Campus Struensee eröffnet in Altona-Altstadt; 2.200 Schülerinnen und Schüler, 250 Lehrkräfte starten dort

Diese Schule ist einfach nur „Wow“! - hamburg.de

Für Sechstklässlerin Wilhelmine ist die Sache klar: „Die neue Schule ist abwechslungsreicher, hier kann man mehr erleben und auch angenehmer lernen“, findet sie. Es gebe mehr Licht und mehr Holz als in der alten Schule, überhaupt sei alles viel schöner als vorher. Auch Klassenkamerad Janne ist begeistert: „Unsere Schule ist so viel größer geworden, wir haben viel mehr Platz, auf dem Schulhof und auch im Innengebäude!“ Auf der offiziellen Eröffnungsfeier des Campus Struensee in Altona-Altstadt haben die beiden eine besondere Aufgabe: Als Guides führen sie Besucherinnen und Besucher durch das neue Gebäude des Gymnasiums Struensee, begleiten durch einladende Lernlandschaften, moderne Fachräume und die überall verteilten Arbeitsplätze. Der begeisterte Ausruf „Wow!“ soll dabei nicht nur einmal gefallen sein.

Nach einer langjährigen Planungs- und Bauphase wurde am vergangenen Montag der Campus Struensee eröffnet – bestehend aus Struensee-Gymnasium, Deutsch-Französischem Gymnasium und der Ganztagsschule an der Elbe. Rund 2.200 Schülerinnen und Schüler sowie 250 Lehrkräfte lernen und lehren in neuen Gebäuden mit zwei Sporthallen, einer großen Aula und großzügigen Außenflächen. Mit Investitionen von rund 132 Millionen Euro ist auf rund 28.500 Quadratmetern Grundstücksfläche ein moderner Schulstandort für drei Schulen entstanden. Dem Neubau vorausgegangen waren der Abriss der Gebäude der früheren Haupt- und Realschule Königstraße im Jahr 2019, eine aufwändige Kampfmittelsondierung und die umfassende Sanierung des Baugrunds. Während der Bauarbeiten waren die drei Schulen an Interimsstandorten untergebracht.

Frank Berend, Gründungsschulleiter des Gymnasiums Struensee, dankte seiner Schulgemeinschaft für die „Geduld, Kreativität und das Improvisationsvermögen“, das sie in den vergangenen Jahren aufgebracht hätte. „Zehn Jahre in einer neu gegründeten Schule ohne identitätsstiftendes Gebäude zu lernen, zu lehren und eine Gemeinschaft zu bilden ist nicht einfach.“ Sein Kollege Torge Lorenzen, der gemeinsam mit Florence Burger das Deutsch-Französische Gymnasium leitet, verwies auf die vielen Kompromisse, die man habe eingehen müssen. „Aber manchmal entsteht aus Kompromissen etwas ganz Neues, und das ist etwas Wunderbares“, so Lorenzen. Dass sich der Umbau gelohnt habe, findet auch Imke Hübner, Leiterin der Ganztagsschule An der Elbe: „Wenn man jetzt durch das Gebäude geht, ist da vor allem eins: Begeisterung! Für Räume, in denen man wirklich gerne lernt. Und das ist genau das, was ein Neubau leisten sollte!“

Das Schulgebäude ist eröffnet, aber zu einem lebendigen Lernort wird es erst durch seine Schülerinnen und Schüler, betonte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris: „Entscheidend ist, was in diesen Räumen geschieht.“ Gerade das Struensee-Gymnasium bringe hier ein klares Profil mit. Schülerinnen und Schülern werde früh Verantwortung übertragen, etwa indem sie ihren Klassenrat selbst planen und leiten würden. Rund 30 Schülerinnen und Schüler engagierten sich zudem bei der Organisation des gebundenen Ganztags. „So wird Demokratie im Schulalltag erfahrbar“, so Bekeris. „Junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt und dass Beteiligung auch Arbeit bedeutet. Sie hören einander zu und suchen gemeinsam nach Lösungen. Genau diese Erfahrungen brauchen wir in unserer Demokratie!“

Mit dem neuen Campus ist der wohl außergewöhnlichste Bildungsort Hamburgs entstanden. Besonders prägend für den Charakter der Neubauten ist die Verbindung der drei Schulen: Die großzügige Aula bildet das Zentrum des Campus und verbindet die Gebäude des Deutsch-Französischen Gymnasiums und des Gymnasiums Struensee. Direkt gegenüber liegt die Grundschule. Im Auftrag des Bezirks Altona entsteht zusätzlich in der Nähe auch ein neuer Jugendclub für das Quartier.

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Diese Schule ist einfach nur „Wow“!

Am vergangenen Montag wurde der Campus Struensee in Altona eröffnet

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