Pfarrer Clemens Mennicken eröffnet Ausstellung eucharistischen Wunder in der Welt in der Pfarrkirche Maria am Hauch; 140 Motive gezeigt, bis 22. September geöffnet

Bistum Eichstätt: Das Wunder der Eucharistie neu entdecken

Das Wunder der Eucharistie neu entdecken

Reges Interesse zeigten die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Die eucharistischen Wunder in der Welt“ bei der Eröffnung in der Pfarrkirche Maria am Hauch. Nach der gemeinsamen Feier der heiligen Messe mit anschließender Anbetung führte Pfarrer Clemens Mennicken in die Hintergründe der Entstehung sowie den Inhalt der Ausstellung ein.

Insgesamt umfasst die Präsentation 140 verschiedene Motive zum Thema Eucharistische Wunder. In Maria am Hauch sind derzeit mit 24 Tafeln zwei Ausstellungsabschnitte zu sehen. Erdacht und Geplant hat sie ursprünglich Carlo Acutis; ein Jugendlicher aus Italien, der im Jahre 2006 mit gerade einmal 15 Jahren an Leukämie verstarb. Schon von Kindesbeinen an pflegte er eine tiefe persönliche Beziehung zu Jesus in der heiligen Eucharistie. Im vergangenen Jahr hat ihn Papst Leo XIV. heiligesprochen.

Unter eucharistischen Wundern versteht man Ereignisse, bei denen die Hostie oder der konsekrierte Wein sichtbare, übernatürliche Veränderungen aufweisen – zum Beispiel Umwandlung in echtes Herzmuskelgewebe oder menschliches Blut. Die Kirche hat zahlreiche solcher Wunder anerkannt.

Eucharistische Wunder ersetzen unseren Glauben nicht; dieser gründet im Wort Jesu Christi und stellt ihn in den Mittelpunkt, wie Pfarrer Mennicken in seinem kompakten Einführungsvortrag zur Ausstellung erklärte. Das eigentliche eucharistische Wunder ist die heilige Eucharistie selbst – der allmächtige Gott, der sich uns in den Gestalten von Brot und Wein schenkt und aussetzt.

Für den Gläubigen gibt es laut Mennicken zwar keine Pflicht, an eucharistische Wunder zu glauben. Diese könnten aber helfen, den eucharistischen Glauben zu vertiefen und besser zu verstehen.

Sichtlich beeindruckt zeigten sich viele Besucher von den Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen, die in den vergangenen Jahrzehnten im Zusammenhang mit eucharistischen Wundern veröffentlicht wurden und die Pfr. Mennicken referierte. Auffällig sind dabei Gemeinsamkeiten verschiedener Wunder, wie zum Beispiel die Identifizierung von Herzmuskelgewebe konsekrierter Hostien sowie der Nachweis menschlichen Blutes und der Blutgruppe AB. Diese wurde auch am Turiner Grabtuch festgestellt und war im Nahen Osten verbreitet.

Naturwissenschaftliche Ergebnisse, die zum Nachdenken anregen. „Ich mache mir neu bewusst, wen ich in der heiligen Messe eigentlich empfange“, erklärte eine Besucherin sichtlich bewegt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. September 2026 in der Pfarrkirche Maria am Hauch tagsüber während der Öffnungszeiten zu sehen. Der Ausstellungskatalog ist am Infotisch zu den Gottesdiensten, bei den Führungen sowie im Pfarrbüro gegen eine Spende erhältlich.

Höhepunkt ist die Abschlussveranstaltung am 20. September „Mit dem heiligen Carlo Acutis über Gottes Wunder staunen. Ein Nachmittag für Groß und Klein.“ Das Angebot beginnt um 14.30 Uhr mit Getränken sowie Kaffee und Kuchen. Anschließend gibt es eine Entdeckertour für Kinder sowie für Erwachsene einen Vortrag und Austausch zur verwandelnden Kraft der Eucharistie mit Pfarrer Tobias Brantl.

Der Tag schließt mit einer gestalteten eucharistischen Anbetung sowie der Sonntagabendmesse um 18.00 Uhr und anschließender Auflegung der Carlo-Reliquie ab. Eine Anmeldung mit Personenzahl unter cmennicken spam prevention @bistum-eichstaett.de hilft uns bei unseren Planungen.