Ksenija Bekeris eröffnet Hamburgs erstes Ökotarium am Hemmingstedter Weg; Praxisnahes Lernen mit Aquarien, Vivarium, Schulgarten

Wo Natur Schule macht - hamburg.de

Ein Schaf blökte munter dazwischen, als Bildungssenatorin Ksenija Bekeris am vergangenen Freitag ihre Eröffnungsrede hielt. Das passte zum Anlass, denn am Hemmingstedter Weg wurde Hamburgs erstes Ökotarium eröffnet, ein Ort, an dem Natur nicht nur Thema im Unterricht sein soll, sondern direkt erlebt werden kann. Nach rund drei Jahren Bauzeit ist aus dem ehemaligen Zentrum für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU) ein neuer außerschulischer Lernort entstanden, in dem Kinder und Jugendliche Naturwissenschaften, Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltiges Handeln ganz praxisnah und mit allen Sinnen erleben können. Im Mittelpunkt steht das praktische Lernen.

Kinder können beispielsweise physikalische Phänomene wie Auftrieb und Wasserverdrängung selbst erforschen oder im Programm „Abenteuer Schaf“ den Weg von der Tierhaltung bis zur Verarbeitung von Wolle nachvollziehen. Herzstück des neuen Campus sind die Lernwerkstätten Aquarium, Vivarium und Schulgarten. Dort lernen Schülerinnen und Schüler unter anderem heimische und internationale Wasserlebensräume kennen, beobachten Katzenhaie, Axolotl oder Elbfische oder beschäftigen sich mit Biodiversität, Artenschutz und nachhaltiger Ressourcennutzung. Auf dem Tierbegegnungshof erleben sie Schafe und Ziegen aus nächster Nähe und entwickeln ein tiefes Verständnis für artgerechte Tierhaltung und einen respektvollen Umgang mit Lebewesen.

Fabian Peter Kusterer, Leiter des Ökotariums, betont, dass Nachhaltigkeit nicht bei abstraktem Wissen beginne, sondern bei der Wertschätzung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Aus dieser Wertschätzung folge Verantwortung. Kusterer: „Wir möchten, dass Kinder und Jugendliche verstehen: Mein Alltag ist Teil globaler Zusammenhänge und ich habe Handlungsspielräume. Am Ökotarium wird diese Erkenntnis nicht nur vermittelt, sondern erlebt.“ Auch der direkte Kontakt mit Tieren gehört zum Konzept des Hauses. So ließ sich Bekeris bei einem Rundgang unter anderem eine Stabheuschrecke auf die Hand setzen. „Ich freue mich, wenn viele Schülerinnen und Schüler diesen besonderen Ort für sich entdecken“, so die Senatorin.

Das Ökotarium steht Kindern und Jugendlichen aller Altersstufen als außerschulischer Lernort zur Verfügung. Neben den Angeboten für Schulklassen bietet es künftig auch Fortbildungen für Lehrkräfte an und unterstützt Schulen bei der Umsetzung von den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Gemeinsam mit dem Förderverein Ökotarium Hamburg entstehen darüber hinaus Familienangebote, sodass der neue Umwelt-Campus auch über den Unterricht hinaus ein Ort des Lernens und Entdeckens sein wird.

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In Hamburgs neuem Ökotarium wird mit allen Sinnen gelernt

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