Rendez-vous Bundesplatz Fassadenverwandlung Parlamentsgebäude Bern; lebendes Ökosystem.

Die schönsten Lichterlebnisse in Bern - Bern Welcome

Die schönsten Lichterlebnisse in Bern

Dunkel und grau? «Äuä!» (von wegen!). Wenn die Tage kürzer werden, zeigen sich Bern und die Zähringer-Nachbarn Thun und Murten von ihrer funkelnden Seite. Höchste Zeit also, sich warm einzupacken, loszuziehen und aus dem Lichterabend gleich eine kleine Auszeit zu machen.

Thuner Wasserzauber und Schloss Thun

Einmal über die vorbeiziehende Aare schauen – und schon tanzen Wasserfontänen, Licht und Musik um die Wette. Beim Thuner Wasserzauber wird das Aarebecken zum Schauplatz eines farbenfrohen Spektakels. Die beleuchteten Fontänen schiessen passend zur Musik in die Höhe und spiegeln sich dabei im Wasser. Darüber thront das Schloss Thun – fast so, als würde es sich das Schauspiel von oben gleich selbst ansehen. Besonders schön wirds, wenn sich langsam die Dunkelheit über Thun legt und die Farben immer kräftiger leuchten. So lässt sich ein Herbstabend am Wasser und mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau doch ganz gut aushalten – und das erst noch kostenlos. Der Thuner Wasserzauber findet vom 25. September bis 25. Oktober 2026 täglich um 19:30 Uhr und 21:15 Uhr bei jeder Witterung statt.

Ein Wald mitten auf dem Bundesplatz? In diesem Jahr wächst er zumindest auf der Fassade des Bundeshauses: Das 16. Rendez-vous Bundesplatz steht unter dem Motto «Natur pur» und verwandelt das Parlamentsgebäude in ein lebendes Ökosystem. Damit bekommt eines der beliebtesten Herbstspektakel Berns dieses Jahr einen besonders grünen Anstrich. Sobald es nämlich dunkel wird, beginnt die Verwandlung. Licht flackert über den Berner Sandstein, Projektionen bringen die Fassade in Bewegung und Klänge erfüllen den Bundesplatz. Für einen Moment scheint das vertraute Bundeshaus zu verschwinden und macht Platz für eine leuchtende Welt voller Natur. Fast meint die Nase, feuchte Erde, Moos und raschelndes Herbstlaub zu riechen. Ein kleiner Waldspaziergang fürs Kopfkino, mitten in der Stadt. Tipp: Am besten etwas früher auf dem Bundesplatz eintreffen und einen guten Platz suchen, denn das Rendez-vous ist längst kein Geheimtipp mehr. Die Show ist vom 17. Oktober bis 21. November 2026 täglich um 19:00 Uhr, 20:00 Uhr und 21:00 Uhr kostenlos zu sehen.

Wenn unzählige Kerzen die Dunkelheit erhellen, entsteht nicht nur eine besonders stimmungsvolle Adventskulisse, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität. Mit der Aktion «Eine Million Sterne» macht Caritas auf Armut in der Schweiz aufmerksam und lädt dazu ein, gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Auch in Bern sorgt das Lichtermeer für einen besonderen Moment in der Adventszeit: Tausende kleine Lichter schaffen eine warme Atmosphäre und erinnern daran, dass Zusammenhalt und Mitgefühl gerade in der Weihnachtszeit besonders wertvoll sind. Ein Lichterlebnis, das nicht nur schön aussieht, sondern auch eine wichtige Botschaft trägt. Mehr Informationen zur Aktion folgen im Herbst.

Wie entstehen Sternschnuppen? Wie ist das Sonnensystem aufgebaut? Die Sternwarte auf dem Gurten bietet allen Astronomie-Begeisterten einen detaillierten Einblick in physikalische und andere naturwissenschaftliche Phänomene im Weltall. Hier kommt das Licht nicht aus dem Projektor, sondern aus ziemlich weiter Ferne: Jeden Dienstagabend öffnet das Observatorium auf dem Gurten den Blick in Richtung Sterne und Planeten. Bei der Sternwarte wird beobachtet, erklärt und gestaunt – bei geeigneten Bedingungen natürlich direkt am Nachthimmel. Wer den Abend noch etwas genussvoller beginnen möchte, kann sich vorab beim Stärne(z)nacht mit einem 3-Gang-Menü verwöhnen lassen. Und weil sich auf dem Berner Hausberg nicht nur der Blick nach oben lohnt, gibts den Kontrast gleich dazu: unten das Lichtermeer der Bundesstadt, oben das Universum. «Es Tröimli, nit?» (Ein Traum, nicht wahr?).

