Prof. Rosalba Hernandez untersucht Achtsamkeits-Programme gegen Bluthochdruck am University of Illinois Urbana-Champaign; 12-Wochen-Digitalprogramm senkte Blutdruck um 7,6 mmHg

Achtsamkeit gegen Bluthochdruck? Studien zeigen messbare Effekte | aponet.de

Hanke Huber | 04.09.2026 10:43 Uhr

Podcast aponet in 3 Minuten

Podcast: “gecheckt!” Podcasts: Allergien Podcasts: Apotheke Podcasts: Arzneimittel Podcasts: Baby und Familie Podcasts: Diabetes Podcasts: Erkältung Podcasts: Ernährung Podcasts: Frauengesundheit Podcasts: Gesund leben Podcasts: Haut & Haare Podcasts: Magen-Darm Podcasts: Männergesundheit Podcasts: Medizin Podcasts: Naturheilkunde Podcasts: Psychologie Podcasts: Sport & Bewegung Podcasts: Zähne Podcast: Was ist das überhaupt?

Podcast: Was ist das überhaupt?

Apotheke Pharmazeutische Dienstleistungen Apothekensuche Arzneimittel Beratung Gesundheit digital Tipps vom Apotheker

Medizin Gesundheit Psyche Diabetes Haut, Zähne & Schönheit Krankheiten A-Z Gesundheitstests Wissenstests Checklisten

Naturheilkunde Heilpflanzenlexikon Pflanzliche Medizin Alternative Therapie

Ernährung Gesund leben Abnehmen Genuss Gesunde Rezepte Nähr- und Vitalstoffe

Sport & Wellness Sport & Fitness Wohlfühlen

Jung & Alt Jugendliche Senioren Baby & Familie

Frau & Mann Frauengesundheit Männergesundheit Sex & Partnerschaft

Service Arzneimitteldatenbank Krankenkasse Ratgeber-Bücher Nachrichtenarchiv

Das Apotheken Magazin Prominente im Interview Archiv Apotheken Magazin Diabetes

aponet.de - Das offizielle Gesundheitsportal der deutschen ApothekerInnen

Achtsamkeit gegen Bluthochdruck? Studien zeigen messbare Effekte

Achtsamkeitsübungen und Programme der positiven Psychologie gingen in Studien mit niedrigerem Blutdruck und günstigeren Entzündungswerten einher. Besonders regelmäßig zeigten sich Verbesserungen bei täglichem Üben über acht bis zwölf Wochen.

Um diesen Audio Player anzuzeigen, werden Inhalte von goaudio geladen. Dabei könnten personenbezogene Daten an goaudio übermittelt und Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden.

Achtsamkeit, Dankbarkeitsübungen oder Optimismus-Training könnten sich auch auf messbare Faktoren der Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken. Ein aktueller wissenschaftlicher Review fasst dazu unter anderem 18 randomisierte kontrollierte Studien zusammen. In mehreren Untersuchungen verbesserten sich Blutdruck, Entzündungswerte oder andere Risikofaktoren innerhalb weniger Wochen.

Besonders auffällig war das Ergebnis eines zwölfwöchigen digitalen Programms mit spirituellen Elementen: Dabei sank der systolische Blutdruck am Oberarm um 7,6 mmHg, der zentrale systolische Blutdruck um 4,1 mmHg. Diese Werte stammen allerdings aus einer einzelnen Intervention und lassen sich nicht als durchschnittlicher Effekt von Achtsamkeitsübungen verstehen.

Was 18 kontrollierte Studien untersucht haben

Für den Review werteten Forscher um Prof. Rosalba Hernandez von der University of Illinois Urbana-Champaign die bisherige Forschung zu Achtsamkeit und positiver Psychologie im Hinblick auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus.

Ein Schwerpunkt lag auf 18 randomisierten kontrollierten Studien. Die Programme liefen meist sechs bis zwölf Wochen und umfassten unter anderem Achtsamkeitsübungen, Dankbarkeitstagebücher und Optimismus-Training. Die Teilnehmer waren häufig zwischen Ende 50 und Mitte 60 und hatten zum Teil bereits ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, etwa durch schlecht eingestellten Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz.

In einem Programm sank der Blutdruck um 7,6 mmHg

Bei Menschen mit Bluthochdruck oder nach einem akuten Koronarsyndrom gingen achtwöchige achtsamkeitsbasierte Programme mit einem niedrigeren systolischen Blutdruck und günstigeren Entzündungswerten einher. Dazu gehörten das hochsensitive C-reaktive Protein und Fibrinogen.

