Universität Bremen führt Studie zur Versorgung ungewollt Schwangerer in Bremerhaven durch; Privater Shuttle nach Bremen nötig

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Versorgung ungewollt Schwangerer in Bremerhaven – Studie

  1. September 2026 Kommentar verfassen

In Deutschland sind alle Bundesländer verpflichtet, den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sicherzustellen. Dennoch unterscheiden sich die Angebote regional. Im Land Bremen gilt die Versorgung als gut, jedoch gibt es in Bremerhaven erhebliche Defizite bei den Angeboten für Schwangerschaftsabbrüche.

Zeitweise brachte ein privat organisierter Shuttle Betroffene aus Bremerhaven und Umgebung nach Bremen, da dort die Angebote für ungewollt Schwangere deutlich ausgeprägter sind.

Die taz berichtet, dass sich Bremerhavener Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten, nicht in die offiziellen Listen eintragen, um Anfeindungen zu vermeiden Und das obwohl §219a StGB , nach dem sich Ärzt*innen durch Bereitstellung öffentlicher Informationen über den Ablauf und die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen strafbar machten, 2022 ersatzlos aufgehoben wurde.

Der ökonomischen Ausbeutung menschlicher Reproduktionsfähigkeiten ist entgegenzutreten. (Antje Schrupp, „Reproduktive Freiheit – Eine feministische Ethik der Fortpflanzung“, 2022, S. 85)

Studie zur Versorgung ungewollt Schwangerer

Um die Lage in Bremerhaven transparenter zu machen, führen Nha My Hoang und Larissa Walter im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management an der Universität Bremen eine Studie durch. Die Student*innen kooperieren dabei mit der ZGF in Bremerhaven.

Ziel der Studie ist es, Qualität und Bedarfsgerechtigkeit der Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen mit Fokus auf Bremerhaven und Umgebung zu untersuchen und eventuelle Verbessungsbedarfe aufzuzeigen.

Es werden Erreichbarkeit, Terminverfügbarkeit, Wahlmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs sowie generelle Rahmenbedingungen für Betroffene ermittelt. Dies geschieht sowohl durch leitfadengestützte Interviews mit Expert*innen, als auch durch eine anonyme Online-Befragung. Hier werden Betroffene zu ihren Erfahrungen mit einer ungewollten Schwangerschaft und einem Schwangerschaftsabbruch sowie zur Inanspruchnahme von Beratungs- und Versorgungsangeboten befragt.

Die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Umfrage sind, dass ihr volljährig seid, persönliche Erfahrung mit ungewollter Schwangerschaft habt und in Bremerhaven oder Umgebung wohnt. Zur anonymen Umfrage geht’s hier .

Bei Rückfragen oder Verständnisschwierigkeiten könnt ihr euch hier melden: ungewollt.schwanger.in.bhv[at]gmx.de.

Beratung und Hilfe für ungewollt Schwangere

Betroffene können sich an die pro familia Beratungsstelle in Bremerhaven wenden. Sowohl vor Ort, als auch telefonisch ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung möglich. Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer findet ihr auf deren Website .

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Kategorie: Gesundheit Stichworte: Gesundheit , Schwangerschaft

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