Caritasverband für die Diözese Münster bietet Fortbildung ‘Selbstverständlich inklusiv’ für Kitas in der Diözese Münster; Praxisnahe Module mit Hospitation.

Kindertagesstätten: So bleibt Inklusion in Kitas selbstverständlich

Pressemitteilung So bleibt Inklusion in Kitas selbstverständlich Damit Inklusion in den Kindertagesstätten trotz neuer Definitionen und Anforderungen weiterhin eine große Chance für alle Beteiligten bleibt, bietet der Caritasverband für die Diözese Münster eine umfangreiche Fortbildung mit dem Titel „Selbstverständlich inklusiv“ an. Erschienen am: 04.09.2026 Herausgeber: Caritasverband für die Diözese Münster e. V. Kardinal-von-Galen-Ring 45 48149 Münster 0251 8901-0 0251 8901-0 info@caritas-muenster.de www.caritas-bistum-muenster.de

So bleibt Inklusion in Kitas selbstverständlich

Damit Inklusion in den Kindertagesstätten trotz neuer Definitionen und Anforderungen weiterhin eine große Chance für alle Beteiligten bleibt, bietet der Caritasverband für die Diözese Münster eine umfangreiche Fortbildung mit dem Titel „Selbstverständlich inklusiv“ an.

Brigitte Wessel im Spiel mit einem Kita -Kind: Inklusion bedeutet für sie, alle Unterschiedlichkeit nicht als Ausnahme, sondern als Chance zu sehen. Foto: Michael Bönte, Caritasverband für die Diözese Münster

Die “Ressourcen-Sonne” zeigt Wirkung: Die pädagogischen Fachkräfte der Kindertagesstätte St. Marien nehmen sie seit einiger Zeit mit in die Gespräche mit den Eltern. Auf den Strahlen sind die Fähigkeiten ihres Kindes geschrieben. Bei jedem Kind, egal wie herausfordernd seine gesundheitliche oder soziale Situation ist, gibt es viele davon. Und das bringt immer auch die Eltern zum Strahlen.

Es ist eine von vielen Ideen und Methoden, die Brigitte Wessel aus der Fortbildungsreihe “Selbstverständlich inklusiv” des Caritasverbandes für die Diözese Münster mit in den Kita-Alltag gebracht hat. “Wir haben unseren Blick auf die Aufgaben der Inklusion noch einmal intensiv weiten können”, sagt die Leiterin der Kita in Drensteinfurt. “Auch um den strukturellen Vorgaben für unsere Arbeit noch besser gerecht werden zu können.”

Mit “wir” meint sie das gesamte Team der Kita, in das sie die Erkenntnisse aus der Fortbildung mitgebracht hat, die sie gemeinsam mit der Inklusions-Fachkraft absolvierte. “Durch neue Anforderungen in der Methodik und Dokumentation sind wir dazu verpflichtet, uns in diesem Bereich weiterzuentwickeln”, sagt Wessel. “Erkenntnisse und Profil der Inklusion verändern sich zudem fortlaufend.” Der Begriff hat sich genauso entwickelt wie die Möglichkeiten, die sich daraus für die Praxis ergeben.

Wie sehr sich der inklusive Ansatz in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, ist auch Christa Vetter ein Begriff. “Früher stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder mit Behinderung in bestehende Systeme eingegliedert werden können”, sagt die Referentin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im Caritasverband für die Diözese Münster. Mit dem Wechsel von der Idee der Integration hin zur Inklusion habe sich dies geändert: “Heute geht es darum, Bildungseinrichtungen so zu gestalten, dass alle Kinder von Anfang an selbstverständlich teilhaben können.”

Es gehe heute zudem um die Vielfalt von Kindern insgesamt, sagt Vetter. Unterschiedliche soziale, gesundheitliche, kulturelle, sprachliche oder emotionale Voraussetzungen gehören dazu. “Inklusion bedeutet, diese Unterschiedlichkeit nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft zu verstehen.” Ziel sei es, Strukturen so zu gestalten, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen dazugehören und sich entwickeln können.

Bei einem solch vielfältigen Anforderungsprofil sei es entscheidend, eine gemeinsame Haltung zu entwickeln, die das pädagogische Handeln aller Beteiligten prägt. “Inklusion gelingt dort, wo Vielfalt als selbstverständlicher Bestandteil des Alltags verstanden wird und sich Fachkräfte gemeinsam auf den Weg machen, Bildungs- und Teilhabebarrieren abzubauen”, sagt Vetter. Eine solche Haltung schaffe Orientierung im Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenslagen von Kindern.

Die vierteilige Modulreihe zum Thema Inklusion, die Vetter für den Diözesancaritasverband organisiert, nimmt das auf. Alle wesentlichen Aspekte kommen zur Sprache. “Jede der einzelnen Veranstaltungen ist einzeln buchbar - damit bietet die Modulreihe pädagogischen Fachkräften die Möglichkeiten, eigene Kompetenzen passgenau zu ergänzen und weiterzuentwickeln.”

Strukturelle und gesetzliche Aspekte werden thematisiert, wissenschaftliche Hintergründe vermittelt und individuelle Vertiefungen erarbeitet. Das geschieht mit einer großen Praxisnähe, was Brigitte Wessel besonders gefallen hat. Etwa die Hospitation in einer heilpädagogisch-kombinierten Kindertageseinrichtung. “Weil sie mit einigen Aha-Momenten verbunden war”, sagt sie. “Wir konnten zum Beispiel erleben, wie Kinder, die abwesend wirkten, durch einfache Impulse wieder in Aktivitäten hineingeholt wurden.”

Bei der Hospitation habe sie erleben können, “wie normal es ist, verschieden zu sein.” Ein Ausgangspunkt, der Inklusion noch einmal neu justieren konnte, wenngleich das Thema sie und ihr Team schon seit Jahren intensiv begleitet. Wessel hat alle Module absolviert und damit noch viele weitere Impulse in ihren Kindergarten mitgebracht.

Von Recke bis Recklinghausen, von Emmerich bis Lengerich - die Caritas im Bistum Münster ist für Menschen in Notsituationen da. Ob Jung oder Alt, Alleinstehend oder Großfamilie, mit Behinderung oder Migrationshintergrund, körperlicher oder psychischer Erkrankung. Unter dem Motto “Not sehen und handeln” sind 80.000 hauptamtliche Mitarbeitende und 30.000 Ehrenamtliche rund um die Uhr im Einsatz. Für die Hilfe vor Ort sorgen 25 örtliche Caritasverbände, 18 Fachverbände des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) und 3 des SKM - Katholischer Verein für Soziale Dienste. Hinzu kommen 57 Kliniken, rund 150 Einrichtungen der Behindertenhilfe, 205 Altenheime, 95 ambulante Dienste, 115 Tagespflegen, 27 Pflegeschulen, 89 Kindertageseinrichtungen und 22 stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe. Über 6.200 Teilnehmende nutzen jährlich die 350 Fort- und Weiterbildungsangebote des Diözesancaritasverbands.

039-2026 (Michael Bönte) 04. September 2026

Geben Sie einen Suchbegriff ein und Sie erhalten passende Pressemeldungen aus Ihrem Bundesland.

Sie suchen eine Einrichtung oder einen Dienst vor Ort? Geben Sie einen Suchbegriff oder eine Postleitzahl ein – oder Sie wählen unten den passenden Hilfebereich aus.

Caritasverband für die Diözese Münster e. V. Kardinal-von-Galen-Ring 45 48149 Münster