---
title: "Stefan Rhein übergab Tagungsband 'Wert der Sprache' in Dessau an Nadine Willing-Stritzke und Frank Kreißler; Tagungsband in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau aufgenommen."
sdDatePublished: "2026-09-04T04:09:00Z"
source: "https://verwaltung.dessau-rosslau.de/stadt-buerger/stadtportraet/stadtarchiv.html"
topics:
  - name: "education"
    identifier: "medtop:05000000"
  - name: "culture"
    identifier: "medtop:20000038"
  - name: "library and museum"
    identifier: "medtop:20000043"
  - name: "religion"
    identifier: "medtop:12000000"
  - name: "history"
    identifier: "medtop:20000747"
locations:
  - "McKinney"
  - "Berlin"
  - "Wittenberg (Landkreis)"
  - "Sangerhausen"
  - "Dessau-Roßlau"
  - "Weimar"
  - "Leipzig"
  - "Amarāvati"
  - "England"
  - "Russia"
---


Stefan Rhein übergab Tagungsband 'Wert der Sprache' in Dessau an Nadine Willing-Stritzke und Frank Kreißler; Tagungsband in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau aufgenommen.

Das geistlose, sanftlebende Fleisch von Wittenberg und der Satan von Allstedt – Martin Luther, Thomas Müntzer und der Bauernkrieg

Tagungsband „Wert der Sprache“ an Anhaltische Landesbücherei Dessau übergeben

Im Jahr 2024 feierte das Dessauer Philanthropinum, von Kant als „die Stammutter aller guten Schulen“ gerühmt, sein 250. Gründungsjubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen. Zum Jubiläumsprogramm gehörte eine wissenschaftliche Tagung, die vom 28. bis zum 30. November 2024 unter dem Titel „Wert der Sprache. Das Dessauer Philanthropinum und die Bildungsdebatten des 18. Jahrhunderts“ im Schloss Georgium stattfand. Veranstaltet wurde die Tagung von der Stadt Dessau-Roßlau in Zusammenarbeit mit der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt. Thematisch ist das Programm von Dr. Jessica Ammer (Bonn), Prof. Dr. Helmut Glück (Bamberg) und Dr. Stefan Rhein (Wittenberg) vorbereitet worden. Dr. Rhein, von 1998 bis Januar 2023 Vorstand und Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, übergab am vergangenen Freitag, 21. August, ein Exemplar des kürzlich erschienenen Bandes mit den Beiträgen dieser Tagung an die Kulturamtsleiterin Nadine Willing-Stritzke und den Archivleiter Dr. Frank Kreißler.

Die 13 Beiträge widmen sich dem philanthropisch geprägten Sprachunterricht um 1800, den nicht Grammatikdrill, sondern aktives, fröhliches Sprechen ausmachte. Die Autorinnen und Autoren des Bandes haben ein zentrales Thema der Geschichte der Bildung in Deutschland und speziell der Reformpädagogik und des Philanthropismus mit wichtigen Quellen und Erkenntnissen in lesenswerten Beiträgen neu erschlossen. Dem Vorstand der Matthias-Kramer-Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte des Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit ist für die Aufnahme des Tagungsbandes in die Schriftenreihe der Gesellschaft zu danken. Der Tagungsband wird in den Buchbestand der Anhaltischen Landesbücherei Dessau aufgenommen und steht dort künftig allen Interessenten zur Nutzung zur Verfügung.

Tagungsband „Wert der Sprache. Das Dessauer Philanthropinum und die Bildungsdebatten des 18. Jahrhunderts“

Tagungsband „Wert der Sprache. Das Dessauer Philanthropinum und die Bildungsdebatten des 18. Jahrhunderts“, hg. von Jessica Ammer, Helmut Glück und Stefan Rhein

Lesereihe „Dessau 1926“ – April bis Juni

Lesung mit Andreas Hillger und Frank Kreißler

Die im Januar 2025 gestartete Lesereihe zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus in Dessau“ wird im Jahr 2026 in veränderter Form fortgesetzt. Jeweils zwei von drei Lesungen kehren die Perspektive in „Das Bauhaus kommt in die Stadt“ um, die jeweils dritte und letzten Lesung im Quartal nimmt dann wieder die chronologische Form auf und stellt wichtige und interessante Ereignisse in „Dessau 1926“ in den Mittelpunkt. Dies wird bei der Juni-Lesung zum zweiten Mal der Fall sein. Die Lesung findet am 30. Juni 2026, 18.00 Uhr, im Bauhaus Museum Dessau, Mies-van-der-Rohe-Platz 1 statt.

Vorgestellt wird in der Lesung das Geschehen in Dessau in Politik, Stadtentwicklung, Industrie, Handwerk und Handel, Kunst, Tanz, Theater und Musik, Mode, Literatur, Sport, Vereinswesen und vielen anderen Bereichen, die damals die Menschen in der Stadt bewegten. Das waren im zweiten Quartal 1926 unter anderem: 25 Jahre Konsumverein in Dessau, ein gefeiertes Gastspiel der Wiener und Berliner Max-Reinhardt-Bühnen im Dessauer Friedrich-Theater mit dem Lustspiel in drei Akten „Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni, der Tod des Dessauer Ehrenbürgers Otto Frenckel, die Auflösung des Rechtsschutzvereins für Frauen, Vorschläge zur Verbesserung der Theaterfinanzierung und eine bedrohliche finanzielle Lage der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke.

