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title: "Fario e.V. erhält Naturschutzpreis des Landes Brandenburg; 3.000 Euro Preisgeld"
sdDatePublished: "2026-09-04T14:10:00Z"
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  - "Brandenburg"
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Fario e.V. erhält Naturschutzpreis des Landes Brandenburg; 3.000 Euro Preisgeld

Ministerium für Land- und
Ernährungswirtschaft, Umwelt
und Verbraucherschutz
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13,
14467 Potsdam
Pressesprecher
Kontakt:
Gabriel Hesse
Potsdam, 4. September 2026
Pressemitteilung
Nummer: 179/2026
Telefon:
0331 866-7011
0331 866-7019
Mobil:
0174 6999572
E-Mail:
pressestelle@mleuv.brandenburg.de
Internet: https://mleuv.brandenburg.de
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Media
Fliegenfischer angeln sich Brandenburger Natur-
schutzpreis – Einsatz für intakte Fließgewässer
Der „Fario e.V.“ wird mit dem Naturschutzpreis des Landes 2026 ausgezeichnet
Der Verein Fario wird in diesem Jahr mit dem Naturschutzpreis des Landes Brandenburg ausge-
zeichnet. Seit über 30 Jahren engagiert sich der Fliegenfischer-Verein Berlin-Brandenburg eh-
renamtlich für den Erhalt und die Wiederherstellung intakter Fließgewässerlandschaften im
Nordwesten Brandenburgs. Die Auszeichnung wird von der Stiftung NaturSchutzFonds Bran-
denburg vergeben und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert.
Umweltministerin Hanka Mittelstädt würdigt die Preisträger: „Wer sich für das Fliegenfischen be-
geistert, muss vor allem eines lieben: lebendige Gewässer. Genau das zeigt der Fario e.V. auf beeindru-
ckende Weise. Die Mitglieder verbinden ihre Leidenschaft für das Angeln mit großem Fachwissen und
einem außergewöhnlichen Einsatz für den Schutz und die Wiederherstellung unserer Flüsse und
Bäche. Mit ihrem Einsatz bringen sie Fließgewässer wieder in einen guten Zustand, schaffen lebendige
Flusslandschaften. Ob an Dosse oder Stepenitz – sie leisten ganz konkret einen Beitrag dafür, dass
auch viele bedrohte Arten wieder bessere Lebensbedingungen finden. Dieses Engagement zeigt,
was ehrenamtlicher Naturschutz bewirken kann: Aus der Liebe zum Gewässer wird Verantwortung für
seine Zukunft. Dafür gebührt den Mitgliedern des Fario e.V. unser großer Dank und die Auszeichnung
mit dem Naturschutzpreis des Landes Brandenburg.“
Umweltministerin Mittelstädt wird den Verein am 17. November im Landkreis Prignitz besuchen und
den Naturschutzpreis dort persönlich überreichen. Der Fliegenfischerverein engagiert sich in der Re-
gion Prignitz unter anderem für die Wiederansiedlung von Lachsen und Meerforellen in der Stepenitz.
1995 von einer kleinen Gruppe von Fliegenfisch-Enthusiasten aus Berlin und Brandenburg gegründet,
zählt der Fario e.V. heute mehr als 160 Mitglieder und ist vom Umweltbundesamt als Natur- und Um-
weltschutzverein anerkannt. Der Vereinssitz ist in Berlin. Die Jury würdigte den vielseitigen Einsatz

