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title: "Weinbauring Franken e.V. Reifeentwicklung beschleunigt Unterfranken; Fäulnisnester sichtbar"
sdDatePublished: "2026-09-04T14:39:00Z"
source: "https://lwg.bayern.de/mam/cms06/weinbau/dateien/20260903_oenofax_6.pdf"
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  - name: "agriculture"
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  - name: "food and drink regulations"
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  - "Bavaria"
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  - "Germany"
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Weinbauring Franken e.V. Reifeentwicklung beschleunigt Unterfranken; Fäulnisnester sichtbar

"Weinbaufax Franken"

Beachten Sie unbedingt die Gebrauchsanleitung der eingesetzten Präparate zu Aufwandmenge, Auflagen, Anwendungsbestimmungen! Die Hinweise werden mit größter Sorgfalt er-
stellt! Dennoch können wir keine Gewähr übernehmen, da sich Schreibfehler immer wieder einschleichen können.

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+++ Reifeentwicklung geht zügig weiter, auf Fäulnis achten +++ Lese vorantreiben +++
stabile, warme Wetterlage +++ Säuremanagement +++ Nährstoffversorgung +++
Aufzeichnung Kellerwirtschaftskurs online +++ nützlicher Link zu Tabellen +++

Aktuelle Situation

Für die kommenden zehn Tage ist eine stabile Wetterlage mit Temperaturen über 25 °C zu erwarten,
auch die Nachttemperaturen bleiben meist im zweistelligen Bereich. Die Reifeentwicklung wird daher
zügig voranschreiten. Nahezu alle Sorten befinden sich derzeit auf einem ähnlichen Reifestand – eine
klassische Lesereihenfolge gibt es daher nicht mehr. Der Herbst ist da!
Auch erste Fäulnisnester sind zu sehen, die sich bei dem warmen Wetter schnell ausbreiten können.
Kontrollieren Sie ihre Anlagen und verpassen Sie nicht den richtigen Zeitpunkt. Ansonsten könnte
Ihnen am Ende die Zeit, Reifewerte und die Gesundheit der Trauben „davonlaufen“.

Rotwein & BSA:

➢ Nur 100 % gesunde Trauben ernten → Selektion im Weinberg! (Alternative: Rosé → Oenofax 5)
➢ Risiko abwägen (Spontangärung vs. Reinzuchthefe bzw. Maischegärung vs. Erhitzung)
➢ Falls ein simultaner BSA (Lactiplantibacillus plantarum) angedacht ist, gilt folgendes zu beachten:
➔ kein SO2-Einsatz, Temperatur > 18 °C, ausreichende Aufwandmenge

Säuerung

Die Säurewerte sind bereits niedrig und werden mit fortschreitender Reife weiter zurückgehen. Moste
mit Werten unter 6,0 g/l Gesamtsäure, sollten in Abhängigkeit von pH-Wert und Weinstilistik ange-
säuert werden. In den bisherigen Untersuchungen zeigt sich auch, dass mit einem höheren Kaliumwert
als in den letzten Jahren zu rechnen ist. (→ mehr Weinsteinausfall möglich)

Oenofax Franken Nr. 6
Donnerstag, 03. September 2026
LWG Oenologie und Analytik
Bezirk Unterfranken
Weinbauring Franken e.V.

Beachten Sie unbedingt die Gebrauchsanleitung der eingesetzten Präparate zu Aufwandmenge, Auflagen, Anwendungsbestimmungen! Die Hinweise werden mit
größter Sorgfalt erstellt! Dennoch können wir keine Gewähr übernehmen, da sich Schreibfehler immer wieder einschleichen können.

