Deutschland und Partner wollen Rückführungszentren außerhalb der EU bis Jahresende fertigstellen; bis 2027 betriebsbereit.
In Deutschland wollen die Partner die „Rückführungszentren“ bis zum Jahresende fertigstellen – Dein Niedersachsen
von Otto Hofmann 4. September 2026
In Deutschland wollen die Partner die „Rückführungszentren“ bis zum Jahresende fertigstellen
Deutschland und andere Länder der Europäischen Union wollen bis Ende des Jahres sogenannte „Rückführungszentren“ fertigstellen, Abschiebezentren außerhalb der Union, in die sie Migranten schicken wollen, deren Asylanträge abgelehnt wurden.
Das Europäische Parlament verabschiedete im Juni strengere Migrationsregeln, die den Weg für die Schaffung von „Rückführungszentren“ ebneten.
„Wir wollen noch in diesem Jahr eine Einigung mit Drittstaaten erzielen“, die dann die Einrichtung sogenannter „Rückführungszentren“ ermöglichen würde, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Dänemark, Griechenland, Österreich und den Niederlanden am Freitag in Kopenhagen.
Er fügte hinzu, dass derzeit „technische Gespräche“ mit Ländern außerhalb der EU im Gange seien, nannte diese Länder jedoch nicht namentlich.
Der äußerst umstrittene Plan stieß bei Menschenrechtsgruppen auf breite Ablehnung.
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Was sagten die EU-Minister zu „Rückführungszentren“?
Die fünf EU-Länder, deren Minister am Treffen in Kopenhagen teilnahmen, streben eine Vereinbarung mit einem nicht genannten Nicht-EU-Land als Gastgeber für die „Rückführungszentren“ an. Als Möglichkeiten werden insbesondere Uganda und Ruanda gesehen.
„Um Neujahr herum erwarten wir ein gemeinsames Verständnis mit einem Partnerland außerhalb der Europäischen Union“, sagte der dänische Migrationsminister Morten Bodskov.
Sowohl der griechische als auch der dänische Migrationsminister äußerten ihren Wunsch, dass die „Rückführungszentren“ bis 2027 betriebsbereit sein sollen.
„Wir akzeptieren nicht, dass Ausländer, die sich illegal in Dänemark aufhalten, belohnt werden, weil wir Schwierigkeiten haben, sie zurückzuschicken“, sagte Bodskov in einer früheren Erklärung.
Der umstrittene Plan war von Großbritannien bereits unter der früheren konservativen Regierung kurzzeitig übernommen worden, wurde jedoch nach der Machtübernahme der Labour Party wieder verworfen. In Italien hat die rechte Regierung von Giorgia Meloni eine ähnliche Vereinbarung mit Albanien getroffen, dessen Währung vor rechtlichen Herausforderungen steht.
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