Leon Bergmann 21 Paraden in Zürich; Matchwinner dank starker Deckung.
«Interessantes Duell» mit Bern | Handball
Über weite Teile des Spiels zeigten sich die Kadetten auch am Mittwoch in Zürich bärenstark. Für Trainer Jonas Wille sogar phasenweise mit der besten Vorstellung dieser noch jungen Spielzeit. Einen grossen Anteil daran hatte die deutlich verbesserte Defensive – und Schlussmann Leon Bergmann. Der junge Nationaltorwart Österreichs wurde mit 21 Paraden und einer Abwehrquote von 43 Prozent zum Matchwinner. Entsprechend strahlte er nach Schlusspfiff, reichte die Lorbeeren jedoch sofort weiter an seine Abwehrspieler. «Ich bedanke mich bei meiner Deckung», sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. «Die hat es mir in vielen Situationen leicht gemacht. Das hat schon gut funktioniert.» Mit einem Augenzwinkern schob er hinterher: «Wenn es im Angriff nicht läuft, machen wir es eben in der Deckung.»
Damit sprach er die zwischenzeitliche Durststrecke seiner Mannschaft an, die, als sie sich zu sicher fühlte, mit ein paar falschen Entscheidungen, leichten technischen Fehlern und ausgelassenen Chancen dem Gegner wieder den Glauben an ein Comeback schenkte. Mehr Ruhe, bessere Entscheidungen und bessere Pässe sieht Bergmann im nächsten Match vonnöten und nahm sich dabei in Bezug des Passes zum Tempogegenstoss selbst nicht aus. Am Sonntag gegen den BSV Bern gilt es, sich in diesen Bereichen weiter zu steigern beziehungsweise die Konzentration über die komplette Dauer des Spiels hochzuhalten.
Bern verstärkt sich mit Lenny Rubin
Bern startete mit zwei Erfolgen aus den ersten drei Partien und liegt in direkter Lauerstellung zu den beiden einzigen noch verlustpunktfreien Mannschaften aus Schaffhausen und Kriens. Ein besonderes Spiel wird es vor allem für Mathieu Seravalli. Der Schweizer Nationaltwowart war vor der Saison aus der Bundes- in die Munotstadt gewechselt und trifft nun auf seine ehemaligen Mannschaftskameraden. «Wir kennen Bern gut aus den letzten Duellen», weiss Bergmann und meinte mit einem Lächeln auf den Lippen: «Wir haben jetzt den Mathieu. Das wird sicher interessant, gerade für ihn selbst.» Interessant verstärkt hat sich der BSV kurz vor dem Saisonstart. Der nach seinem Abschied aus Stuttgart lange vereinslose Schweizer Nationalspieler Lenny Rubin unterschieb für eine Saison. Bislang zehn Treffer gelangen dem wurfgewaltigen 2,05-Meter-Hünen in den ersten drei Spielen, wobei er am Mittwoch beim 30:28-Heimsieg gegen Basel nicht zum Einsatz kam. Bergmann: «Wir wissen, dass Bern hart spielt und über die Mannschaft kommt. Da werden wir wieder alles geben müssen.»
Ich möchte den Newsletter von Schaffhausen24 kostenlos abonnieren..
Mit dem Punktemaximum von sechs Zählern auf dem Konto empfangen die Kadetten Schaffhausen am Sonntag um 17 Uhr den BSV Bern in der BBC Arena. Ein interessantes Duell, auch aufgrund des Wechsels von Mathieu Seravalli im Sommer zu den Orangen und Neuzugang Lenny Rubin auf der anderen Seite.