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Bentonit
Die Dosage-Empfehlung bezieht sich wie gewohnt auf die Variante „Mitvergären“, hierbei ist auf die
Verwendung von eisenarmem Bentonit zu achten. Orientieren Sie sich auch an ihren Erfahrungswerten
der letzten Jahre.
•
Bacchus, Müller-Thurgau, Riesling
→ mind. 150 g/hl
•
Silvaner und Burgundersorten
→ mind. 200 g/hl

Nährstoffversorgung
Die Trauben zeigen aufgrund der Trockenheit eine schlechte Nährstoffversorgung. Eine zusätzliche
Versorgung der Hefen mit Diammoniumphosphat (DAP) sollte mit 40-50 g/hl zu Beginn der Gärung
erfolgen. Bei Böckserbildung während der Gärung kann dann in Schritten von 10-20 g/hl bis zur zuläs-
sigen Gesamtmenge von 100 g/hl nachdosiert werden.

Reifeentwicklung
Die durchschnittlichen Werte der Mostgewichte liegen oft bereits bei 80 °Oe und darüber. Die Maxi-
malwerte sind je nach Rebsorte schon bei 90 °Oe und höher angekommen. Der Anstieg der Mostge-
wichte gegenüber der Vorwoche liegt meist zwischen 4 und 8 °Oe. Die Messungen der Gesamtsäure
lieferten lediglich beim Riesling noch Konzentrationen über 10 g/l. Die anderen lagen deutlich darunter
und etwa 2g/l unter denen der KW 36 des Vorjahres.
Reifetabelle am Ende.

Kellerwirtschaftskurs – Aufzeichnung vom 1.9.2026 online
Auch in diesem Jahr wurde der Kellerwirtschaftskurs „Von der Traube zum Wein“ wieder online durch-
geführt. Beate Leopold, Weinbauring Franken e.V., blickte auf das Weinjahr 2026 zurück und gab Hin-
weise zur bereits laufenden Weinlese. Johannes Burkert, LWG Veitshöchheim, berichtete zur Trauben-
verarbeitung und Weinbereitung. Dr. Michael Zänglein, LWG Veitshöchheim, stellte die Kalibrierung
und den Einsatz des pH-Meters vor. Über die Herkunftsbezeichnungen und Qualitätsstufen berichtete
Stephan Schmidt, Weinbauverband Franken. Zum Abschluss referierte Dr. Teresa Müller, LGL Bayern,
zu aktuellen Themen aus dem Weinrecht.
zur Aufzeichnung: LINK

Tabellen zur Weinbereitung:
Herr Schandelmaier vom DLR Rheinland-Pfalz hat wieder hilfreiche Tabellen zur Weinbereitung zusam-
mengestellt. Hier der: LINK

Beachten Sie unbedingt die Gebrauchsanleitung der eingesetzten Präparate zu Aufwandmenge, Auflagen, Anwendungsbestimmungen! Die Hinweise werden mit
größter Sorgfalt erstellt! Dennoch können wir keine Gewähr übernehmen, da sich Schreibfehler immer wieder einschleichen können.