Potsdam, 4. September 2026
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des Vereins als herausragendes Beispiel für ehrenamtlichen Gewässerschutz: Jährlich investieren die
Vereinsmitglieder tausende Arbeitsstunden in Gewässern und an deren Ufern.
Seit mehr als 30 Jahren bringt der Fario e.V. in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin Natür-
lichkeit zurück in Flüsse, Bäche und deren Auen. Insbesondere an Dosse und Stepenitz verbessern die
Fliegenfischer die Lebensräume zahlreicher bedrohter Arten, darunter Bachneunauge, Groppe, Elritze,
Bachmuschel, Eisvogel und Fischotter: So bauen die Vereinsmitglieder zum Beispiel Laichkies und Tot-
holz in die Gewässer ein, um die Strukturvielfalt zu erhöhen und überlebenswichtige Laichplätze und
Rückzugsräume zu schaffen. Außerdem entsteht hierdurch eine hohe, natürliche Fließdynamik, die
nach und nach wieder Kurven – die sogenannten Mäander – in die begradigten Ufer spült.
Gemeinsam mit Partnern wie den Wasser- und Bodenverbänden „Dosse-Jäglitz“ und „Prignitz“, dem
Landesanglerverband Brandenburg (LAVB) sowie lokalen Behörden treibt der Verein den Rückbau al-
ter, ungenutzter Wehre voran, um die Durchgängigkeit der Flüsse zu verbessern. So können Fische wie
zum Beispiel Lachs, Meerforelle und Aal wieder wandern.
Die Mitglieder pflanzen gezielt Bäume an den Ufern. Deren Schatten verhindern, dass sich die Gewäs-
ser zu stark erwärmen. Darüber hinaus investieren die Fliegenfischer viele Stunden für die Pflege der
Flusslandschaften: Sie halten Kiesbänke instand, indem sie diese gezielt freispülen und auflockern,
sammeln Müll an den Ufern und gießen die gepflanzten Bäume in Trockenperioden.
Wiederansiedlung ausgestorbener Arten
Seit Ende der 1990er Jahre arbeitet der Fario e.V. mit verschiedenen Partnern an einer Vision: der Rück-
kehr des Atlantischen Lachses und der Meerforelle, einst heimischer Wanderfischarten. Insbesondere
durch Wanderbarrieren und den Verlust ihrer Lebensräume waren sie nicht nur in Brandenburg, son-
dern in ganz Deutschland ausgestorben. Heute ziehen wieder kapitale Exemplare beider Arten durch
das Stepenitz-System, ein Nebenfluss der Elbe im Landkreis Prignitz. Dank der Arbeit des Fario e.V.
finden die Fische dort geeignete Bedingungen, um sich fortzupflanzen sowie für ihren Nachwuchs.
Im Rahmen der Aktion „Stepenitz - Flusslandschaft des Jahres 2024/25“ brachten die Mitglieder das
Thema Gewässerschutz in die Schulen. Mit regelmäßigen Führungen im Bruthaus, aktiven Social-Me-
dia-Kanälen und Bürgerforschungs-Projekten (Citizen Science) wie dem FLOW-Projekt zur Pestizidmes-
sung schafft der Verein Angebote, sich zu informieren und aktiv mitzuwirken.
Martin Rahmel, Vorsitzender des Fario e.V.: „Der Brandenburger Naturschutzpreis gehört nicht uns
allein. Wir nehmen ihn stellvertretend für die vielen Menschen entgegen, die gemeinsam mit uns und
unseren Partnern die Vision naturnaher, artenreicher Flüsse verfolgen. Ihnen gilt ebenso mein Dank
wie den Fario-Mitgliedern.“

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Viele der Probleme in Brandenburgs Flüssen sind von Menschen gemacht. Fließgewässer wieder zu
gesunden Lebensadern zu machen, sei Martin Rahmels Auffassung nach eine Generationenaufgabe.
„Glücklicherweise sind in Brandenburg mehr als 100.000 Anglerinnen und Angler in Vereinen organi-
siert. Darin liegt ein enormes Potenzial für den Schutz und die ökologische Verbesserung Brandenbur-
ger Gewässer. Dieser Preis soll deshalb auch eine Ermutigung an die gesamte Anglerschaft in Berlin,
Brandenburg und darüber hinaus sein: Macht mit, übernehmt Verantwortung und helft dabei, aus un-
seren Flüssen wieder naturnahe, gesunde Lebensräume voller Artenvielfalt zu machen“, so der Aufruf
des Fario-Vereinsvorsitzenden.
Die Kunst des Fliegenfischens
Fliegenfischen ist eine besondere Form des Angelns. Der Begriff wird dabei von der Art der Köderimi-
tation abgeleitet: Die oft kunstvoll selbstgebauten Köder sehen wie Fliegen oder andere Wasserinsek-
ten aus. Weil diese Köder federleicht sind, können sie nicht mit ihrem Eigengewicht ausgeworfen wer-
den. Das notwendige Wurfgewicht wird deshalb in die spezielle Fliegenschnur verlegt. Zusammen mit
darauf abgestimmten Ruten und Rollen entsteht daraus eine ganz eigene, beinahe kunstvolle Form
des Werfens und Angelns. Gleichzeitig ist das Fliegenfischen durch die überwiegende Verwendung von
Einzelhaken ohne Widerhaken für die Fische besonders schonend.
Der Naturschutzpreis des Landes
Seit 1998 zeichnet die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg richtungsweisende Leistungen im Be-
reich des praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder auch in der Öffentlichkeits-
arbeit und Umweltbildung mit dem Landesnaturschutzpreis aus. Darüber hinaus können auch wissen-
schaftliche, planerische oder wirtschaftliche Leistungen mit dem Preis geehrt werden. Bislang wurden
48 Preise an Brandenburgerinnen und Brandenburger vergeben. Der Naturschutzpreis ist mit 3.000
Euro dotiert und kann geteilt werden. www.naturschutzfonds.de

Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg
Leiter Öffentlichkeitsarbeit: Marc Thiele
Telefon: 0331 97164-820
E-Mail: marc.thiele@naturschutzfonds.de
Internet: https://www.naturschutzfonds.de/