Zu dieser Veranstaltung laden das Stadtarchiv Dessau-Roßlau und die Stiftung Bauhaus Dessau ein. Der Eintritt ist frei.

Batikarbeit des indischen lutherischen Theologen und Künstlers Solomon Raj im Stadtarchiv ausgestellt

Solomon Raj (1921–2019) war ein einflussreicher protestantischer Theologe, theologischer Schriftsteller und Pastor der Andhra Evangelisch-Lutherischen Kirchengesellschaft mit Sitz in Guntur, Bundesstaat Anthra Pradesch. Er war auch als Professor für Kommunikation, Dichter, Bildhauer und kreativer Künstler wirksam. Besondere Bedeutung erlangte Solomon Raj als christlicher, auf Batik spezialisierter Künstler. Eines seiner Kunstwerke ist jetzt begleitend zur Ausstellung „Ein Freund Indiens“. Der Philologe Friedrich Max Müller (1823–1900) aus Dessau im Stadtarchiv zu sehen. Es handelt sich um eine Batikarbeit aus dem Jahr 1996, in der Raj wie in seinem gesamten künstlerischen Schaffen traditionelle indische kulturelle Symbole für die Vermittlung biblischer Themen nutzt. Das Kunstwerk zeigt die indischen Christen symbolisierende Lotosblüten aus dem Dunklen ins Licht aufsteigen, hin zu zwei Tauben als Symbolen des Heiligen Geistes. Die großformatige Batikarbeit ist die private Leihgabe einer Dessauerin, die den Künstler Solomon Raj als Indienreferentin des Leipziger Missionswerks persönlich kennenlernte.

Die Ausstellung über den 1823 in Dessau geborenen Philologen Friedrich Max Müller, der als Professor in Oxford, mit seinen Sanskritforschungen und mit zahlreichen grundlegenden Publikationen Weltruhm erlangte, ist noch bis zum 21. April 2026 im Archivverbund Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm), zu besichtigen.

Batikarbeit aus dem Jahr 1996. Das Kunstwerk zeigt die indischen Christen symbolisierende Lotosblüten aus dem Dunklen ins Licht aufsteigen, hin zu zwei Tauben als Symbolen des Heiligen Geistes.

Der Philologe Friedrich Max Müller (1823–1900) aus Dessau

Vortrag und Ausstellungseröffnung Dienstag, 10. Februar 2026, 18.00 Uhr Archivverbund Dessau (Alter Wasserturm), Heidestraße 21, 06842 Dessau-Roßlau

Als er im Jahr 1900 starb, trauerte man in der ganzen Welt. Nachrufe bezeichneten ihn als „Freund Indiens“ und „Der Welt größten Philologen“. Gemeint war der 1823 in Dessau geborene Philologe Friedrich Max Müller, der als Professor in Oxford, mit seinen Sanskritforschungen und zahlreichen grundlegenden Publikationen solchen Weltruhm erlangt hatte. Friedrich Max Müller wird im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Dienstag, 10. Januar 2026 um 18.00 Uhr im Vortragssaal des Archivverbunds Dessau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm) stehen. Angeboten werden ein Vortrag des Archivleiters Dr. Frank Kreißler über das Leben und das wissenschaftliche Wirken des großen Philologen sowie die Eröffnung einer Kabinettausstellung unter dem Titel „Orient im Okzident, Friedrich Max Müller (1823–1900). Ein Freund Indiens“, in der zahlreiche Dokumente, Bildzeugnisse und Bücher aus dem im Stadtarchiv (Anhaltische Landesbücherei Dessau) befindlichen Nachlass Friedrich Max Müllers gezeigt werden.

Friedrich Max Müller wurde am 6. Dezember 1823 in Dessau als Sohn des Dichters Wilhelm Müller (1794–1827) und von Adelheid Basedow, einer Enkelin des Philanthropinum-Gründers Johann Bernhard Basedow (1724–1790) geboren. Nach dem Schulbesuch in Dessau bereitete sich Friedrich Max Müller ab 1836 am berühmten Nicolai-Gymnasium in Leipzig auf sein Abitur vor, das er dann am „Francisceum“ in Zerbst ablegte. 1841 bis 1844 studierte er Philologie und Philosophie an den Universitäten Leipzig und Berlin, Sein besonderes Interesse galt der Indologie und dem Sanskrit. Seine wissenschaftliche Arbeit führte ihn 1845 nach Paris und 1846 nach London. 1854 erhielt er eine ordentliche Professur für neue Sprachen und Literaturen in Oxford und wurde an der dortigen Universität ab 1868 erster Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Religionswissenschaft. Friedrich Max Müller gab viele herausragende wissenschaftliche Werke heraus, unter anderem die „Sacred books of the East“ in 50 Bänden sowie „India what can it teach us?“ (London 1883) als sein populärstes Buch. Für seine Lebensleistung erhielt Friedrich Max Müller zahlreiche Orden und Auszeichnungen. Er starb am 28. Oktober 1900 in Oxford. Seine Werke werden noch immer von Studenten der Indologie und der Sanskrit-Forschung in aller Welt genutzt. Die deutschen Goethe-Institute in Indien firmieren unter dem Namen „Max Mueller Bhavan“.