Eine besonders große Veränderung zeigte sich in dem zwölfwöchigen digitalen Programm: Der systolische Oberarm-Blutdruck sank dort um 7,6 mmHg und der zentrale systolische Blutdruck um 4,1 mmHg.

Wie stark solche Programme wirken, lässt sich aus den bisherigen Untersuchungen jedoch nicht allgemein ableiten. Teilnehmer, Inhalte und Dauer der Interventionen unterschieden sich zum Teil erheblich.

Die stärksten Effekte gab es bei täglichem Üben

Eine Gemeinsamkeit fiel den Forschern dennoch auf: „Am zuverlässigsten verbesserten sich Blutdruck, Entzündungswerte und Endothelfunktion, wenn die Teilnehmer acht bis zwölf Wochen lang täglich übten und zusätzlich einmal pro Woche begleitet wurden“, sagt Hernandez.

Der Review beschäftigt sich deshalb ausdrücklich mit der Frage, wie häufig und wie lange Übungen aus der positiven Psychologie durchgeführt werden müssten, damit gesundheitliche Veränderungen auftreten und möglichst bestehen bleiben.

Mehr Bewegung und gesündere Ernährung könnten mitwirken

Die gemessenen Veränderungen lassen sich allerdings möglicherweise nicht allein auf Achtsamkeits- oder Dankbarkeitsübungen zurückführen. In einigen Studien änderten die Teilnehmer gleichzeitig ihr Verhalten. Sie bewegten sich beispielsweise mehr oder ernährten sich gesünder. Solche Veränderungen könnten ebenfalls dazu beigetragen haben, dass sich Herz-Kreislauf-Risikofaktoren verbesserten.

Wie dauerhaft sind die Effekte?

Unklar bleibt außerdem, wie lange die beobachteten Veränderungen anhalten. Die Autoren des Reviews sehen weiterhin Forschungsbedarf, unter anderem zur optimalen Dauer und Häufigkeit der Programme sowie zu langfristigen gesundheitlichen Effekten.

Achtsamkeits-, Dankbarkeits- oder Optimismusübungen lassen sich daher derzeit als möglicher ergänzender Ansatz betrachten. Aus den bisherigen Studien lässt sich nicht ableiten, dass sie Blutdruckmedikamente oder andere medizinische Behandlungen ersetzen können.

Wähle aponet.de als eine bevorzugte Nachrichtenquelle bei Google und entdecke unsere aktuellen Gesundheitsnews häufiger in deinen News-Empfehlungen.

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Im Fokus diesmal: warum Abwarten bei Schulterschmerzen oft besser ist, ein möglicher Zusammenhang…

aus Apotheke , Forschung und Gesundheitspolitik .

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

Ich stimme der Datenübermittlung zu und möchte die externen Inhalte laden. Mehr Informationen finden Sie in der

Das regelmäßige Führen eines Dankbarkeitstagebuchs gehörte zu den untersuchten Übungen der positiven Psychologie.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwimmen schlägt Joggen: Welche Sportart den Blutdruck am stärksten senkt

Blutdruck senken: Diese Trainingsarten wirken besonders gut

Bluthochdruck: Senken Entspannungstechniken hohen Blutdruck?

Bluthochdruck: Krafttraining senkt hohen Blutdruck bereits nach 8 Wochen

Isometrische Übungen: Eine Sportart ohne Bewegung senkt den Blutdruck am besten

Lerche oder Eule? Sport nach Chronotyp stärkt Herz und Stoffwechsel

Social Media Detox: Eine Woche Pause von sozialen Medien wirkt Wunder

Fünf Minuten Bewegung zusätzlich pro Tag senken den Blutdruck

Vitamin D und Demenz - und die wichtigsten Gesundheits-News diese Woche im Podcast

Sexuell übertragbare Krankheiten: Diese 5 Irrtümer über HIV, Gonorrhö oder Chlamydien sind weit verbreitet

Das „zweite Herz“ in den Waden: So bringen Sie die Muskelpumpe in Schwung

Depression und Angst: Wie oft man sich bewegt, könnte wichtiger sein als die Intensität

Krankheiten von A - Z

Melden Sie sich jetzt beim aponet.de Newsletter an, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Zur Newsletter-Anmeldung