EUR/USD startet am Devisenmarkt mit Rückenwind in den Handelstag; EZB-Zinserhöhung fast sicher eingepreist

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Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung. Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

08.09.2026 08:12 Aktuelle Kurse

(nicht handelbar) Geld Brief Geld Brief Geld Brief EUR / USD 1,1630 1,1630 EUR / AUD 1,6111 1,6113 EUR / HUF 364,23 364,48 EUR / GBP 0,8586 0,8586 EUR / NZD 1,9838 1,9841 EUR / CNH 7,8034 7,8041 EUR / CHF 0,9402 0,9403 EUR / HKD 9,1185 9,1194 GBP / USD 1,3545 1,3546 EUR / JPY 178,46 178,47 EUR / SGD 1,4706 1,4708 USD / CHF 0,8084 0,8085 EUR / CAD 1,6027 1,6029 EUR / TRY 56,3904 56,4049 USD / JPY 153,45 153,46 EUR / SEK 11,1580 11,1605 EUR / THB 38,2130 38,2406 USD / CAD 1,6027 1,3782 EUR / NOK 10,7695 10,7721 EUR / CZK 24,2070 24,2140 AUD / USD 0,7218 0,7218 EUR / DKK

7,4748

7,4751 EUR / PLN

4,3114

4,3123 NZD / USD

0,5862

0,5863 $-Handelsranges: High Low Last

Frankfurt 1,1634-36 1,1611-13 1,1629-31 Für den Abschluss von New York 1,1631-33 1,1621-23 1,1621-23 Devisengeschäften wählen Sie Tokio 1,1634-36 1,1622-24 bitte +49 40 3578-97430 Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg

Guten Morgen! EUR/USD startet mit Rückenwind in den neuen Handelstag und notiert fest bei 1,1625 USD. Treiber sind vor allem die Er- wartung einer weiteren EZB-Zinserhöhung am Donnerstag, die Aussicht auf eine möglicherweise länger restriktive Geldpoli- tik im Euroraum sowie die Schwäche des US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Der EZB-Schritt um 25 Basispunkte auf 2,50 % gilt dabei als nahezu ausgemacht und ist entsprechend weitgehend eingepreist. Für den Euro wird daher ent- scheidender sein, welchen Ausblick der EZB-Rat über September hinaus gibt. Während einige Marktteilnehmer mit weiteren Zinsschritten rechnen, sehen viele Ökonomen die anstehende Erhöhung eher als letzten beziehungsweise vorsorglichen Schritt des aktuellen Straffungszyklus. Unterstützung erhält die Gemeinschaftswährung zudem von der Aufwärtsrevision des Eurozonen-BIP im zweiten Quartal auf +0,6 % gegenüber dem Vorquartal. Die stärkere Entwicklung sollte allerdings nicht überinterpretiert werden, da ein wesentlicher Teil der Revision auf das außergewöhnlich starke Wachstum Irlands zurückzu- führen ist. Gleichzeitig dürfte der weitere Konjunkturausblick zunehmend von der Entwicklung der Energiepreise abhängen. Ein länger anhaltend hoher Ölpreis würde zwar den Inflationsdruck erhöhen und damit die EZB bei ihrer restriktiven Haltung unterstützen, gleichzeitig aber auch die Kaufkraft der privaten Haushalte und die Investitionstätigkeit belasten. Damit ver- schärft sich für die EZB der Zielkonflikt zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstum. Auf der anderen Seite hat der über- raschend starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag die Erwartungen an eine mögliche Fed-Zinserhöhung im September wieder deutlich belebt. Die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im September liegt aktuell bei rund 58 %. Entscheidend wird daher der US-Verbraucherpreisbericht am Freitag. Sollte die Inflation stärker als erwartet ausfallen, dürfte dies die Zins- erhöhungserwartungen für die Fed weiter erhöhen und dem Dollar Unterstützung verleihen. Die Fed befindet sich bis zur Sitzung am 15. und 16. September zudem in ihrer Blackout-Periode, sodass bis dahin vor allem Konjunkturdaten die Erwar- tungen bewegen dürften. Gegenüber dem Yen zeigt der US-Dollar dagegen deutliche Schwäche. USD/JPY fiel bis auf 154,06 und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar. Neben den gestiegenen Erwartungen an eine weitere Straffung der japanischen Geldpolitik dürfte auch die Aussicht auf erneute Interventionen der japanischen Behörden den Yen unter- stützen. Der kräftige Yen-Anstieg belastet den Dollar dabei indirekt auch gegenüber dem Euro und trägt damit zur aktuellen EUR/USD-Bewegung bei. Derweil bleibt die Entwicklung rund um die Straße von Hormus der wichtigste geopolitische Risi- kofaktor. Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen zwischen Iran und den USA stieg Brent auf knapp 97,50 USD je Barrel. Gleichzeitig bleiben die Signale aus der Region widersprüchlich: Einer möglichen weiteren Eskalation stehen Berichte über Gespräche zu einer sicheren Passage durch die Straße von Hormus gegenüber. Der Ölmarkt bleibt damit stark nachrichten- getrieben. Goldman Sachs sieht bei einer weiteren Verschärfung des Konflikts ein Risiko für Brent von bis zu 120 USD je Barrel.

EURUSD zeigt sich kaum verändert bei 1,1625 USD. Im weiteren Kursanstieg liegt die nächste nahe Hürde bei 1,1720 USD, während auf der Unterseite Halt um 1,1560 USD gefunden werden kann. EURGBP liegt bei 0,8585 GBP. Die Marken 0,8460 GBP und 0,8690 GBP bleiben weiterhin intakt. EURCHF verharrt um 0,9405 CHF. Der bekannte Korridor zwischen 0,9250 und 0,9435 CHF bleibt intakt. EURJPY startet heute bei 178,45 JPY. Abgebende Notierungen könnten Halt um 178,00 JPY finden, wohin um 184,00 JPY ein Widerstand lauern könnte.

Heutige Daten Quelle: Bloomberg Zeit Land Ereignis Zeitraum Konsens Vorperiode 08:00 DE Exporte, MoM, in % Jul 0,3 0,9 12:00 US NFIB Optimismus mittelständ. Unternehmen, in Pkt. Aug 99,3 99,8