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title: "NRW Umweltministerium Artenschutzkonferenz in Düsseldorf; Goldener Scheckenfalter kehrt im Siegerland zurück"
sdDatePublished: "2026-09-04T11:23:00Z"
source: "https://www.land.nrw/pressemitteilung/vom-gartenschlaefer-bis-zur-wiesenweihe-artenschutz-nordrhein-westfalen-zeigt"
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NRW Umweltministerium Artenschutzkonferenz in Düsseldorf; Goldener Scheckenfalter kehrt im Siegerland zurück

Vom Gartenschläfer bis zur Wiesenweihe: Artenschutz in Nordrhein-Westfalen zeigt Wirkung | Land.NRW

Vom Gartenschläfer bis zur Wiesenweihe: Artenschutz in Nordrhein-Westfalen zeigt Wirkung

Artenschutzkonferenz bringt erfolgreiche Projekte aus Praxis, Wissenschaft und Ehrenamt zusammen

Artenschutz findet nicht nur in Schutzgebieten statt, sondern mitten in Nordrhein-Westfalen: in Wäldern, an Gewässern, auf Äckern und in unseren Gärten. Wie erfolgreich gezielte Schutzmaßnahmen sein können, zeigen zahlreiche Projekte im Land, die bei der Artenschutzkonferenz im Umweltministerium in Düsseldorf diskutiert wurden.

Artenschutz findet nicht nur in Schutzgebieten statt, sondern mitten in Nordrhein-Westfalen: in Wäldern, an Gewässern, auf Äckern und in unseren Gärten. Wie erfolgreich gezielte Schutzmaßnahmen sein können, zeigen zahlreiche Projekte im Land, die am Donnerstag, 3. September 2026, bei der Artenschutzkonferenz im Umweltministerium in Düsseldorf diskutiert wurden. Behörden, Biologische Stationen, Vereine und Hochschulen stellten aktuelle Erfolge und Erfahrungen aus der Praxis vor, darunter die noch ganz frischen Erfolge bei Brutvögeln wie der Wiesenweihe.

Aktuell gibt es in Nordrhein-Westfalen rund 65 große Artenhilfsprogramme. Zählt man spezielle Schutzprojekte für Pflanzen wie Röhrichte hinzu, kommt Nordrhein-Westfalen auf rund 80 Artenhilfsprogramme, die das Land komplett oder teilfinanziert. Da von einem einzelnen Projekt meist ein ganzes Ökosystem profitiert, sichern die Programme direkt und indirekt das Überleben von mehreren hundert Tier- und Pflanzenarten. Wie sich dieser Schutz in der Praxis auswirkt, zeigen aktuelle Daten aus den Regionen:

Echtes Comeback im Siegerland : In Burbach (Kreis Siegen-Wittgenstein) feiert ein seltener Schmetterling, der Goldene Scheckenfalter, eine erfolgreiche Rückkehr. Dank gezielter Wiederansiedlung und intensiver Wiesenpflege durch die örtliche Biologische Station hat sich der Bestand deutlich erholt.

Aufwärtstrend bei der Uferschnepfe: Ein konsequenter Gelegeschutz sorgt am Unteren Niederrhein und im Amtsvenn (Kreise Borken und Kleve) für einen deutlichen Aufwärtstrend der Bruten. Denn neben dem Lebensraumverlust durch Trockenlegung feuchter Wiesen und Weiden trägt der Verlust an Küken durch freilaufende Hunde und Katzen sowie wildlebende „Prädatoren“ wie Reiher, Weißstörche, Rabenvögel und Füchse zur Gefährdung der Art bei.

Neuer Raum für den Feldhamster: Auch beim stark gefährdeten Feldhamster greifen die Maßnahmen. Der kleine Nager war in Nordrhein-Westfalen fast ausgestorben, jetzt breitet er sich durch gezieltes Nachzüchten wieder aus. Die Zülpicher Börde und umliegende Regionen verzeichnen einen neuen Positivtrend. Derzeit werden die Ergebnisse der Kartierung zusammengetragen.