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Min.
MW
Max.
Min.
MW
Max.
Min.
MW
Max.
 °Oe
GS [g/l]
Franken
32
69
78
85
4
5,6
8
3,0
3,2
3,4
4
-1,2
Mainviereck
3
77
80
83
6
6,0
6
3,0
3,1
3,2
6
-0,6
Maindreieck
21
69
77
85
5
5,5
8
3,0
3,2
3,4
4
-1,4
Steigerwald
3
79
81
84
5
5,8
7
3,1
3,2
3,3
3
-0,4
Franken
12
77
87
95
5
6,8
8
3,1
3,2
3,4
5
-1,0
Mainviereck
3
87
90
93
7
7,2
7
3,1
3,2
3,3
6
0,0
Maindreieck
6
81
88
95
6
6,6
8
3,1
3,3
3,4
5
-1,1
Steigerwald
2
84
85
86
7
7,5
8
3,1
3,2
3,2
7
-1,7
Franken
5
78
84
86
7
7,6
9
3,0
3,1
3,3
8
-1,5
Mainviereck
Maindreieck
4
78
83
85
7
7,6
9
3,0
3,1
3,1
7
-1,6
Steigerwald
1
86
86
86
7
7,3
7
3,3
3,3
3,3
13
-0,9
Franken
61
68
82
94
5
6,9
10
3,0
3,2
3,5
4
-0,5
Mainviereck
8
72
79
85
7
7,6
9
3,0
3,2
3,3
6
-1,1
Maindreieck
44
68
81
94
5
6,9
10
3,0
3,2
3,5
4
-0,3
Steigerwald
5
86
87
89
5
6,2
8
3,3
3,4
3,4
7
-1,2
Franken
11
59
72
85
11
13,4
16
2,8
2,9
3,1
1
-0,5
Mainviereck
1
77
77
77
11
10,8
11
3,1
3,1
3,1
7
-1,5
Maindreieck
10
59
71
85
11
13,6
16
2,8
2,9
3,1
0
-0,4
Steigerwald
Franken
5
72
78
81
7
8,9
9
3,1
3,1
3,3
2
0,0
Mainviereck
Maindreieck
3
78
79
81
9
9,3
9
3,1
3,2
3,3
4
0,0
Steigerwald
2
72
76
80
7
8,4
9
3,1
3,1
3,2
-2
0,6
Franken
78
73
85
99
6
7,8
11
3,0
3,2
3,4
7
-1,3
Mainviereck
6
77
80
85
7
7,5
8
3,1
3,2
3,3
4
0,0
Maindreieck
61
73
86
99
6
7,8
11
3,0
3,2
3,4
8
-1,4
Steigerwald
11
75
85
91
7
7,9
10
3,1
3,2
3,4
6
-0,6
Franken
14
74
82
89
7
8,0
10
3,0
3,1
3,4
4
-1,3
Mainviereck
2
82
85
87
7
7,2
8
3,1
3,3
3,4
5
-0,5
Maindreieck
10
77
83
89
7
8,0
9
3,0
3,1
3,3
5
-1,8
Steigerwald
2
74
78
82
8
8,9
10
3,1
3,2
3,2
Franken
16
82
88
94
3
6,0
10
3,2
3,4
3,9
6
-0,9
Mainviereck
1
90
90
90
5
5,4
5
3,7
3,7
3,7
6
-0,2
Maindreieck
10
82
88
94
4
6,3
10
3,2
3,4
3,7
7
-1,0
Steigerwald
4
84
88
94
6
6,2
7
3,2
3,4
3,4
6
-0,4
Franken
8
77
83
88
5
7,2
8
3,1
3,3
3,5
4
-1,5
Mainviereck
3
82
83
85
8
7,7
8
3,2
3,2
3,3
4
-0,1
Maindreieck
4
77
82
88
5
6,7
8
3,1
3,4
3,5
5
-2,3
Steigerwald
1
82
82
82
8
7,5
8
3,3
3,3
3,3
1
-0,5
Franken
5
82
87
90
7
7,5
9
3,1
3,3
3,4
7
-0,7
Mainviereck
2
87
88
88
7
7,1
7
3,4
3,4
3,4
7
-0,6
Maindreieck
2
82
86
90
7
7,8
9
3,1
3,2
3,2
7
-0,7
Steigerwald
1
87
87
87
8
7,9
8
3,4
3,4
3,4
8
-0,2
Franken
6
77
87
94
4
6,4
8
3,2
3,3
3,4
4
-3,9
Mainviereck
Maindreieck
3
83
88
90
7
7,5
8
3,2
3,3
3,4
5
-3,2
Steigerwald
1
87
87
87
8
7,9
8
3,4
3,4
3,4
2
0,6
Werte der Weinlabore von Divino Nordheim, GWF, "Das Weinlabor, Klein Kellereiartikel", Dr. Nilles und LWG
KW36
KW35
Rebsorte
Region
Anzahl
Mostgewicht
[°Oechsle]
Gesamtsäure
[g/l]
pH-Wert
Differenz MW
Bacchus
Grau-
burgunder
Kerner
Müller-
Thurgau
Riesling
Schwarz-
riesling
Spät-
burgunder
Scheurebe
Silvaner
Weiß-
burgunder
Domina
Regent