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title: "Finanzausschuss des Bundestages in Berlin Sondersitzung per Videokonferenz zu zwei Gesetzesentwürfen SVIKG und Haushaltsbegleitgesetz 2025; Nur Video-Sitzung"
sdDatePublished: "2026-09-04T16:09:00Z"
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topics:
  - name: "government budget"
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  - "Berlin"
  - "France"
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  - "Germany"
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Finanzausschuss des Bundestages in Berlin Sondersitzung per Videokonferenz zu zwei Gesetzesentwürfen SVIKG und Haushaltsbegleitgesetz 2025; Nur Video-Sitzung

Kurzprotokoll der 4. Sitzung - 04.09.2025

Protokoll-Nr. 21/4
21. Wahlperiode

Finanzausschuss

21. Wahlperiode
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Kurzprotokoll
der 4. Sitzung

Finanzausschuss
Berlin, den 4. September 2025, 08:30 Uhr
virtuell
Vorsitz: Christian Görke, MdB
Tagesordnung

Tagesordnungspunkt 1
Seite 4
Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und
SPD
Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2025
BT-Drucksache 21/778

Federführend:
Haushaltsausschuss
Mitberatend:
Innenausschuss
Finanzausschuss
Ausschuss für Wirtschaft und Energie
Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Verteidigungsausschuss
Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Ju­
gend
Ausschuss für Gesundheit
Verkehrsausschuss
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nuk­
leare Sicherheit
Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und
Technikfolgenabschätzung
Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung

Finanzausschuss

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Protokoll der 4. Sitzung
vom 4. September 2025
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Tagesordnungspunkt 2
Seite 4
Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und
SPD
Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Son­
dervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität
(SVIKG)
BT-Drucksache 21/779

Federführend:
Haushaltsausschuss
Mitberatend:
Innenausschuss
Finanzausschuss
Ausschuss für Wirtschaft und Energie
Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Ju­
gend
Ausschuss für Gesundheit
Verkehrsausschuss
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nuk­
leare Sicherheit
Ausschuss für Forschung, Technologie, Raumfahrt und
Technikfolgenabschätzung
Ausschuss für Kultur und Medien
Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung
Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und
Kommunen

Finanzausschuss

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Protokoll der 4. Sitzung
vom 4. September 2025
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Teilnehmende Mitglieder des Ausschusses in der virtuellen Sitzung
Fraktion
Ordentliche Mitglieder
Stellvertretende Mitglieder
CDU/CSU
Brodesser, Dr. Carsten
Dorn, Dr. Florian
Günther, Georg
Güntzler, Fritz
Gutting, Olav
Hain, Heiko
Hiller, Dr. Matthias
Hoffmann, Philip M. A.
Karliczek, Anja
Korbach, Dr. Stefan
Krieger, Lukas
Pöpsel, Oliver
Wittmann, Mechthilde

AfD
Braga, Torben
Douglas, Christian
Finger, Hauke
Gottschalk, Kay
Groß, Rainer
König, Jörn
Mixl, Reinhard
Schmidt, Jan Wenzel
Zimmer, Diana
Weiss, Claudia
SPD
Heiligenstadt, Frauke
Heselhaus, Nadine
Marvi, Parsa
Rottwilm, Dr. Philipp
Schraps, Johannes
Thews, Michael
Vogel, Ingo

BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN
Beck, Katharina
Heuberger, Dr. Moritz
Lucks, Max
Müller, Sascha
Otte, Karoline

Die Linke
Achelwilm, Doris
Görke, Christian
Schubert, Lisa
Vandre, Isabelle

Finanzausschuss

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vom 4. September 2025
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Beginn der Sitzung: 8:30 Uhr
Der amtierende Vorsitzende, Abg. Christian Görke
(Die Linke.), eröffnet die Sitzung und begrüßt die
Mitglieder sowie PStS Schrodi (BMF).
Vor Eintritt in die Tagesordnung:
1. Teilnahme an der heutigen Sitzung
Der Ausschuss ist damit einverstanden, dass an der
heutigen nicht öffentlichen Sitzung des Ausschus­
ses die Personen teilnehmen können, die dem am­
tierenden Vorsitzenden namentlich benannt wor­
den sind.
2. Ergebnis der Obleutebesprechung
Der amtierende Vorsitzende teilt mit, dass der Er­
gebnisvermerk der Obleutebesprechung vom
10. Juli 2025 an alle Ausschussmitglieder verteilt
worden ist. Da sich kein Widerspruch erhebe,
werde der Ausschuss wie dort vorgeschlagen ver­
fahren.
3. Zum Verlauf der Sitzung
Der amtierende Vorsitzende teilt mit, dass die heu­
tige Sondersitzung der Abgabe von Mitberatungsvo­
ten zu zwei Gesetzesentwürfen dient. Die Sitzung
sei von den Koalitionsfraktionen beantragt und von
der Präsidentin genehmigt worden.
Nach der Vereinbarung der Obleute werde die Sit­
zung ausschließlich per Videokonferenz durchge­
führt.
Die Fraktion der SPD habe gestern schriftlich bean­
tragt, die beiden Tagesordnungspunkte gemeinsam
in einer Fraktionsrunde zu beraten und diese dann
getrennt abzustimmen.
Da sich kein Widerspruch erhebt, stellt er fest, dass
der Ausschuss so verfahren wird.
4. Abstimmungsmodus
Für die heutigen Abstimmungen vereinbart der
Ausschuss ein Vorgehen wie in vergleichbaren Fäl­
len in der Vergangenheit: Der amtierende Vorsit­
zende fragt zunächst die Obleute nach dem Votum
ihrer Fraktionen. Danach wird festgestellt, ob es
Mitglieder gibt, die vom Votum ihrer Fraktion ab­
weichen.

