EU-Kommission genehmigt 400 Mio. Beihilfe für Sanofi-Insulinproduktion in Deutschland Höchst; Neue Insulinfabrik bis 2032, 1,1 t/J bis 2042
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Börsennews 9. September 2026
Aktien International – Update
Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum
Übersicht
European Futures Euro Stoxx 50 6'284
- 2.0 % DAX 25'574
- 1.7 % CAC 40 8'155
- 2.1 % FTSE 100 10'689 -1.3 %
US-Futures Dow Jones Industrial 52'519
- 0.6 % Nasdaq 100 29'375
- 0.6 % S&P 500 7'651
- 0.4 %
News Europa
Inditex: Legt im 1. HJ unter Konsens zu Im gesamten ersten Geschäftshalbjahr stieg der Erlös währungsbereinigt beim Eigentümer von Marken wie Zara, Bershka, Pull & Bear, Massimo Dutti und Stradivarius um 9,2 %, nominal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 8 % auf 19,8 Milliarden Euro, während die Margen etwas schwächer ausfielen. Die EBIT-Marge hat jedoch die Prognosen um 80 Basispunkte aufgrund gestiegener Betriebskosten verfehlt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zog in der Zeit ebenfalls um fast 8 % auf 3,8 Milliarden Euro an. Branchenexperten hatten hier mit gut 3,9 Milliarden gerechnet. Auf die Aktionäre entfiel ein Nettogewinn von 3,0 Milliarden Euro, das waren fast 7 % mehr als ein Jahr zuvor. Inditex gaben deutlich um über 4,0 % nach, für Konkurrenten H&M geht es um 0,9 % nach unten. Unterdessen sind die neuen Herbst- und Winterkollektionen von Inditex bei den Kunden gut angekommen. So seien in den ersten Wochen des neuen Halbjahrs vom 1. August bis 7. September die Umsätze währungsbereinigt um 9 % gestiegen.
Sanofi: EU spricht Beitragszahlung für Insulinproduktion Um die Versorgung mit Insulin zu sichern, darf Deutschland den Arzneimittelhersteller Sanofi mit 400 Millionen Euro unterstützen. Das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main könne damit für seine Nettokosten entschädigt werden, teilte die EU-Kommission mit. Sie prüft staatliche Beihilfen wie diese, um
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Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Die Sanofi- Aventis Deutschland GmbH verpflichtet sich nach Angaben der Brüsseler Behörde im Gegenzug dazu, bis Ende 2032 eine neue Insulinfabrik an ihrem Standort im Frankfurter Stadtteil Höchst aufzubauen. Dort sollen demnach bis Ende 2042 jährlich mindestens 1,1 Tonnen Insulin hergestellt werden.
Flugsektor: Fluglotsen kämpfen den zweiten Tag mit massiven technischen Problemen – Aufarbeitung im Gange Nachdem bereits gestern britischen Meldungen zufolge über 1'750 Flüge ausgefallen sind, hat sich am Mittwoch die Lage etwas entschärft. Eine technische Störung bei der Flugsicherung (NATS) hat wiederum erhebliche Folgen auf den Luftverkehr in Großbritannien. Wie das Flugdatenportal Flightradar24 sind heute bereits wieder mehrere Hundert Flüge gecancelt, der größte Teil davon am Londoner Flughafen Heathrow. Der genaue Grund für die Probleme war zunächst unklar. Eine Cyberattacke werde als Ursache jedoch ausgeschlossen, sagte der Chef des Flugsicherungsunternehmens Nats, Martin Rolfe, der BBC. Das Problem sei inzwischen behoben, habe jedoch einen erheblichen Rückstau verursacht, der nun abgearbeitet werde. Nats ist in Großbritannien für 15 Flughäfen zuständig. Betroffen von der Störung waren am Dienstag neben Heathrow auch London Gatwick, London Stansted sowie die Airports in Manchester und Birmingham und weitere.
Fortum: Profitiert von Googles KI-Rechenzentren Der grösste finnische Versorger hat mit Google einen 22- jährigen Stromabnahmevertrag unterzeichnet, der bis zu 50 % der Kapazität des Kernkraftwerks Loviisa abdeckt und damit die Ertragssicherheit für die Verlängerung der Betriebsdauer des Kraftwerks bis 2050 gewährleistet. Google und Fortum unterzeichneten zudem eine Absichtserklärung, die neue Kernkraftwerke, erneuerbare Energien, Flexibilitätslösungen und ein 94-MW- Batteriespeichersystem in Kajaani umfasst. Google kündigte Investitionen in Höhe von 13 Mrd. Euro in Finnland für den Zeitraum 2027–2028 an, darunter Rechenzentren in Hamina, Muhos, Vaala und Kajaani.
News Übersee
USA-Kanada: USA agieren erneut Im Bezug auf den US-lancierten Zollstreit mit Kanada hat die Regierung in Washington Einfuhrverbote für bestimmte Produkte aus dem Nachbarland angekündigt. Einige Molkereiprodukte, alkoholische Getränke und Motorräder sollen ab dem 29. September nicht mehr in die Vereinigten Staaten eingeführt werden dürfen, wie aus Dekreten von US-Präsident Donald Trump hervorging. Es gehe dabei um einen Warenwert im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter. Mit den neuen Maßnahmen erhöht Washington den Druck, um Ottawa in dem schwelenden Zollstreit zum Einlenken zu bewegen.
Covenant: Will in Deutschland Produzieren Das US-israelische Rüstungsunternehmen Covenant will in Sachsen eine umfangreiche Produktion weitreichender Marschflugkörper aufbauen. Die Produktion des Marschflugkörpers Anthem soll demnach im kommenden Jahr im Raum Leipzig für europäische Kunden beginnen. Das Unternehmen hat auch noch eine Fabrik in Dallas/Texas zur Versorgung der US- Streitkräfte. Anthem kann einen 200 Kilogramm schweren Gefechtskopf tragen. Zu den Meldungen, wonach die Reichweite 1'500 Kilometer beträgt, äussert sich das Unternehmen nicht. Anthem wird als Waffe für Präzisionsschläge tief im gegnerischen Gebiet (deep strike) bezeichnet. Das Unternehmen will das Waffensystem deutlich günstiger anbieten als bislang auf dem Markt verfügbare Systeme.
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