Ulrike Scharf kommentiert Pisa-Studie in Bayern; knapp drei Milliarden Euro bis 2030

08.09.2026 - PM 320.26 - Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Scharf: „Wer früh fördert, stärkt Kinder fürs Leben“

Familienministerin zu den Ergebnissen der Pisa-Studie

Zur heute veröffentlichten Pisa-Studie betont Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf : „Die Ergebnisse der Pisa-Studie sind alarmierend. Es gibt weiterhin Nachholbedarf. Für mich steht fest: Jedes Kind braucht bestmögliche Startchancen. Die entscheidenden Weichen werden bereits vor dem ersten Schultag mit der frühkindlichen Bildung in der Kita gestellt. Kinder lernen in den ersten sechs Jahren mehr als in ihrer gesamten Schulzeit. Mit einer qualitativ hochwertigen und verlässlichen frühkindlichen Bildung schaffen wir das Fundament für eine erfolgreiche Bildungsbiografie. Frühkindliche Bildung muss Priorität in Deutschland haben. Unsere Kitas sind der erste Bildungsort außerhalb der Familie: Wer früh fördert, stärkt Kinder fürs Leben.“

Für Scharf sind Investitionen in die frühkindliche Bildung unerlässlich: „Wir investieren bis zum Jahr 2030 knapp drei Milliarden Euro zusätzlich in unsere bayerischen Kitas. Mit der Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) erhöhen wir bis 2029 die staatliche Förderung der Betriebskosten einseitig um 25 Prozent und verankern erstmals dauerhaft gesetzlich staatliche Mittel für Teamkräfte. Damit schaffen wir mehr Zeit für die Kinder und sichern langfristig eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung. Auch die Sprachstandserhebungen sind in Bayern bereits etabliert.“

Die Ministerin nimmt die Pisa-Studie auch zum Anlass, ihre Forderung nach Handlungsbedarf bei der Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen zu unterstreichen: „Ein pauschales Verbot für Jugendliche unter 14 lehne ich ab. Wir müssen die Medienkompetenz deutlich stärken – sie ist so wichtig wie Lesen und Schreiben. Jugendliche dürfen im Netz nicht allein gelassen werden. Wir müssen die Plattformanbieter stärker in die Pflicht nehmen. Ich fordere für Kinder und Jugendliche eine standardmäßige Deaktivierung algorithmischer Empfehlungssysteme, die Sucht erzeugen können.“