1 Ausschussdrucksache 21(8)296neu
2 Ausschussdrucksache 21(8)1554
5. Geburtstagsglückwünsche
Seit der letzten Sitzung haben die Mitglieder Abg.
Isabelle Vandre (Die Linke), Abg. Rainer Groß
(AfD), Abg. Hauke Finger (AfD), Abg. Johannes
Schraps (SPD), Abg. Dr. Klaus Wiener (CDU/CSU),
Abg. Torben Braga (AfD) und Abg. Dr. Philipp Rott­
wilm (SPD) ihren Geburtstag gefeiert. Der amtie­
rende Vorsitzende gratuliert ihnen im Namen des
gesamten Ausschusses und wünscht für das neue
Lebensjahr alles Gute.
Tagesordnungspunkt 1
Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und
SPD
Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2025
BT-Drucksache 21/778
Tagesordnungspunkt 2
Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und
SPD
Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Son­
dervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität
(SVIKG)
BT-Drucksache 21/779
Der amtierende Vorsitzende teilt mit, dass der zu
diesen Vorlagen federführende Haushaltsausschuss
hat für heute um die Mitberatungsvoten gebeten
hat.
Die abschließende Beratung des Haushaltsaus­
schusses zu den Gesetzentwürfen sei für heute vor­
gesehen. Zu TOP 1 seien ein Änderungsantrag der
Koalitionsfraktionen auf Ausschussdrucksache
21(8)296neu1 und zu TOP 2 ein Änderungsantrag
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Aus­
schussdrucksache 21(8)15542 sowie ein Änderungs­
antrag der Koalitionsfraktionen auf Ausschuss­
drucksache 21(8)16243 verteilt worden.
Abg. Mechthilde Wittmann (CDU/CSU) erläutert,
das Haushaltsbegleitgesetz 2025 sei darauf fokus­
siert, die Bereichsausnahme von der Schulden­
bremse für den Verteidigungsbereich zu ermögli­
chen. Diese Thematik sei ausreichend bekannt. Die
3 Ausschussdrucksache 21(8)1624