Wer sagt denn, dass schöne Fenster erst im Advent geöffnet werden? Beim Novemberfenster beginnt die Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit schon einen Monat früher. Nach der Premiere im vergangenen Jahr geht die vorweihnachtliche Aktion in die zweite Runde: Jeden Tag im November öffnet sich in der Stadt Bern feierlich ein neues, liebevoll gestaltetes Fenster. Mal duftet es dahinter nach Zimt, Orange und einem Hauch Weihnachten, mal klirren beim gemütlichen Apéro die Gläser. Anderswo raschelt Geschenkpapier, werden Schleifen gebunden und kleine Überraschungen warten darauf, entdeckt zu werden. Dazu gibts besondere Angebote und Geschenkideen, die vielleicht schon bald unter dem Weihnachtsbaum liegen. Jeden Tag gibt es also einen neuen Grund, durch die Berner Gassen und Passagen zu ziehen, in lokale Geschäfte hineinzuschauen und das eine oder andere Weihnachtsgeschenk mit nach Hause zu nehmen. Und plötzlich fühlt sich der vermeintlich graue November ziemlich gemütlich an: nach warmem Licht in dunklen Gassen, nach Begegnungen und Vorfreude – und jeden Tag ein bisschen mehr nach Weihnachten. Das Novemberfenster findet vom 1. bis 30. November 2026 statt. Jeden Tag öffnet sich ein neues Türchen. Pardon, Fenster.

Funkelnder Zwischenstopp im Bahnhof Bern

Schnell zum Zug, noch einen Kaffee holen und ab aufs «Perron» (Bahnsteig) – im Berner Hauptbahnhof bleibt der Blick meistens auf der digitalen Abfahrtstafel. In der Adventszeit lohnt es sich aber, für einmal nach oben zu schauen: Hoch über den Köpfen der Reisenden schwebt in der Haupthalle, beim sogenannten «Treffpunkt» wie es die Berner:innen sagen, ein riesiger Kronleuchter und bringt Weihnachtsstimmung dorthin, wo sonst vor allem ein zügiges Ankommen und Abfahren angesagt ist. Und «riesig» ist hier durchaus wörtlich gemeint: Der Kronleuchter ist neun Meter hoch, misst über fünf Meter im Durchmesser und bringt stolze 1’500 Kilogramm auf die Waage. Ganze 600 Lichterketten mit 38’000 warmweissen LED-Lichtern winden sich wie eine Helix durch die Installation. Entworfen und von Hand gefertigt wurde das Lichtobjekt von MK Illumination Schweiz. Besonders schön wirds, wenn draussen längst die Dunkelheit in Bern eingebrochen ist und drinnen Tausende kleine Lichter funkeln. Dann fühlt sich selbst das Warten auf den nächsten Zug ein bisschen «heimeliger» (gemütlicher) an. Also: Zug nicht verpassen – aber vorher ruhig einmal kurz nach oben schauen. Und noch ein Tipp: Unbedingt die Ohren spitzen.

Eine Wanderung in der Dämmerung? Was vielleicht zunächst etwas unheimlich klingen mag, entpuppt sich als besonderes Erlebnis in Schwarzsee. Der Weg führt gemütlich hinauf nach La Patta, während die kalte Dämmerung langsam über die Berglandschaft zieht. Oben angekommen, bleibt Zeit für eine gemeinsame Picknickpause und den Blick in die nächtliche Umgebung. Dann beginnt der wohl stimmungsvollste Teil der Wanderung. Unter dem Sternenhimmel führt der Weg zurück ins Tal. Das Mondlicht zeichnet silbrige Konturen in die Landschaft, unter den Schuhen knirscht der steinige Weg. Aus der Dunkelheit dringt hier ein Rascheln, dort vielleicht der Ruf eines nachtaktiven Tiers. Wer oder was sich wohl zwischen Bäumen und Wiesen versteckt? In der klaren Nachtluft werden plötzlich Geräusche hörbar, die tagsüber kaum auffallen. Die geführte Vollmondwanderung findet am 21. November 2026 von 15:00 bis 21:00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Wenn der Duft von zimtigen Glühwein und gerösteten Mandeln durch die Gassen zieht, Lichterketten über den Köpfen funkeln und an den Ständen nach kleinen Schätzen gestöbert wird, ist sie da: die Weihnachtszeit in Bern. Auf den verschiedenen Weihnachtsmärkten der Bundesstadt warten liebevoll dekorierte Stände mit Geschenkideen, Handgemachtem und allerlei Köstlichkeiten. Perfekt, um noch ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden – oder sich gleich selbst eine Freude zu machen. Fast noch schöner ist aber das Drumherum. Mit einer heissen Schokolade in der Hand durch die UNESCO-gekürte Berner Altstadt schlendern, unter den Lichtern einen Apéro geniessen und mit etwas Glück noch ein paar Schneeflocken erwischen. Wer danach noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, braucht vermutlich einfach noch eine zweite «heissi Schoggi» (heisse Schokolade). Die Berner Weihnachtsmärkte bringen die Bundesstadt ab Ende November und während der Adventszeit zum Funkeln.

