IHZ 16. Zentralschweizer Wirtschaftsforum mit über 250 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf dem Pilatus; Tandem-Gleitschirmflug

Rückblick 16. Zentralschweizer Wirtschaftsforum | IHZ

Über 250 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen am 4. September 2026 zum 16. Zentralschweizer Wirtschaftsforum der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ auf dem Pilatus zusammen. Unter dem Motto «Mach’s eifach! Mehr Pragmatismus für die Zentralschweiz» stand die Frage im Zentrum, wie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wieder schneller ins Handeln kommen. Das Forum machte das Motto gleich selbst zum Programm: Auf die Frage, wer jetzt zu einem Tandem-Gleitschirmflug vom Pilatus aufbrechen würde, meldete sich eine Teilnehmerin und hob kurz darauf ab.

Für rund 80 Führungskräfte begann der Forumstag bereits frühmorgens und zu Fuss. Um 6.45 Uhr machte sich in Alpnachstad eine so grosse Wandergruppe wie noch nie auf den Weg Richtung Pilatus Kulm. Was sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Wirtschaftsforums entwickelt hat, passte dieses Mal besonders gut zum Motto: gemeinsam aufbrechen und vorwärtskommen.

Nach der Begrüssung durch IHZ-Präsident Adrian Steiner und IHZ-Direktor Adrian Derungs zeigten Herzchirurg Thierry Carrel und Berufsmilitärpilotin Susanne Siegenthaler in ihren Eröffnungsreferaten auf, wie sie unter Zeitdruck und in komplexen Situationen handlungsfähig bleiben und Verantwortung übernehmen. Im anschliessenden Eröffnungspodium diskutierten Katharina Gasser, General Manager Roche Pharma Schweiz, economiesuisse-Direktorin Monika Rühl und IHZ-Präsident Adrian Steiner über Umsetzungsstärke zwischen Pragmatismus und Bürokratie – und darüber, wie trotz wachsender Regulierung und Komplexität der Fokus auf das Wesentliche gelingt.

Die anschliessenden Parallel-Sessions vertieften das Forumsthema aus drei Perspektiven:

Zukunft braucht Infrastruktur – Wege aus dem Reformstau: Wie lassen sich wichtige Infrastrukturprojekte trotz Regulierung, langwieriger Verfahren und unterschiedlicher Interessen wieder schneller realisieren?

Machen im Team – Verantwortung teilen, ohne sie zu verlieren: Wie gelingt es Teams, Verantwortung gemeinsam zu tragen und dennoch handlungsfähig zu bleiben?

Unternehmertum im Dialog – Lernen aus Erfolg, Zweifel und Erfahrung: Unternehmerinnen und Unternehmer tauschten sich über Entscheidungen, Erfahrungen und die weniger geradlinigen Seiten des Unternehmertums aus.

Unternehmerin und Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher sprach mit IHZ-Direktor Adrian Derungs über die Vor- und Nachteile von Pragmatismus in Wirtschaft und Politik. Im Zentrum standen die Erfolgsfaktoren des Wirtschaftsstandorts Schweiz und die Frage, wie viel Pragmatismus gutes Unternehmertum und erfolgreiche Politik brauchen. Martullo-Blocher betonte dabei die Bedeutung von Eigenständigkeit, unternehmerischer Freiheit und offenen Handelsbeziehungen.

Zum Abschluss des offiziellen Programms stellte sich Bundesrat Martin Pfister den Fragen von SRF-Moderator Michael Rauchenstein. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS sprach über die Schweizer Sicherheits- und Verteidigungspolitik und das Spannungsfeld zwischen politischem Anspruch, Machbarkeit und Kompromiss. Dabei wurde deutlich: Gerade in der Sicherheitspolitik ist Kompromissfähigkeit eine wichtige Voraussetzung, um handlungsfähig zu bleiben. Pragmatismus in Bundesbern bedeutet für Bundesrat Pfister vor allem, sich konsequent der Sache zu widmen. Parlamentarierinnen und Parlamentarier könnten stärker ideologisch denken und handeln. In der Exekutive hingegen müsse man sich konsequent an der Sache orientieren und nach tragfähigen Lösungen suchen.

Dass «Mach’s eifach!» durchaus wörtlich gemeint war, zeigte sich auch bei einer ungewöhnlichen Aktion: Mitten im Forum wurde in die Runde gefragt, wer spontan zu einem Tandem-Gleitschirmflug vom Pilatus aufbrechen möchte. Eine Person zögerte nicht lange, meldete sich – und tauschte kurz darauf den Sitzplatz gegen den Gleitschirm. Nach ihrem Flug sagte Wanda Federici, Geschäftsleiterin CausaMed AG, begeistert: «Das war sensationell! Dieses Gefühl von Freiheit, hoch über der Zentralschweiz zu schweben, war einfach unbeschreiblich. Besonders beeindruckt hat mich das karibisch anmutende Luzerner Seebecken mit seinen faszinierenden Farbnuancen.»

Nebst Referaten und Gesprächsrunden stand auch am 16. Zentralschweizer Wirtschaftsforum das persönliche Netzwerken im Zentrum. Beim gemeinsamen Abendessen auf Pilatus Kulm sorgte Erfinder und Comedian Stefan Heuss unter dem Titel «Ideen im Rohzustand» für einen unterhaltsamen Abschluss des Forumstags.

Hier gelangen Sie zur Forumsseite mit Informationen wie dem Programm oder der Übersicht aller Referierenden und Partner

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