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vom 4. September 2025
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damit im Zusammenhang stehenden Summen
seien enorm. Insgesamt seien 650 Milliarden Euro
im Laufe der Legislaturperiode vorgesehen, davon
450 Milliarden gleich zu Beginn. Die Fachaus­
schüsse, insbesondere der Verteidigungsausschuss,
müssten die Ausgaben im Einzelnen kontrollieren.
Zu diesem Bereich gehörten auch bestimmte Infra­
struktur- und Personalmaßnahmen. Es gebe keine
Alternative zu den im Haushaltsbegleitgesetz 2025
vorgesehenen Plänen. Daher werbe Sie um Zustim­
mung beim mitberatenden Votum des Finanzaus­
schusses.
Zum Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen zu
TOP 1: Durch die Regelung werde sichergestellt,
dass die der gesetzlichen Krankenversicherung zur
Finanzierung der bei den Krankenhäusern anfallen­
den Sofort-Transformationskosten bereitgestellten
Mittel vollständig zum Zwecke der Transformation
der Krankenhauslandschaft verwendet würden.
Außerdem erhöben die Krankenhäuser bei gesetz­
lich versicherten Patientinnen und Patienten, die
im Zeitraum vom 1. November 2025 bis zum 31.
Oktober 2026 zur voll- oder teilstationären Behand­
lung aufgenommen würden, einen Rechnungszu­
schlag und wiesen diesen gesondert in der Rech­
nung aus. Die Änderung der Höhe dieses Zuschlags
mit dem vorliegenden Änderungsantrag sei not­
wendig, um das Risiko einer Überzahlung zulasten
der GKV nach heutigem Ermessen auszuschließen.
Darüber hinaus sehe der Änderungsantrag zu TOP
1 vor, dass mit der Mittelübertragung nach § 221a
Absätze 3 und 4 SGB V auf den Transformations­
fonds die übertragenen Mittel im Jahr 2028 Teil des
Transformationsfonds würden.
Abg. Kay Gottschalk (AfD) betont, die Fraktion der
AfD werde beiden vorliegenden Gesetzentwürfen
nicht zustimmen. Die Schulden des Bundes wür­
den bis 2029 mit den vorliegenden Maßnahmen um
ca. 50 Prozent ansteigen. Innerhalb von 4 Jahren
würden Schulden angehäuft wie im gesamten Zeit­
raum der davorliegenden 40 Jahre. Dies sage genug
über das Desaster der Politik der letzten Jahre aus
und widerspreche jeglicher Generationengerechtig­
keit. Die AfD habe in den letzten Jahren immer wie­
der auf den drohenden Bonitätsverlust des deut­
schen Staates aufmerksam gemacht. Damit würden
auch die Zinslasten ansteigen. Vor diesem Hinter­
grund werde Frankreich bald in eine Regierungs­
krise rutschen. Die Verschuldungsquoten Frank­
reichs und auch Italiens seien bekannt. Die
Zinslasten würden sich für Deutschland künftig um
ca. 60 Milliarden Euro jährlich erhöhen. Gleichzei­
tig würden von den Staatsausgaben kaum Wachs­
tumswirkungen ausgehen, da die Ausgaben zum
größten Teil verpufften. Die früher gefeierte
„Schwarze Null“ sei seit 2015 wie ein neuer Feti­
sch, der sehr viel Geld koste, aber lediglich ein Ver­
schiebebahnhof für die heutige Staatsverschuldung
gewesen sei. Man habe jahrelang vernünftige Inves­
titionen versäumt. Außerdem sei der Haushalt nie
richtig strukturiert worden. Die Sozialausgaben
seien stetig angewachsen, gleichzeitig sei die
Agenda 2010 verwässert worden.
Die Unternehmen seien nicht dumm und wüssten,
dass die Ausgaben aus den Sondervermögen an­
stünden. Daher werde ein Teil der Maßnahmen le­
diglich zu Inflation führen. Die Kapazitäten könn­
ten nicht im gleichen Maße wie die Nachfrage stei­
gen.
Eine Umschichtung von Ausgaben wäre möglich.
Die Fraktion der AfD schlage Reformen beim Bür­
gergeld vor. Das Lohnabstandsgebot und die Lohn­
gerechtigkeit müssten wieder beachtet werden. 100
000 Bürgergeldempfänger, die wieder Arbeit hät­
ten, sparten dem Staat drei Milliarden Euro pro
Jahr. Insbesondere die SPD habe diese Tatsachen in
den letzten Jahren aus den Augen verloren.
Möglicherweise sei es gerade noch legal gewesen,
was die Koalition im März 2025 mit der Veranke­
rung der Sondervermögen im Grundgesetz getan
habe. Haushalterisch und politisch legitim sei die­
ses Handeln des abgewählten Bundestags aber
nicht gewesen. Die Einrichtung der Sondervermö­
gen durch den alten Bundestag verstoße gegen das
Konnexitätsprinzip. Der Bund finanziere durch die
Sondervermögen zunehmend originäre Länderauf­
gaben. Hier sei man durch die Hintertür auf dem
Weg zum Zentralstaat.
Fazit: Die vorliegenden Gesetzentwürfe seien öko­
nomisch, sozial und mit Blick auf die Gerechtigkeit
verantwortungslos. Die Bundesregierung müsse
statt der Symptome die Wurzel der Probleme ange­
hen und sich auf die Agenda 2010 besinnen. Diese
Reform sei die letzte gewesen, die tatsächlich Wir­
kung gezeigt habe. Die Fraktion der AfD lehne
beide vorliegenden Gesetzentwürfe ab.
Abg. Frauke Heiligenstadt (SPD) betont, der Haus­
halt 2025 mit dem Haushaltsbegleitgesetz und der

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Errichtung der Sondervermögen könnten zusam­
men genommen als „Investitionshaushalt“ bezeich­
net werden, der Rekordinvestitionen beinhalte. 115
Milliarden Euro an Investitionen würden im Jahr
2025 dadurch möglich. Außerdem sei es gelungen,
eine Grundgesetzänderung herbeizuführen, um das
Infrastruktur-Sondervermögen in Höhe von 500
Milliarden Euro zu ermöglichen. Dies sei ein großer
Erfolg, der die Voraussetzung schaffe, um die deut­
sche Infrastruktur zu ertüchtigen und dadurch
Wachstumsimpulse auszulösen. Das Sondervermö­
gen schaffe zusammen mit dem Haushalt 2025 die
Möglichkeit für dringend benötigte Investitionen in
Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Bahn, Brücken und
Straßen. Außerdem würden der Klimaschutz und
die Digitalisierung voranget