Zwischen Weihnachtsmarkt, Glühwein und Geschenkeshopping bleibt noch etwas Zeit? Dann lohnt sich ein Blick hinter die historischen Fassaden. Bei der UNESCO-Stadtführung geht es auf Entdeckungsreise durch die beleuchtete Berner Altstadt und zu ihren Geschichten und Besonderheiten.

Manche Lichter funkeln direkt vor der Nase, andere sind Millionen von Lichtjahren entfernt. Im Space Eye im Naturpark Gantrisch dreht sich alles um Letztere. Das Erlebniszentrum für Weltraum und Umwelt bringt Sterne, Planeten und ferne Galaxien ein gutes Stück näher – und das mitten in einer der dunkelsten Regionen der Schweiz. Herzstück ist das grösste öffentliche Teleskop der Schweiz. Dazu kommen ein 8K-Planetarium und eine interaktive Ausstellung, die den Blick nicht nur weit hinaus ins Universum, sondern auch zurück auf unseren eigenen Planeten richtet. Besonders eindrücklich wirds, wenn nach der Reise durchs Weltall der echte Nachthimmel über dem Gantrisch wartet. Bei klarer Sicht zeigt sich hier, weshalb Dunkelheit manchmal das schönste Lichterlebnis überhaupt ist. Das Space Eye ist ganzjährig geöffnet und bietet unterschiedliche Besichtigungen, Shows und Veranstaltungen an. Die jeweiligen Zeiten richten sich nach dem gebuchten Angebot. Unser Tipp: Den Besuch mit genügend Zeit für einen Blick in den Nachthimmel planen – denn nach so viel Universum wäre es fast schade, gleich wieder nach Hause zu düsen.

Während insgesamt zwölf Abenden verwandeln rund 20 sogenannte Arteplages das historische Zähringerstädtchen Murten und das nahe Seeufer in eine grosse Freiluftgalerie. Nationale und internationale Kunstschaffende bringen Lichtinstallationen, Projektionen und überraschende Inszenierungen ins «Stedtli».Zu den prägenden Schauplätzen gehören auch in der kommenden Ausgabe der Berntorplatz, die rund 400 Meter lange Hauptgasse und die Deutsche Kirche. Auf dem Berntorplatz erwartet die Besucher:innen eine acht- bis zehnminütige Show, während die Hauptgasse selbst zur leuchtenden Bühne wird. In der Deutschen Kirche sorgt eine rund 15-minütige Live-Licht- und Tonshow für ein weiteres Highlight. Doch damit nicht genug: 2027 startet das Murten Licht-Festival in ein neues Jahrzehnt. Zum Auftakt dieses neuen Kapitels sind besondere Inszenierungen und neue Überraschungen geplant. Welche Geschichten und Lichtwelten dabei genau entstehen, bleibt vorerst noch ein Geheimnis. Sicher ist nur: Hinter der nächsten Ecke wartet bereits der nächste Wow-Moment. Ergänzt werden die grossen Inszenierungen durch zahlreiche kleinere Kunstwerke, die sich über die Altstadt und das Seeufer verteilen. Für eine gemütliche Pause zwischendurch sorgen verschiedene Aussenstände mit warmen Köstlichkeiten, von Suppe bis zur sogenannten «Glühwurst». Das Murten Licht-Festival findet vom 20. bis 31. Januar 2027 statt und leuchtet täglich von 18:00 bis 22:00 Uhr.

Eine Nacht, unzählige geöffnete Türen und plötzlich kann Bern ganz anders aussehen. Am 19. März 2027 laden zahlreiche Museen und Kulturinstitutionen wieder zu «Berns schönster Frühlingsnacht». Dann wird hinter sonst verschlossene Türen geblickt, durch Ausstellungen gestreift, Musik gehört und bis tief in die Nacht Neues entdeckt. Das Schöne daran: Nicht nur in den Museen ist etwas los. Wenn die Dunkelheit über Bern liegt, beleuchtete Kulturhäuser aus der Nacht herausstrahlen und Nachtschwärmer:innen von einem Schauplatz zum nächsten ziehen, wird gleich die ganze Stadt Teil des Erlebnisses. Am besten einfach treiben lassen – denn an diesem Abend führt der Weg gerne noch in ein Museum mehr als ursprünglich geplant. Die nächste Museumsnacht Bern findet am Freitag, 19. März 2027, von 18:00 bis 2:00 Uhr statt.

Die Vielfalt der kalten Jahreszeit erleben

Dark Sky Park Naturpark Gantrisch