Bremer Senat startet Pilotphase der Arbeitszeiterfassung an Schulen in Bremen und Bremerhaven; neun Schulen testen ein Jahr Arbeitszeiterfassung

Bremen sammelt Erfahrungen für die Republik - Pressestelle des Senats

Bremen sammelt Erfahrungen für die Republik

Der Senator für Kinder und Bildung

Land Bremen Vorreiter bei der Arbeitszeiterfassung an Schulen

Der Bremer Senat hat am heutigen Dienstag (8. September 2026) den Sachstandsbericht zum Projekt “Arbeitszeiterfassung an Schulen” zur Kenntnis genommen. Der Bericht dokumentiert den Abschluss des rund einjährigen Vorbereitungsjahres und den Beginn der Pilotphase 2026

2027 des Vorhabens. Neun Schulen in Bremen und Bremerhaven erproben nun ein Jahr lang die systematische Erfassung der Arbeitszeit.

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles betont: “Bremen geht bei der Arbeitszeiterfassung an Schulen bewusst voran und erprobt, wie sie im echten Schulalltag funktionieren kann. Das große Interesse der anderen Länder zeigt, wie relevant diese Frage inzwischen ist. Wir wollen deshalb mit der Pilotphase belastbare Erfahrungen sammeln und herausfinden, welche Voraussetzungen es braucht, damit Arbeitszeiterfassung an Schulen sinnvoll und praxistauglich umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse aus Bremen sollen dabei auch über unser Land hinaus Orientierung geben.”

Nach rund einem Jahr Vorbereitung ist zum Schuljahr 2026

2027 die einjährige Pilotphase des Projekts “Arbeitszeiterfassung an Schulen” gestartet. Dabei geht es um mehr als die digitale Dokumentation von Arbeitszeit. Die Pilotphase soll zeigen, ob und wie sich damit Arbeitsbelastungen sichtbar machen, der Arbeits- und Gesundheitsschutz stärken und die Arbeitsorganisation an Schulen weiterentwickeln lassen. Das bestehende Unterrichtsdeputat bleibt unverändert. Erfasst wird die gesamte Arbeitszeit – neben dem Unterricht unter anderem auch Vor- und Nachbereitung, Korrekturen, Konferenzen, Gespräche, Fortbildungen und Aufsichten.

Wissenschaftliche Evaluation begleitet die Pilotphase

Die Pilotphase wird wissenschaftlich begleitet und fortwährend evaluiert. Im Fokus stehen die Einführung und Akzeptanz des Systems, Erfahrungen mit der Arbeitszeitorganisation und Arbeitszeitgesprächen sowie der Umgang mit erfassten Arbeitszeitdaten und möglichen Arbeitszeitüberschreitungen. Zum Abschluss werden die Ergebnisse zusammengeführt und Empfehlungen für die Weiterentwicklung und eine flächendeckende Einführung der Arbeitszeiterfassung an Schulen in Bremen abgeleitet. Dabei fließen sowohl die erfassten Daten als auch die Erfahrungen von Beschäftigten, Schulleitungen und weiteren Beteiligten ein.

Bremen im Austausch mit anderen Ländern

Das Interesse anderer Länder am Bremer Projekt ist im Verlauf der Vorbereitung deutlich gestiegen. Über die Kooperation mit der Deutschen Telekom Stiftung wurde ein länderübergreifendes Austauschgremium eingerichtet. An Veranstaltungen auf Staatssekretärs- und Arbeitsebene beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aus 15 der 16 Bundesländer. Auch im Rahmen des Projekts “Freiräume(n)” wurde das Bremer Vorhaben mit Vertreterinnen und Vertretern aus zahlreichen Schulen und Ländern diskutiert.

Die überwiegend positiven Rückmeldungen zeigen das große Interesse an den Bremer Erfahrungen. “Ganz Deutschland schaut auf Bremen” – dieser im Austausch formulierte Satz beschreibt die Situation treffend: Bremen erprobt ein Modell für rechtliche und praktische Herausforderungen, für die auch andere Länder nach Lösungen suchen. Die Erfahrungen aus Bremen sollen deshalb wichtige Hinweise geben, welche Voraussetzungen für eine Arbeitszeiterfassung an Schulen notwendig sind und wie sie im Schulalltag sinnvoll umgesetzt werden kann.

Mit dem Start der Pilotphase geht das Projekt nun in die praktische Erprobung. Im Fokus stehen die Begleitung der neun Pilotschulen, die Weiterentwicklung der Software, der Umgang mit Arbeitszeitdaten und Arbeitszeitgesprächen sowie die wissenschaftliche Evaluation. Parallel werden die Anforderungen an eine mögliche flächendeckende Einführung geprüft. Nach Abschluss der einjährigen Pilotphase werden die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet und Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung des Modells in Bremen gezogen.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt finden Sie auch auf der Homepage des Senators für Kinder und Bildung: www.bildung.bremen.de

Ansprechpartnerin für die Medien: Patricia Brandt, Pressesprecherin beim Senator für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: patricia.brandt@bildung.bremen.de