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title: "Antonia Schürch, Wohnungswechsel belastet Haushalt, Uster ZH; Winterhilfe unterstützte 2500 Haushalte"
sdDatePublished: "2026-09-04T14:14:00Z"
source: "https://www.gl.winterhilfe.ch/fileadmin/redaktion/a_winterhilfe_schweiz/Artikel_ueber_die_Winterhilfe/2026_Media_Articles/Media_2026_en_ALL/260902_K-Tipp.pdf"
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  - name: "social services"
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  - name: "public housing"
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  - name: "housing and urban planning policy"
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  - "Bern"
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  - "Zürich"
  - "Zürich (Kanton)"
  - "Uster"
  - "Thurgau"
  - "Lucerne"
  - "Basel-Stadt"
  - "Switzerland"
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Antonia Schürch, Wohnungswechsel belastet Haushalt, Uster ZH; Winterhilfe unterstützte 2500 Haushalte

Wohnungswechsel: D
helfen Leuten, die kn
Ein Wohnungswechsel kann Haushalte mit
einem knappen Budget in eine zusätzliche
finanzielle Notlage bringen. Der K-Tipp sagt,
wo Betroffene Unterstützung erhalten.
gk ntoniaSchürchund
ihre Tochter Meira
(12, Namen geän-
dert) aus Uster ZH sind es
gewohnt, mit wenig Geld
auszukommen. Doch seit
sie vor zwei Jahren in eine
neue Wohnung zügeln
mussten, weil ihre bisheri-
ge abgebrochen wurde, ist
ihr finanzieller Spielraum
noch kleiner geworden.
Die Monatsmiete von 1215
Franken für die Wohnung
kann Antonia Schürch mit
ihrem Nettoeinkommen
von rund 2800 Franken
zwar gerade noch stem-
men. Die jährliche Neben-
kostenabrechnung in der
Höhe von 600 bis 1000
Franken bringt sie aber re-
gelmässig in Zahlungs-
Schwierigkeiten. Antonia
Schürch absolviert zurzeit
eine Zweitausbildung als
Fachfrau Betreuung.
Vor zwei Jahren gelang-
te Antonia Schürch mit ei-
nem Gesuch an den Verein
Winterhilfe. Die alleinerzie-
hende Frau musste ihre fi-
nanziellen Verhältnisse of-
fenlegen, worauf ihr die
Winterhilfe 400 Franken
an die Nebenkostenabrech-
nung bezahlte. In diesem
Jahr erhielt Schürch von
der Hilfsorganisation zu-
dem Essensgutscheine.
Die Winterhilfe ist eines
der grössten Hilfswerke,
die Einzelfallhilfe leisten
(siehe Kasten). Im Bereich
Wohnen zahlt sie je nach
Region Beträge von 1000
bis 3000 Franken pro Fall.
Vergangenes Jahr unter-
stützte sie 2500 Haushalte
einmalig. Michele Schatz-
mann von der Winterhilfe
Schweiz sagt: «Seit dem
Jahr 2020 wenden sich
mehr armutsbetroffene und
-gefährdete Haushalte mit
Mietzinsrückständen oder
unbezahlten Umzugs- und
Nebenkosten an uns.»
Auch Billigwohnungen
werden immer teurer
Die Gründe für diese Zu-
nähme: Auch relativ güns-
tige Wohnungen wurden in
den letzten Jahren teurer.
Das bringt ärmere Haushai-
te an finanzielle Grenzen.
Zusatzausgaben wie jährli-
ehe Nebenkosten von eini-
gen Hundert Franken sind
dann bereits zu viel.
Für den 78-jährigen Ri-
chard Hug (Name geändert)
aus dem Kanton Thurgau
stand ein Wohnungswech-
sei an, weil er in seiner al-
ten Wohnung auf einer
Treppe gestürzt war. Nach
dem Spital- und dem Reha-
aufenthalt stand fest: Er
Von der Caritas bis zur Winterhilfe: Hier finden Wohnungsmie
Diese Organisationen
leisten Unterstützung
im Bereich Wohnen.
Caritas
Regionale Organisatio-
nen der Caritas leisten
Hilfe mit finanziellen
Beiträgen. Die Caritas
Zürich unterstützt Ar-
mutsbetroffene mit dem
Programm «WohnFit»
bei der Wohnungs-
suche. Weitere Infos
im Internet: Caritas-
regio.ch.
Heilsarmee
Die Heilsarmee bietet in
mehreren Städten kos-
tenlose Beratung an und
vermittelt Stiftungen,
die Mietkautionen fi-
nanzieren. In der Stadt
Bern (Wohnberatung
Bern) hilft die Organi-
sation etwa bei der
Wohnungssuche oder
bei der Mietdepotfinan-
zierung. In Biel BE half
sie 2025 bei Wohnanlie-
gen in 62 Fällen, 2026
allein bis zum Juli in
156 Fällen. Infos:
Heilsarmee.ch.
IG Wohnen
2025 übernahm die IG
bei 110 Haushalten in
der Stadt Basel Um-
zugs-, Reinigungs-,
Heiz- und Nebenkosten
von durchschnittlich
2000 Franken.
Infos: Ig-wohnen.ch.
