Trump und Rodríguez Öl-Deal mit Venezuela in den USA getätigt; Zugriff auf rund 65 Milliarden Barrel Öl.
Aktienbörse – Richtungslosigkeit | Schweiz/Ausland
US-Präsident Trump und Venezuelas Präsidentin Rodríguez haben einen Öl-Deal getätigt. Die USA sollen damit Zugriff auf rund 65 Milliarden Barrel Öl erhalten. Viele Details sind noch offen. Zugleich prüft Venezuela auch einen Austritt aus der Organisation erdölexportierender Länder (kurz OPEC).
Die niederländische Zentralbank verlagert einen Grossteil ihrer Goldreserven von New York zur Bank of England. Insgesamt wurden etwa 86 Tonnen Gold (Wert 10 Milliarden Schweizer Franken) abgezogen. Das ist etwa ein Viertel der niederländischen Goldvorräte.
Der Zollstreit zwischen den USA und Kanada steuert auf einen handfesten Handelskrieg zu. In den kommenden Wochen und Monaten wird sich der Konflikt durch das Inkrafttreten von Vergeltungszöllen und Folge-Sanktionen erheblich verschärfen. Ab dem 8. September 2026 erhebt Kanada diese Gegenzölle von bis zu 50 Prozent auf US-Waren.
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) zeigt im August 2026 in vielen weltweiten Regionen eine anziehende Dynamik, insbesondere getragen von der stärkeren Industrienachfrage. Der Einkaufsmanagerindex in Deutschland (EMI) kletterte von 52.2 auf 54.3 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit 51 Monaten. US-Index verzeichneten ebenfalls ein kräftiges Wachstum. Der entsprechende Index des Instituts for Supply Management (ISM) stieg von 54.1 auf 55.4 Zähler. In Kanada – stieg der Ivey-PMI deutlich von 55.1 auf 64.3 Punkte und markierte den höchsten Stand seit Mai 2022.
Die Schweizer Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein überraschend starkes Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1.5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, bleibt im Gesamtjahr laut Prognosen des Staatssekretariats (SECO) jedoch bei einem unterdurchschnittlichen Wachstum von rund 0.9 Prozent (nicht revidiert).
Die Inflation in der Schweiz klettert im August auf 0.8 Prozent (Gesamtjahr 0.4 Prozent). Die Teuerung hat im August den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Jedoch Zinserhöhungen erwarten Ökonomen ab etwa Juni 2027.
Volkswagen hat anfangs September 2026 den radikalen Sanierungsplan verabschiedet. Damit wurde nach langen, Verhandlungen ein Kompromiss zwischen dem Vorstand unter Oliver Blume, den Eigentümerfamilien, den Gewerkschaften und dem Land Niedersachsen erzielt. Man spricht über Betriebsschliessungen und 50‘000 weiteren Entlassungen. Die Anpassung aller Kapazitäten sei notwendig für die Umstrukturierungen, so das Unternehmen in Wolfsburg.
Die zuständige Ständeratskommission hat Ende August 2026 neue Vorschläge, welche geplante Eigenkapitalvorschriften für die UBS im Vergleich zur bundesrätlichen Vorlage gemildert. Während der Bundesrat fordert, dass die Grossbank ihre ausländischen Tochtergesellschaften zu 100 Prozent mit hartem Kernkapital absichern muss, beantragt die Kommission eine deutlich sanftere 50:50-Lösung. Bank und Bundesrat sind mit dem Vorschlag jedoch nicht zufrieden.
Der Hauptgrund des starken Kursanstiegs von Novartis auf ein neues Rekordhoch Anfang September 2026 sind sehr gute klinische Studienergebnisse für das Medikament Remibrutinib zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Die Aktie sprang daraufhin an der Schweizer Börse SIX auf ein neues 52-Wochen-Hoch von bis zu 133 Schweizer Franken.
Der beachtliche Kursanstieg der Gurit-Aktie, die sich seit Beginn des Jahres 2026 mehr als vervierfacht hat, und auf rund 50 Schweizer Franken gestiegen ist, liegt vor allem an einer operativen Trendwende und gute Halbjahreszahlen. Nach schwierigen Restrukturierungsjahren verarbeitet der Markt nun den erfolgreichen Turnaround. Im fortgeführten Geschäft verzeichnete Gurit ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 16 Prozent. Besonders beeindruckend war die Rückkehr in die Gewinnzone mit einem Reingewinn von 9.0 Millionen Schweizer Franken (nach einem Verlust von 68.3 Millionen Schweizer Franken im Vorjahreszeitraum).
Vermögensverwalter Vontobel zieht 2030 mit über 1500 Mitarbeitenden nach Baar in den Kanton Zug. Am Bleicherweg in Zürich bleibt noch ein Kundenstandort für 300 Angestellte.
Swiss Life baut 600 Stellen ab – als Grund gibt sie die «fortschreitende Digitalisierung» an. Der Versicherer ist mit seinen Geschäftszahlen auf Kurs, reduziert aber die Zahl seiner Beschäftigten. Die Hälfte der Stellen fällt in der Schweiz weg.
Die Entwicklung der Aktienmärkte bis Ende 2026 wird von einem Spannungsverhältnis zwischen robusten Wirtschaftsdaten und geldpolitischen Turbulenzen (Zinsängsten) geprägt. Auch die Geopolitik bleibt turbulent (US-Zölle, Kriege). Die Hauptfaktoren (Wachstum, Inflation, Unternehmensgewinne, KI-Boom, Zinstrend) stehen teilweise im Widerspruch zueinander, was zu erhöhter Volatilität führt und gleichzeitig den Boden für eine Korrekturphase im Herbst ebnet, bevor der Markt gegen Jahresende wieder anziehen könnte. Ein höheres BIP-Wachstum kommt überraschend, sowie auch robuste Arbeitsmarktdaten stützen Unternehmensgewinne. Der hohe Ölpreis (aufgrund des Iran-Krieges) wirkt wie eine Kriegsfinanzierung, belastend für Wirtschaft und Konsum, drückt die Inflation auf über 3 Prozent, was auch die Zinssätze in die Höhe treibt. Die US-Notenbank FED (unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh) und die Europäische Zentralbank (EZB) signalisieren Leitzins-Zinserhöhungen. Dies schmälert die Unternehmensgewinne und treibt Anleger zurück in Staatsanleihen. Renditen befinden sich derzeit auf einem Höchststand. Die hohe US-Verschuldung von über 40 Billionen stellt ebenfalls ein Hindernis dar.
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Gewinner und Verlierer hielten sich die Waage. Wirtschaftsdaten deuten auf leichtes Wachstum, die Inflation steigt. Der SMI schloss bei 14'396 Punkten (Vorwoche 14'400).