Weinbaupräsidenten treffen Ministerin Schneider Rheinland-Pfalz; Rotationsbrache ab 2027
Weinbaupräsidenten treffen Weinbauministerin SchneiderEngerer Austausch zwischen Hausspitze des Ministeriums und den Weinbauverbänden vereinbart
Weinbaupräsidenten treffen Weinbauministerin Schneider Engerer Austausch zwischen Hausspitze des Ministeriums und den Weinbauverbänden vereinbart
Veröffentlicht am 4. September 2026 Autor Jana Beck
Vertreterinnen und Vertreter des rheinland-pfälzischen Weinbaus sind diese Woche mit Landwirtschafts-, Weinbau-, Umwelt- und Forstministerin Christine Schneider zu einem gemeinsamen Austausch zusammengekommen. An dem Gespräch nahmen unter anderem die Präsidenten der Weinbauverbände Pfalz und Rheinhessen, Reinhold Hörner und Jens Göring, sowie der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, ÖR Eberhard Hartelt, und der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, ÖR Klaus Schneider, teil.
Die Weinbauvertreterinnen und -vertreter dankten Ministerin Schneider für ihren bisherigen Einsatz für den Weinbau, insbesondere bei den Verhandlungen zum EU-Weinpaket, das unter anderem die Auflage eines Rodungsprogramms in Rheinland-Pfalz ermöglicht hat. Angesichts der aktuellen Weinmarktkrise und darüber hinausgehenden strukturellen Veränderungen wollen die Beteiligten den Austausch zwischen Ministerium und Weinbauverbänden künftig weiter intensivieren.
Einigkeit bestand darin, dass die Schutzgemeinschaften auf eine neue Grundlage gestellt werden müssen, da sich die bestehende Struktur als nicht mehr geeignet erweist. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Aufgaben sind zudem eine verlässliche Finanzierung und ein besserer rechtlicher Rahmen erforderlich.
Mit Blick auf die Einführung einer Rotationsbrache ab 2027 wurde die große Bedeutung frühzeitiger Klarheit für die Winzerinnen und Winzer betont. Rheinland-Pfalz prüft derzeit, wie die Regelung auf Landesebene praktisch umgesetzt werden kann.
Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union ab 2028 wurde die Notwendigkeit unterstrichen, den Weinbau stark in der Förderung zu verankern. Zugleich braucht es im neuen EU-Finanzrahmen den verlässlichen Erhalt des spezifischen Sektorenprogramms Wein mit einer angemessenen und eigenständigen finanziellen Ausstattung.
V. l. n. r.: Dr. Knut Schubert (GF WBV Ahr), ÖR Eberhard Hartelt (Präsident BWV RLP Süd), Heinz-Uwe Fetz (DWV-Vizepräsident), Harald Sperling (GF WBV Nahe), Michael Mätzig (Staatssekretär im MLWUF RLP), Walter Clüsserath (Präsident WBV Mosel), Rainer Klöckner (Präsident WBV Nahe), Ministerin Christine Schneider, Jens Göhring (Präsident WBV Rheinhessen), ÖR Klaus Schneider (DWV-Präsident), Dr. Maximilian Hendgen (GF WBV Mosel), Ria Eitel (GF WBV Pfalz), Friedrich Ellerbrock (GF WBV Rheinhessen), Christian Schwörer (DWV-Generalsekretär), Dirk Gerling (Hauptgeschäftsführer BWV RLP Süd) und Reinhold Hörner (Präsident WBV Pfalz).
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