BDEW analysiert aktuelle Gasspeicherlage in Deutschland; 70% bis 1. November erreichbar trotz hoher Einspeicherungsraten

Gasspeicher und Versorgungssicherheit: Was jetzt wichtig ist | BDEW

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Energie Gasversorgung sichern: Marktmechanismen und Vorsorge verbinden

Gasversorgung sichern: Marktmechanismen und Vorsorge verbinden

Wie sich der Gasmarkt und die Gasspeicherfüllstände entwickeln und wie die Gasversorgung gesichert wird: Der BDEW ordnet die aktuelle Lage ein.

Zusammenfassung des Beitrags Die deutschen Gasspeicher waren am 31. August 2026 mit rund 129 Terawattstunden bei einer technischen Kapazität von 245 Terawattstunden zu etwa 52 Prozent gefüllt und damit niedriger als in den Vorjahren. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlich wenig attraktiver Einspeicherung besteht nach Einschätzung des BDEW in Deutschland und der Europäischen Union kein Mengenproblem, da die Gasversorgung auf diversifizierten Pipelineimporten, Flüssigerdgas (LNG), Speichern und geringerer Nachfrage beruht. Der gesetzliche Füllstand von rund 70 Prozent zum 1. November bleibt erreichbar, erfordert jedoch hohe Einspeicherungsraten. Der BDEW fordert, Marktmechanismen zu stärken, Kostenbelastungen der Speichernutzung zu reduzieren und staatliche Vorsorge auf klar definierte Krisenfälle zu konzentrieren. Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gerne darauf hin.

Die deutschen Gasspeicher waren am 31. August 2026 mit rund 129 Terawattstunden bei einer technischen Kapazität von 245 Terawattstunden zu etwa 52 Prozent gefüllt und damit niedriger als in den Vorjahren. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlich wenig attraktiver Einspeicherung besteht nach Einschätzung des BDEW in Deutschland und der Europäischen Union kein Mengenproblem, da die Gasversorgung auf diversifizierten Pipelineimporten, Flüssigerdgas (LNG), Speichern und geringerer Nachfrage beruht. Der gesetzliche Füllstand von rund 70 Prozent zum 1. November bleibt erreichbar, erfordert jedoch hohe Einspeicherungsraten. Der BDEW fordert, Marktmechanismen zu stärken, Kostenbelastungen der Speichernutzung zu reduzieren und staatliche Vorsorge auf klar definierte Krisenfälle zu konzentrieren.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gerne darauf hin.

Aktuelle Lage bei Gasspeichern und -versorgung

Aktuelle Lage: Füllstände der Gasspeicher Die deutschen Gasspeicher sind Ende August zu rund 52 Prozent gefüllt und damit weniger als in den vergangenen Jahren zu diesem Zeitpunkt. Das ist vor allem auf ein historisch niedriges Füllstandsniveau nach dem vergangenen Winter und die gegenwärtigen Marktbedingungen zurückzuführen. In diesem Sommer sehen wir hohe Gaspreise im Vergleich zum Winter. Dies ist eine Folge der Sperrung der Straße von Hormus. Trotz dieser für die Befüllung der Gasspeicher wirtschaftlich unattraktiven Bedingungen haben die Speicherkunden im Rahmen ihrer Beschaffungsstrategien die Gasspeicher bisher gut zur Hälfte gefüllt. Die Gasversorgung ist in diesem Jahr durch zwei Ereignisse erschwert: Zum einen ist die Befüllung der Gasspeicher von einem historisch niedrigen Füllstandsniveau aus gestartet. Zum andern hat die weltpolitische Lage – insbesondere der Krieg im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus – für signifikante Knappheiten auf dem globalen Gasmarkt und aufgrund der volatilen politischen Situation auch für starke Preisschwankungen an den Gasmärkten und erhöhte Unsicherheit gesorgt. Es gilt daher, die Lage weiterhin eng zu beobachten. Externe Schocks wie beispielsweise eine weitere Eskalation der weltpolitischen Lage, terroristische Angriffe o. Ä. könnten zu einer Neubewertung der Lage führen. Die Gasspeicher sind am 31. August mit ca. 129 TWh bei einer technischen Kapazität von 245 TWh gut zur Hälfte gefüllt. Dabei ist zu beachten, dass die Füllstände der einzelnen Speicheranlagen eine enorme Bandbreite aufweisen. Große Speicher haben bereits über bzw. knapp 80 Prozent Füllstand erreicht, während die zur Stilllegung angemeldeten Speicher bei knapp über bzw. weit unter zehn Prozent liegen. Die Gasspeicher in Bayern sind unterdurchschnittlich befüllt. Dabei ist zu beachten, dass Süddeutschland an die österreichischen Gasspeicher 7Fields und Haidach mit Füllständen von rund 60

