Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. nimmt verstoßene Tiere in Hamburg auf; hohe Dunkelziffer bei Ferienopfern vermutet
Bitte helfen Sie Hamburgs verstoßenen Tieren! – Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
Bitte helfen Sie Hamburgs verstoßenen Tieren!
Wie Müll entsorgt, bei hohen Temperaturen ohne Wasser oder Schatten angebunden oder schwer krank verstoßen und sich selbst überlassen: Geht es um Aussetzungen, kennt die Grausamkeit der Menschen keine Grenzen. Ferienzeit ist leider auch die Zeit der verstoßenen Tiere.
Vom Tier kein Abschied – vom Gewissen schon
Jedes Jahr zur Ferienzeit sind wir aufs Neue erschüttert, wie leichtfertig sich gewissenlose Menschen ihrer Familienmitglieder entledigen. Sie setzen ihr Haustier irgendwo aus, wo es im Zweifelsfall nicht gefunden wird. Damit nehmen sie großes Leid oder sogar den Tod der Tiere in Kauf. Die Schicksale der verstoßenen Schützlinge lassen uns niemals kalt – und unsere Tierpflegenden arbeiten in Schichten rund um die Uhr, um körperliche und seelische Wunden zu heilen. In diesem Jahr quält uns zusätzlich, dass es vermutlich eine besonders hohe Dunkelziffer an Ferienopfern gibt, da wir wegen erschöpfter Kapazitäten, vor allem durch viele sichergestellte und kranke Tiere, immer wieder Aufnahmestopps für unser Tierheim verhängen mussten.
Mit ihrer kleinen Spürnase schnuppert Dori in die Luft. Das hübsche Welpenmädchen ist ganz allein auf dem Krankenhausgelände – keine Spur von ihrer menschlichen Familie. Der Mischlingswelpe ist noch gar nicht richtig in die großen Doggen-Füßchen hineingewachsen und mit 12 Wochen viel zu jung, um alleine zu sein. Zum Glück fällt ihre Notlage Besuchenden auf, die sich ihrer annehmen und sie in unsere Obhut geben. Die Zeit verging und niemand meldete sich oder schien das reizende Hundemädchen zu vermissen. Wir können nur vermuten, dass sich jemand ihrer entledigen wollte. Im Tierheim zeigte das hübsche Welpenmädchen, mit viel Liebe und Zuneigung der Tierpflegenden, dass sie dennoch bereit ist, Menschen wieder zu vertrauen und dieses Vertrauen sollte sich schnell lohnen: Dori konnte in eine liebevolle Familie umziehen – diesmal für immer!
Ein Schweinchen, zwei Schweinchen, jedes Jahr Meerschweinchen. Auch für drei kleine Nagerseelen verlief ihr Leben gar nicht märchenhaft. Ausgesetzt in einer Transportbox in einem Volksdorfer Parkhaus konnten die zarten Tiere durch die Aufmerksamkeit tierlieber Menschen gefunden und in unsere Obhut gebracht werden. In unserer hauseigenen Praxis dann der Befund: Rosetten-Meerschweinchen Pixie leidet unter mehreren Tumoren und Glatthaar-Meerschweinchen Pucky kämpft mit einem
Mammatumor. Für Pebbles, das dritte Seelchen, kam jede Hilfe zu spät: Sein Zustand war so schlecht, dass es trotz intensiver Behandlung verstarb. Wir wünschen uns für Pixie und Pucky, dass sie noch ihr „glücklich bis ans Ende aller Tage“ kennenlernen dürfen.
Süß wie Honig - entsorgt wie Müll
Die emotionale Pflege von ausgesetzten und traumatisierten Tieren ist ein essenzieller Aspekt unserer Tierschutzarbeit. Mit viel Zeit, Geduld und Liebe geben unsere Tierpflegenden alles, damit die Schützlinge wieder Vertrauen fassen können. Dieser
Prozess kann sehr intensiv sein – wie bei Honey. Das nicht einmal ein Jahr alte Katzenmädchen wurde mit mehreren Kopfwunden in einem Karton neben einem Müllcontainer ausgesetzt. Die Wunden können heilen, doch auch der Schreck hinterließ emotionale Narben, das Vertrauen zu Menschen war gebrochen. Durch die liebevolle Pflege ihrer Bezugspersonen zeigt sie uns nun ihr verschmustes, menschenbezogenes Wesen und wird bald ein neues Zuhause suchen dürfen.
Die Verantwortung für ein Tier endet nicht, wenn die Ferien beginnen
Wir appellieren jedes Jahr an alle Tierhaltenden, sich rechtzeitig um eine Unterkunft für ihre Schützlinge zu kümmern, falls sie nicht mit in den Urlaub reisen können. Für die Tiere in unserer Obhut kommt diese Warnung zu spät oder wurde bewusst ignoriert. Ihre Spende schenkt Tieren, die Doris und Honeys Schicksal teilen, die Chance, ein neues, hoffnungsvolles Leben zu beginnen. Sie helfen uns, die Tiere medizinisch zu versorgen, sie zu füttern und ihnen eine liebevolle, sichere Umgebung zu bieten, in der sie wieder lernen dürfen, was Geborgenheit bedeutet. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Tierliebe nicht endet, wenn die Ferien beginnen. Die verstoßenen Seelen haben es verdient.
Ihre Spende kann alles verändern – für verwaiste Welpen wie Dori, für im Stich gelassene Patienten wie Pebbles, Pixie und Pucky und verstoßene Katzenseelen wie Honey.
Sie helfen uns, den verzweifelten und vergessenen Schützlingen die Hilfe zukommen zulassen, die sie so dringend brauchen.
20 Euro versorgen ein Tier für eine Woche mit Schmerzmitteln.
50 Euro versorgen eine Katze oder einen Hund für einen Monat mit Spezialfutter.
60 Euro ermöglichen das Erstellen von Röntgenbildern für verletzte Tiere.
100 Euro ermöglichen die tierärztliche Untersuchung eines Tieres.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. Neue Süderstraße 25 (ehemals: Süderstraße 399) 20537 Hamburg
Mo, Mi, Fr 13:00 - 15:00 Uhr So 9:30 - 11:30 Uhr ( Vermittlungen vorzugsweise mit Termin; das Hundevermittlungsbüro ist sonntags nicht durchgehend besetzt)
IBAN: DE93 2005 0550 1111 2161 96 BIC: HASPDEHHXXX
Landesverband Hamburg des Deutschen Tierschutzbundes e.V