Pro Infirmis
Unterstützt Leute mit
einer Behinderung und
Datum: 02.09.2026
K-Tipp
8032 Zürich
044/ 266 17 17
https://www.ktipp.ch/
Medienart: Print
Medientyp: Publikumsmedien
Auflage: 190'781
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seite: 30,31
Fläche: 55'176 mm²
Auftrag: 3017933
Themen-Nr.: 315002
Referenz:
7d216513-9642-4f94-b833-c16bf4805a1a
Ausschnitt Seite: 1/2

iese Organisationen
app bei Kasse sind
Wohnungsumzug:
Kann ärmere
Haushalte in
finanzielle Nöte
bringen
konnte nicht mehr in die
ursprüngliche Wohnung
zurück. Seine Angehöri-
gen suchten für ihn eine
neue Bleibe am gleichen
Ort und fanden einzig eine
Zweizimmerwohnung in
einer Alterssiedlung. Kos-
ten pro Monat: 2240 Fran-
ken. Hugs monatliches
Renteneinkommen aus
AHV- und Pensionskasse
beträgt 3000 Franken.
Vermögen hat er keines.
Dank Ergänzungsleis-
tungen und vorübergehen-
der Hilfe der Gemeinde
sind Richard Hugs Wohn-
und Gesundheitskosten
gedeckt. Für die Kosten
von 2330 Franken für die
Zügelfirma und die Woh-
nungsreinigung suchte
Pro Senectute Finanzie-
rungsmöglichkeiten bei
Stiftungen.
Auch regionale Organi-
sationen gewähren Einzel-
fallhilfen im Bereich Woh-
nen. Die IG Wohnen im
Kanton Basel-Stadt bei-
spielsweise richtete letz-
tes Jahr an 110 Haushalte
durchschnittlich knapp
2000 Franken aus. Die
Wohnberatung Bern der
Heilsarmee unterstützte
1207 Leute mit Beiträgen.
Regionale Organisationen
der Caritas gewährten bei
Notlagen im Bereich Woh-
nen im Durchschnitt 600
Franken pro Haushalt.
Auch Pro Infirmis
leistet Hilfe
Die vierköpfige Familie
Schmid (Name geändert)
aus dem Kanton Aargau ist
seit einem Umzug in ein
kleines Fünfzimmerhaus
ebenfalls finanziell in der
ter Unterstützung
ihre Angehörigen mit der
Finanzierung von Miet-
kautionen, Umzügen,
Reinigungskosten, Erst-
einrichtungen oder an-
deren Wohnkosten. In-
fos: Proinfirmis.ch.
Pro Senectute
2025 unterstützte Pro
Senectute 4800 Senio-
ren bei Wohnfragen und
Wohnkosten im Umfang
von 6,7 Millionen Fran-
ken. Voraussetzung für
eine Unterstützung: AHV,
Ergänzungsleistungen
oder Leistungen der
Krankenkasse sind
ausgeschöpft. Infos:
Prosenectute.ch.
Sozialwerk Pfarrer
Sieber
Das Sozialwerk Pfarrer
Sieber unterstützt Ob-
dachlose und Suchtkran-
ke vor allem mit Zimmer-
angeboten, aber auch
beratend bei der Suche
nach einer Anschlusslö-
sung. Infos: Swsieber.ch.
Stiftung Domicil
Unterstützt wirtschaft-
lieh, sozial und kulturell
benachteiligte Einwoh-
ner des Kantons Zürich,
übernimmt Solidarhaf-
tung in Mietverhältnis-
sen. Vermittelte 2025
177 Personen eine
Wohnung. Infos:
Domicilwohnen.ch.
Winterhilfe
Der Verein Winterhilfe
unterstützt Personen,
deren Einkommen sich
an der Armutsgrenze
bewegt. Die Organi-
sation hilft mit Natural-
leistungen wie Betten,
Kleidern und Gutschei-
nen und leistet Beiträge
an Wohnnebenkosten,
Freizeitkosten für Kinder,
Weiterbildungskosten
oder Zahnarztrechnun-
gen. Im letzten Ge-
schäftsjahr half die
Winterhilfe fast 50000
Leuten finanziell oder
mit Naturalleistungen.
Infos: Winterhilfe.ch.
Klemme. Vorher hatte sie
zusammen mit den Eltern
von Familienvater Jan
Schmid im gleichen Haus
gewohnt. Die Miete des
neuen Domizils ist pro Mo-
nat 250 Franken teurer als
die alte Wohnung. Dabei
leben Schmids sparsam:
100 bis 150 Franken müs-
sen fürs Essen der Fami-
lie eine ganze Woche lang
reichen.
Was das Budget jedoch
sprengte, waren die Miet-
kaution von 6900 Franken
und unerwartete Repara-
turkosten in der alten und
der neuen Wohnung von
mehreren Tausend Fran-
ken. Im Fall der Familie
Schmid übernahmen Pro
Infirmis und die Stiftung
«Schwiizer hälfed Schwii-
zer» die zusätzlichen Kos-
ten.
Daniel Mennig
Staatliche Wohnhilfe
Neben den genannten
Hilfsorganisationen gibt
es Städte wie Zürich,
St. Gallen, Bern, Biel,
Freiburg oder Luzern, die
Hilfe im Bereich Wohnen
leisten: je nach Gemein-
de via Beratung, Notun-
terkünfte, Vermietung
von Wohnungen, Sub-
ventionierung von Woh-
nungen, Wohnkosten-
Zuschüsse oder mit
finanziellen Garantien
gegenüber Vermietern.
Datum: 02.09.2026
K-Tipp
8032 Zürich
044/ 266 17 17
https://www.ktipp.ch/
Medienart: Print
Medientyp: Publikumsmedien
Auflage: 190'781
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seite: 30,31
Fläche: 55'176 mm²
Auftrag: 3017933
Themen-Nr.: 315002
Referenz:
7d216513-9642-4f94-b833-c16bf4805a1a
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