„Der massive Verlust von Arten ist neben der Klimakrise die zweite große ökologische Bedrohung für unsere Lebensgrundlagen. Um diesen Trend zu stoppen, bündeln wir in Nordrhein-Westfalen die Maßnahmen zum Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Die vielen engagierten Menschen machen es möglich, ob bei der Krötenwanderung, beim Schutz von Insekten oder bei der Pflege von Heidelandschaften. Sie alle haben ihren Teil zu den Erfolgen beigetragen“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Ein allgemeiner Schutz von ganzen Landschaften reicht oft nicht aus, um das Überleben stark gefährdeter Tiere oder Pflanzen zu sichern. Hier greifen die Artenhilfsprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen: Sie finanzieren passgenaue Maßnahmen für einzelne, stark bedrohte Arten oder spezielle Artengruppen. Die Maßnahmen sind so vielfältig wie die Natur selbst – vom Anlegen spezieller Laichgewässer für Amphibien über den Bau von Nistplätzen bis hin zur Zucht und Auswilderung seltener Fische.

Dr. Josef Tumbrinck, Abteilungsleiter für Naturschutz im Umweltministerium, erklärt dazu: „Wenn Arten kurz vor dem regionalen Aussterben stehen, müssen wir punktgenau eingreifen. Unsere Artenhilfsprogramme liefern genau diese intensive Unterstützung. Sie funktionieren aber nur, weil wir in Nordrhein-Westfalen das Fachwissen erfolgreich mit der täglichen Beobachtung und der tatkräftigen Arbeit unserer Natur- und Artenschützer vor Ort verknüpfen.“

Vom unbekannten Gartenschläfer bis zur Wiesenweihe

Auf der Konferenz präsentierten Behörden, Biologische Stationen, Vereine und Hochschulen ihre aktuellen Erfolge aus der Praxis. Die Bandbreite der staatlich geförderten Artenhilfsprogramme in Nordrhein-Westfalen ist groß: So berichteten Experten der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V., wie Landwirte und Artenschützer erfolgreich zusammenarbeiten, um die seltenen Wiesenweihen zu schützen.

Der BUND NRW stellte den Gartenschläfer als wichtige Leitart für den Schutz von Kleinsäugern vor. Eine Leitart funktioniert in der Natur wie ein schützender Schirm: Wenn man den Lebensraum und die Schutzmaßnahmen auf die Bedürfnisse dieser einen, stellvertretenden Art anpasst, profitieren davon auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten im selben Gebiet. Geht es dem Gartenschläfer gut, geht es zum Beispiel auch dem Igel gut.

Weitere Fachvorträge widmeten sich der Wiederansiedlung seltener Tagfalter in artenreichen Wiesen, der Rettung der Flussperlmuschel sowie den Erfahrungen aus zehn Jahren Artenschutz in den Atlantischen Sandlandschaften. Parallel zu den Vorträgen bot ein „Markt der Möglichkeiten“ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Raum, um sich zu vernetzen.

Artenschutz beginnt vor der eigenen Haustür

An zahlreichen Infoständen tauschten sich die Fachleute unter anderem über den Erhalt von Feuersalamandern, Ottern und Wildkatzen sowie über den Artenschutz im eigenen Garten aus. Dabei sei es einfach, den heimischen Arten etwas Gutes zu tun, sagte Dr. Dagmar Spona, Sprecherin der Regionalgruppe Westliches Rheinland von naturgarten e.V.: „Jeder kann im eigenen Garten und sogar auf dem Balkon etwas für den Artenschutz tun: Mit jeder heimischen Wildpflanze schafft man Lebensraum für viele Insekten, die die Lebensgrundlage für alle Ökosysteme sind.“

Fotos von der Konferenz für die Berichterstattung (werden im Laufe des Tages eingefügt): https:

Fotos von ausgewählten Arten für die Berichterstattung: https:

Übersicht der Artenhilfsprogramme des Landes: https:

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Fotos von der Konferenz für die Berichterstattung (werden im Laufe des Tages eingefügt):

Fotos von ausgewählten Arten für die Berichterstattung:

Übersicht der Artenhilfsprogramme des Landes: