30 bis -50 % wieder sehr niederschlagsarm. Um 50 bis 70 % weniger Regen summierte sich im östlichen Mühlviertel, in weiten Teilen Niederösterreichs, in Wien, im Burgenland und in der Steiermark östlich der Linie Hochschwab -Koralpe. SonneDie Sonne zeigte sich mit einem Flächenmittel von 230 Sonnenstunden und einem dazugehörigen Plus zum Klimamittel von 10 % relativ häufig. Die vergangenen zwei Augustmonate brachten etwa gleich viel Sonnenschein. Mit einem Sonnenscheinplus von 14 % war es zuletzt im August 2018 deutlich sonniger. Im Inntal, in den Ötztaler- und Stubaier Alpen, in Osttirol, Oberkärnten, im Klagenfurter Becken, stellenweise in Oberkärnten, im Burgenland und in Wien sowie im südlichen und östlichen Niederösterreich reichten die Anomalien der Sonnenscheindauer von -10 bis +10 %. In allen anderen Landesteilen schien die Sonne, verglichen mit dem Klimamittel 1991-2020 um 10 bis 25 % länger. August 2026: Übersicht BundesländerVorarlbergNiederschlagsabweichung -36 % Temperaturabweichung +3,6 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 7 % Temperaturhöchstwert Bludenz (571 m) 37,1 °C am 14.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel

Hochalpin) Lech (1.442 m) 2,6 °C am 23.8. Temperaturtiefstwert unter 1.000 m Schoppernau (839 m) 6,6 °C am 23.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Bregenz (424 m) 22,9 °C, Abw. +3,9 °C höchste Sonnenscheindauer Rohrspitz (395 m) 263 h, Abw. k.A. TirolNiederschlagsabweichung -16 % Temperaturabweichung +2,9 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 7 % Temperaturhöchstwert Innsbruck-Universität (578 m) 37,4 °C am 4.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel

Hochalpin) Brunnenkogel (3.437 m) -3,9 °C am 22.8. Temperaturtiefstwert unter 1.000 m Ehrwald (982 m) 4,4 °C am 23.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Innsbruck-Universität (578 m) 21,7 °C, Abw. +2,7 °C höchste Sonnenscheindauer Kössen (588 m) 238 h, Abw. k.A. SalzburgNiederschlagsabweichung -20 % Temperaturabweichung +2,9 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 7 % Temperaturhöchstwert Bischofshofen (550 m) 36,7 °C am 4.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel

Hochalpin) Sonnblick (3.109 m) -1,0 °C am 22.8. Temperaturtiefstwert unter 1.000 m Radstadt (835 m) 7,3 °C am 24.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Salzburg-Flughafen (430 m) 22,0 °C, Abw. +2,9 °C höchste Sonnenscheindauer Salzburg-Flughafen (430 m) 271 h, Abw. k.A. OberösterreichNiederschlagsabweichung -37 % Temperaturabweichung +3,3 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 12 % Temperaturhöchstwert Weyer (426 m) 39,2 °C am 4.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel

Hochalpin) Dachstein-Gletscher (2.520 m) 1,8 °C am 23.8. Temperaturtiefstwert unter 1.000 m Liebenau (846 m) 0,1 °C am 24.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Linz (262 m) 23,7 °C, Abw. +3,7 °C höchste Sonnenscheindauer Hörsching (298 m) 287 h, Abw. +15 % NiederösterreichNiederschlagsabweichung -50 % Temperaturabweichung +3,4 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 12 % Temperaturhöchstwert Bad Deutsch-Altenburg (169 m) 41,2 °C am 5.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel

Seilbahn (1.547 m) 7,3 °C am 23.8. Temperaturtiefstwert unter 1.000 m Schwarzau

Freiwald (788 m) -1,0 °C am 24.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Bad Deutsch-Altenburg (169 m) 24,5 °C, Abw. k.A. höchste Sonnenscheindauer Laa

Thaya (184 m) 296 h, Abw. k.A. WienNiederschlagsabweichung -61 % Temperaturabweichung +3,4 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 7 % Temperaturhöchstwert Wien-Stammersdorf (191 m) 41,0 °C am 5.8. Temperaturtiefstwert (Gipfel) Wien-Jubiläumswarte (450 m) 12,0 °C am 23.8. Temperaturtiefstwert Wien-Mariabrunn (225 m) 9,5 °C am 14.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Wien-Innere Stadt (177 m) 25,6 °C, Abw. +3,3 °C höchste Sonnenscheindauer Wien-Stammersdorf (191 m) 293 h, Abw. k.A. BurgenlandNiederschlagsabweichung -59 % Temperaturabweichung +3,4 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 10 % Temperaturhöchstwert Mattersburg (284 m) 39,8 °C am 5.8. Temperaturtiefstwert Kleinzicken (263 m) 8,3 °C am 14.8. höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur Eisenstadt (184 m) 24,5 °C, Abw. +3,6 °C höchste Sonnenscheindauer Andau (117 m) 304 h, Abw. +13 % SteiermarkNiederschlagsabweichung -37 % Temperaturabweichung +3,1 °C Abweichung der Sonnenscheindauer 5 % Temperaturhöchstwert Fürstenfeld (271 m) 38,6