70 Prozent angeschlossen ist. Der Gasverbrauch ist seit der Energiepreiskrise 2022

23 gesunken. 2025 wurden 13,5 Prozent weniger Gas verbraucht als im Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021. Das reduziert den absoluten Mengenbedarf, der über Importe und Speicher gedeckt werden muss. Aktuell sind 79 Prozent der Speicherkapazitäten in Deutschland gebucht. Die Speicherbuchung stellt zunächst nur ein Nutzungsrecht dar und keine Verpflichtung zur Einspeicherung. Über die Nutzung der gebuchten Kapazitäten entscheiden die einzelnen Speicherkunden im Rahmen ihrer individuellen Beschaffungsstrategien. Für die Beschaffung sind einerseits die gesicherte Nachfrage über vertraglich vereinbarte Mengen sowie andererseits wirtschaftliche Anreize zentrale Faktoren. Die rechtlichen Vorgaben sehen einen deutschlandweiten Füllstand von rund 70 Prozent zum 1. November eines Jahres vor. Dieses Ziel ist zwar noch erreichbar, aber es wird immer enger und bedarf vergleichsweise hoher täglicher Einspeicherungsraten. Füllstandsvorgaben waren in der Krisensituation infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nachvollziehbar. Vor dem Hintergrund der damaligen starken Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen bestand deshalb ein unmittelbarer staatlicher Handlungsbedarf. Seitdem haben sich die Versorgungssituation und die Relevanz einzelner Speicher für die Versorgungssicherheit jedoch stark verändert. Insbesondere der Aufbau einer LNG-Infrastruktur bietet eine weitere Säule für die laufende Versorgung mit Gas. Deswegen wurden die Vorgaben bereits 2025 abgesenkt bzw. flexibilisiert. In Deutschland gilt die Gasspeicherfüllstandsverordnung noch bis zum 31. März 2027 und damit besteht auch noch die Füllstandsvorgabe von 30 Prozent zum 1. Februar 2027. » Aktuelle Daten zur Gaspreisentwicklungen, Füllständen, Gasflüsse nach Deutschland finden Sie auf dieser Seite . Geopolitische Unsicherheiten prägen aktuell und zukünftig die Marktbedingungen Die gegenwärtigen Marktbedingungen in Deutschland und der Europäischen Union sind geprägt von der Situation auf den globalen Gasmärkten. Die militärische Eskalation im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Straße von Hormus haben zu Preissteigerungen und noch höherer Volatilität geführt. Die aktuellen Risiken werden vom Markt in der kurzen Frist stärker eingepreist als in der langen Frist. Das hat die Schere der Preise auf dem Spotmarkt zum Terminmarkt im Winter verändert (“Sommer

Winter-Spread"). Dadurch ist die Einspeicherung wirtschaftlich nur begrenzt attraktiv, da Gas im Sommer 2026 teurer eingekauft werden muss als es nach derzeitigen Erwartungen für den Winter 2027 verkauft werden kann – der Sommer

Winter-Spread ist niedrig bzw. negativ. Händler und Lieferanten müssen ihre Beschaffung auch unter diesen Bedingungen wirtschaftlich verantworten. Das führt dazu, dass Gasmengen zur Absicherung der vertraglichen Lieferverpflichtungen eingespeichert werden. Gas jedoch teurer einzuspeichern, als über Termingeschäfte verkauft werden kann, birgt das Risiko von Verlusten. Hier bestehen schlicht wirtschaftliche Grenzen. Rund 20 Prozent des globalen LNG-Angebots werden durch die Straße von Hormus exportiert. Der Ausfall der Mengen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat zu einer Verknappung des global verfügbaren LNG-Angebots geführt, was vor allem Asien direkt traf, da dorthin 90 Prozent der Mengen vom Golf gingen. Laut Aussage der der Internationalen Energieagentur (IEA) werden jedoch zwei Drittel des LNG-Verlusts durch zusätzliches LNG-Angebot aus den USA und Afrika ausgeglichen. Zudem wird weltweit vor allem in Asien weniger Gas in Kraftwerken eingesetzt und die Nachfrage aus der Industrie ist gesunken. Aufgrund dieser Gemengelage ist festzuhalten, dass es in Deutschland und der EU derzeit kein Mengenproblem gibt. Bezugsquellen: Woher stammt das Gas? Die zuverlässige Versorgung mit Gas basiert auf mehreren Säulen: Gasbezüge via Pipeline vor allem aus Norwegen sowie LNG-Importe ermöglichen grundsätzlich die Beschaffung benötigter Gasmengen auf dem Weltmarkt. Daneben spielen Gasspeicher eine wichtige Rolle zur Stabilität und Sicherheit der Gasversorgung. Deutschland verfügt über 47 Gasspeicher mit einem Gesamtvolumen von etwa 24 Milliarden Kubikmetern (247 TWh). Die Bezugsquellen sind heute deutlich diversifizierter als noch vor 2022. Dazu gehören insbesondere stetige Pipelineimporte aus Norwegen, die im Jahr 2025 rund 45 Prozent der in Deutschland verbrauchten Gasmengen ausmachten und damit den größten Einzelbeitrag zur Versorgung leisten. Hinzu kommt der eng vernetzte europäische Gasbinnenmarkt mit Zugang auch zu LNG-Terminals anderer EU-Staaten. Über die Grenzübergangspunkte v. a. mit den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Dänemark wurden ebenfalls 45 Prozent des Gasverbrauchs importiert. Hinzu kommen die eigenen deutschen LNG-Terminals. Aktuell befinden sich vier FSRU-Standorte („Floating Storage and Regasification Units“) im Regelbetrieb: Wilhelmshaven I und II, Brunsbüttel und Mukran. Mit Stade befindet sich ein fünfter Standort noch in der Errichtungsphase. Über die deutschen LNG-Terminals wurden im Jahr 2025 rund 9 Prozent der hier verbrauchten Gasmengen bereitgestellt. Zudem hat Deutschland eine geringe eigene Gasförderung, die derzeit rund 5 Prozent des deutschen Verbrauchs ausmacht. Preis- und Mengenprognosen sind unsicher und nicht verlässlich zu treffen. Das verlässlichste Bild zeigt sich auf den Großhandelsmärkten, die die Einschätzung des Marktes in Form von Preissignalen für die Lieferungen der nächsten Monate widerspiegeln. Die geopolitischen Verwerfungen und Unwägbarkeiten beeinfl