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title: "Merle Brunnée gewinnt fünften WM-Gold in Zofingen; alleinige Rekordweltmeisterin mit fünftem Titel"
sdDatePublished: "2026-09-06T17:10:00Z"
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Merle Brunnée gewinnt fünften WM-Gold in Zofingen; alleinige Rekordweltmeisterin mit fünftem Titel

Merle Brunnée schreibt Sportgeschichte mit 5. WM-Titel – Émile Blondel-Hermant pulverisiert den Streckenrekord

ZOFINGEN – Historischer Triumph und spektakuläre Titelkämpfe beim härtesten Duathlon der Welt: Die Deutsche Merle Brunnée hat am Sonntag bei den World Triathlon Powerman Long Distance Championships in Zofingen zum fünften Mal WM-Gold geholt und ist nun alleinige Rekordweltmeisterin. Bei den Männern feierte der Franzose Émile Blondel-Hermant einen dominanten Sieg mit neuem Streckenrekord, während das Schweizer Team eine bittere Enttäuschung erlebte. Insgesamt standen bei diesem Duathlon in allen Kategorien mehr als 700 Athletinnen und Athleten aus 40 Nationen am Start.

Das hochkarätige Spektakel fand in diesem Jahr unter den Augen des Präsidenten von World Triathlon, Antonio Arimany, statt. Der höchste Funktionär des Verbandes zeigte sich tief beeindruckt von der Atmosphäre und der perfekten Organisation und bezeichnete Zofingen offiziell als die „Kapitale des Duathlonsports“.

Die Teilnehmenden fanden zudem beste Bedingungen auf den anspruchsvollen Strecken rund um Zofingen vor. Warme Temperaturen, speziell ab dem Mittag, verlangten den Athletinnen und Athleten auf den finalen Kilometern nochmals alles ab, sorgten aber gleichzeitig für eine tolle Zuschauerkulisse entlang der Strecke und historische Rekordzeiten.

Im Rennen der Männer zeigte Émile Blondel-Hermant eine absolute Machtdemonstration. Der Franzose distanzierte das Feld bereits früh und überquerte das Ziel nach einer geschichtsträchtigen Fabelzeit von 5:50:30 Stunden. Mit dieser Leistung war Blondel-Hermant stolze acht Minuten schneller als der bisherige Streckenrekord und sicherte sich den WM-Titel mit einem Vorsprung von genau zwölf Minuten auf den Belgier Jonathan Wayaffe.

Blondel-Hermant feierte damit nach 2024 seinen zweiten WM-Titel in Zofingen und nahm eindrücklich Revanche für seinen unglücklichen Auftritt im Vorjahr, als er das Rennen zu Beginn der Radstrecke wegen einer technischen Panne vorzeitig hatte aufgeben müssen. Das Podest komplettierte mit Baptiste Domanico der französische Vorjahressieger, der sich dieses Mal mit dem dritten Rang begnügen musste.

Völlig ohne Chancen blieben hingegen die Schweizer Athleten, für die das Heimrennen extrem unglücklich verlief. Die meistgenannten Eidgenossen im Vorfeld spielten im Kampf um die Spitzenplätze keine Rolle: Der Schweizer Mitfavorit Jens-Michael Gossauer musste das Rennen frühzeitig aufgeben. Noch bitterer traf es Benjamin Ueltschi, der aufgrund von gesundheitlichen Problemen erst gar nicht zum Start antreten konnte.

Das Frauenrennen über die extreme Langdistanz (10 km Laufen, 150 km Radfahren und 30 km Laufen) wurde zu einer packenden Show der Titelverteidigung. Dabei liess sich Merle Brunnée auch von einem Schreckmoment nicht aus der Bahn werfen: Wegen eines Sturzes erlitt sie zeitweilig einen kleinen Rückschlag, konnte das Rennen aber glücklicherweise fortsetzen. In der Folge baute sie ihre Führung rasch wieder aus, setzte auf dem Rad alles auf eine Karte und distanzierte die internationale Konkurrenz entscheidend. Auf den abschliessenden 30 Laufkilometern kontrollierte Brunnée das Tempo von der Spitze aus und überquerte die Ziellinie nach 6:45:51 Stunden mit fast sieben Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Britin Rachel Brown.

„Dass es am Ende tatsächlich für den fünften Titel und den alleinigen Rekord gereicht hat, fühlt sich absolut surreal an“, bilanzierte die frischgebackene Rekordweltmeisterin überglücklich im Ziel.