Plakat zur Ausstellung „Ein Freund Indiens“. Der Philologe Friedrich Max Müller (1823–1900) aus Dessau

Hier finden Sie Wissenswertes über unsere Angebote zur historischen Bildung und ergänzende Projekte zu Ausstellungen und Publikationen

Recherchieren Sie online in unserem Portal auf Findbuch.net. Die Bestandsübersicht wird ständig erweitert.

Unsere Webseite erscheint in neuem Gewand. Die alten Inhalte werden nicht mehr erweitert und gepflegt, sind aber noch verfügbar.

Digitalisierung einer griechischen Handschrift der Anhaltischen Landesbücherei Dessau für die weltweite Nutzung

Zu den Beständen der Anhaltischen Landesbücherei ( ALB ) im Stadtarchiv Dessau-Roßlau gehören zahlreiche Handschriften aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Ein bedeutender Fundus solcher Handschriften in der ALB ist Bestandteil der Büchersammlung des Fürsten Georg III . von Anhalt. Dazu gehört eine griechische Handschrift des Neuen Testaments aus dem 15. Jahrhundert mit der Signatur Georg Hs 4, die in den Fokus des internationalen wissenschaftlichen Interesses gelangt ist.

Am 19. Mai 2025 ist diese Handschrift durch zwei Mitarbeiter des Center for the Study of New Testament Manuscripts (Zentrum für das Studium der neutestamentlichen Handschriften, CSNTM ) vor Ort in Dessau-Roßlau digitalisiert worden.

Beim CSNTM , mit Sitz in Plano, Texas ( USA ), handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, deren Aufgabe es ist, griechische neutestamentliche Manuskripte digital zu bewahren. Zu diesem Zweck fertigt das Zentrum hochqualitative Digitalisate solcher Manuskripte aus Bibliotheken, Museen, Klöstern, Universitäten und Archiven auf der ganzen Welt an.

Die produzierten Bilder sind auf der Website des Zentrums frei zugänglich – eine durchsuchbare Bibliothek von derzeit rund 1.700 griechischen neutestamentlichen Manuskripten. Mit mehr als 50.000 Nutzern, die jedes Jahr Manuskripte in ihrer digitalen Bibliothek untersuchen, ermöglicht das CSNTM eine Partnerschaft zwischen Handschriftenbesitzern, Archivaren

Bibliothekaren und Forschern auf der ganzen Welt.

Mit der Digitalisierung der Handschrift Georg Hs 4 ist die Anhaltische Landesbücherei Dessau nun ein Teil dieses speziellen weltweiten Netzwerkes. Die Digitalisate der Handschrift Georg Hs 4 werden der ALB als Partnerinstitutionen darüber hinaus für alle eigenen Nutzungszwecke auch kostenlos zur Verfügung gestellt.

Aufzeichung der Veranstaltung beim Offenen Kanal Dessau verfügbar

Der Offene Kanal Dessau hat die Lesung aus dem Roman „Lebensborn Pommern“ von Dirk Meissner am 18. Februar aufgezeichnet. Der Beitrag vom 10.3.2025-16.3.2025 täglich um 10:05 Uhr, 14:05 Uhr, 18:05 Uhr, 22:05 Uhr, 2:05 Uhr und 6.05 Uhr im Sendeprogramm des OK ausgestrahlt wird. Das Programm ist u.a. im Livestream über die Webseite des Offenen Kanals verfügbar:

Lesung aus dem Roman „Lebensborn Pommern“ (Dirk Meißner)

18. Februar 2025, 18.00 Uhr, Stadtarchiv Dessau-Roßlau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm)

Im März 2025 jährt sich die Zerstörung der Dessauer Innenstadt durch die Bombenflugzeuge der Alliierten gegen Nazi-Deutschland zum 80. Mal. Aus diesem Anlass wird der aus Dessau stammende Schriftsteller Dirk Meißner am 18. Februar im Stadtarchiv Dessau-Roßlau, Heidestraße 21 (Alter Wasserturm) aus seinem Roman „Lebensborn Pommern“ lesen. Die Veranstaltung beginnt 18.00 Uhr.

Die dramatischen Ereignisse vom 7. März 1945 sind Teil der bewegten Geschichte der bekannten Dessauer Gastwirtfamilie Meißner. Dirk Meißners Großvater Walter Meißner gehörte damals das Hotel „Schloss Altenburg“ am Leipziger Tor, das wie viele andere Gebäude dem schweren Luftangriff auf die Stadt zum Opfer fiel. Das Hotel ist einer der beiden Schauplätze des Romans. Die im Roman beschriebenen Ereignisse sind historisch sorgfältig recherchiert. Der Autor möchte damit Dessauer Stadtges