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title: "Volker R. Berghahn veröffentlicht Edzard Reuter als sozialdemokratischer Daimler-Benz-Chef und Kritiker des neoliberalen Kapitalismus, 1980–2024; Bonn, Friedrich-Ebert-Stiftung 2026"
sdDatePublished: "2026-09-04T11:25:00Z"
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Volker R. Berghahn veröffentlicht Edzard Reuter als sozialdemokratischer Daimler-Benz-Chef und Kritiker des neoliberalen Kapitalismus, 1980–2024; Bonn, Friedrich-Ebert-Stiftung 2026

FEShistory – Newsletter des Archivs der sozialen Demokratie (AdsD) September 2026

Guten Tag, wir sind aus der Sommerpause zurück und haben wieder einiges zum Lesen mitgebracht. Der Historiker Volker Berghahn geht in einem Essay auf die sozialdemokratische Seite des früheren Daimler-Benz-Chefs Edzard Reuter ein. In Ahnung dessen, was der Neoliberalismus bringen wird, kritisierte Reuter schon in den späten 1980er-Jahre die Wende zum Shareholder-Kapitalismus.

Neben interessanten Blogbeiträgen zum britischen Generalstreik 1926, zur Exilarbeit deutscher Gewerkschafter im Vereinigten Königreich und zur Russischen Revolution möchten wir auf die Konferenz „Demokratie made in Gießen“ im November anlässlich des 200. Geburtstags von Wilhelm Liebknecht hinweisen. Viel Freude bei der Lektüre wünscht das Team FEShistory

Edzard Reuter (1928–2024) prägte in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren als Vorstandsvorsitzender der Daimler Benz AG maßgeblich die deutsche Wirtschaftsentwicklung. Der Sozialdemokrat Reuter war jedoch nicht nur Unternehmer, sondern auch Beobachter historischer und politischer Ereignisse und Mitgestalter der Nachkriegszeit in Deutschland. In dem biografischen Essay geht der Historiker Volker Berghahn dem Kritiker des Neoliberalismus Edzard Reuter nach. Volker R. Berghahn: Edzard Reuter als sozialdemokratischer Daimler-Benz-Chef und Kritiker des neoliberalen Kapitalismus, 1980–2024 (Beiträge aus dem Archiv der sozialen Demokratie, Heft 28), Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung 2026 ( Link zur Publikation )

Neues aus dem Blog #feshistory

Die Landesgruppe Deutscher Gewerkschafter in Großbritannien: Deutsch-britische Zusammenarbeit vor 85 Jahren

Rebecca Zahn (Glasgow) schaut in dem Blog auf die Gründung der Landesgruppe Deutscher Gewerkschafter, die sich im Februar 1941 im Londoner Exil gründete

Tagungsbericht "The British General Strike of 1926: New Directions of Research"

In Newcastle-upon-Tyne fand im Mai 2026 eine Tagung anlässlich des 100. Jahrestags des britischen Generalstreiks von 1926 statt. Nikolai Wehrs war vor Ort und berichtet. Ungewohnt war für ihn die Verknüpfung der historischen Perspektive mit politischem Aktivismus.

Nicht nur Weiße und Rote: Der Frühling der Nationen des Ostens von 1917

Die Russische Revolution wird üblicherweise als Revolution mit folgendem Bürgerkrieg zwischen Bolschewiki und zarentreuen Truppen dargestellt. Vladyslav Starodubtsev diskutiert in diesem Blog die nationale und antikoloniale Perspektive der Revolution.

Nach der Niederschlagung des zentralasiatischen Aufstands flüchten Kirgisen nach China, 1916

Weitere Blogbeiträge finden Sie hier .

Veranstaltungen des Archivs der sozialen Demokratie

Bad Godesberg war einst ein wichtiger Ort für die algerische Befreiungsbewegung FLN. Für kurze Zeit befand sich hier das Exil der FLN – mitten im damaligen politischen Bonn. Ausgehend von dieser wenig bekannten Geschichte laden wir dazu ein, vergessene Kapitel der deutsch-algerischen Beziehungen zu entdecken: von antikolonialen Solidaritätsbewegungen und algerischen Arbeitskräften in der DDR bis zu den Beziehungen beider Länder heute. Die Veranstaltung wird simultan Deutsch–Französisch gedolmetscht. Im Anschluss laden wir bei einem kleinen Imbiss zum Austausch und persönlichen Gespräch ein. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung .

KI und die Digitalisierung dominieren die gesellschaftliche Debatte. Dabei ist die Digitalisierung kein neues Phänomen. Das Computerzeitalter begann bereits in den 1950er-Jahren und seit den 1980er-Jahren sind PCs auch in privaten Haushalten verbreitet. In Vortrag und Diskussion geht Johannes Kleinmann (Potsdam) auf die Geschichte der Digitalisierung und Computerisierung ein. Die Abendveranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Bonn und den Räumen der VHS statt. Hier geht es zum Programm und zur Anmeldeseite der VHS.

Der Aufstieg rechtsextremer Parteien und rechtspopulistischer Bewegungen und ihr Zuspruch in Teilen der Arbeiter:innenschaft beschäftigt Wissenschaft und Gewerkschaften gleichermaßen. Was bislang weitgehend fehlt sind historische Analysen langfristiger Trends und der Wurzeln des gegenwärtigen Aufschwungs der extremen Rechten, die Arbeitsplatzdynamiken und die Rolle von Gewerkschaften einbeziehen. Die internationale Konferenz möchte diese Lücke schließen, indem sie die historischen und aktuellen Beziehungen zwischen Gewerkschaften und der extremen Rechten in Europa und Nordamerika ab 1945 in den Fokus rückt. Tagungssprachen: Deutsch und Englisch; mit Übersetzung. Hier geht zum Programm und zur Anmeldung .

Am 29. März 1826 wurde Wilhelm Liebknecht in Gießen geboren. Die Stadt Gießen nutzt diesen 200. Geburtstag für ein Wilhelm-Liebknecht-Jahr, in dem mittels verschiedener Events einem „Gründervater“ der Sozialdemokratie erinnert und zentrale Anliegen Liebknechts unter Gegenwartsperspektiven beleuchtet werden. Als Teil dieses Wilhelm-Liebknecht-Jahrs richten die Justus-Liebig-Universität Gießen, das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung und die Universitätsstadt Gießen eine interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz aus, auf der über Wilhelm Liebknecht und vier für Liebknecht zentrale politische Felder diskutiert werden soll: Demokratie, Krieg

Hier geht es zum Programm . Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 19. Oktober 2026 unter demokratie-made-in-giessen@uni-giessen.de

Veranstaltungen der FES zu historischen Themen

Zum Aufgabenfeld in den Bezirksbehörden der Deutschen Volkspolizei (DVP) gehörte die Überwachung und Kontrolle von Fußballfans. Hierbei arbeitete die DVP mit dem Ministerium für Staatssicherheit Hand in Hand. Die Veranstaltung beleuchtet dieses Thema aus der Sicht von Wissenschaft und Zeitzeugen: Nach einem einführenden Vortrag durch Dr. René Wiese diskutiert Andreas Käckell mit Norbert Nachtweih, René Wiese und Jens Fuge über Repression und Überwachung von Fans und Spielern im DDR-Fußball.

Wer war der Mann, der das zivile Netzwerk um das Hitler-Attentat des 20. Juli 1944 herum aufbaute? Jan Uplegger, Yumiko Tsubaki (Violine) und Maria Hinze (Klavier) präsentieren in spannender szenischer Inszenierung das beeindruckende Leben eines Menschen, der zur Zeit des Nationalsozialismus zu den engagiertesten Verteidigern der deutschen Demokratie zählte. Im anschließenden Podiumsgespräch mit Vertreter_innen der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft wird die Aktualität Leuschners hinterfragt.

Nach dem sechswöchigen Mutterschutz kehrten Frauen in der DDR vielfach in den Beruf zurück, weil das Familieneinkommen dies verlangte und der Staat Arbeitskräfte brauchte. Wo Schichtdienst oder das Alleinerziehen keine andere Lösung zuließen, führte der Weg häufig in die Wochenkrippe der Betriebe, wo sie von Montagmorgen bis Freitagabend verblieben. Fern von Geborgenheit und emotionaler Zuwendung hatte dies vielfach negative Folgen für die Entwicklung der Kinder.

Ausstellungseröffnung und anschließendes Podiumsgespräch mit Cordelia Grasme (Verein „Wochenkinder“ e.V.), Cornelia Rank (Künstlerin) und Fabian Schwitter (Journalist).

Georg-August Zinn, Ministerpräsident in Hessen von 1950 bis 1969, prägte das Bundesland wie kaum ein anderer. Der Wiederaufbau der kriegszerrütteten Region und die Integration von Vertriebenen und Flüchtlingen waren Mammutaufgaben, derer sich der Sozialdemokrat und einer der „Väter“ des Grundgesetzes annahm – und die er bewältigte. Das Jahr 2026 markiert gleich mehrere Jubiläen, die Anlass geben, an Zinn zu erinnern: Seinen 125. Geburtstag, seinen 50. Todestag und den 75. Jahrestag des Beginns seiner Amtszeit als Ministerpräsident im Januar 1951.

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