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title: "IWH warnt vor erhöhtem Insolvenzrisiko in Deutschland; 1.525 Insolvenzen August, 63% über Vorkrisenniveau"
sdDatePublished: "2026-09-09T06:07:00Z"
source: "https://www.nordlb.de/meine-nordlb/download/research-dokument-14399?cHash=0b61274f762f66fb8a77c60b1cd67fad"
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  - name: "economy, business and finance"
    identifier: "medtop:04000000"
locations:
  - "United States"
  - "Chile"
  - "Germany"
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IWH warnt vor erhöhtem Insolvenzrisiko in Deutschland; 1.525 Insolvenzen August, 63% über Vorkrisenniveau

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar.
Research
NORD/LB am Morgen

9. September 2026

Research
NORD/LB am Morgen
9. September 2026
 Marktdaten
08.09.2026
07.09.2026
31.12.2025
Ytd %
DAX
26.007,63
26.006,53
24.490,41
6,2
MDAX
32.544,30
32.405,44
30.617,67
6,3
TECDAX
4.036,38
4.055,52
3.622,27
11,4
EURO STOXX 50
6.413,17
6.403,99
5.791,41
10,7
STOXX 50
5.419,19
5.432,97
4.918,02
10,2
DOW JONES IND.
52.786,07
53.414,25
48.063,29
9,8
S&P 500
7.673,52
7.718,60
6.845,50
12,1
MCSI World
4.966,17
4.995,00
4.430,38
12,1
MSCI EM
1.752,11
1.756,85
1.404,37
24,8
NIKKEI 225
65.269,33
66.399,84
50.339,48
29,7
Euro in USD
1,1626
1,1628
1,1745
-1,0
Euro in YEN
178,51
179,02
183,58
-2,8
Euro in GBP
0,8585
0,8584
0,8717
-1,5
Bitcoin (USD)
78.479,13
79.109,54
87.598,39
-10,4
Gold (USD)
4.352,91
4.411,03
4.319,37
0,8
Rohöl (Brent ICE USD)
97,92
97,00
60,85
60,9
CO2 Emissionsrechte
85,42
84,74
87,37
-2,2
Bund-Future
122,04
122,63
127,57

Rex
121,02
121,24
124,38

Umlaufrendite
3,35
3,31
2,78

3M Euribor
2,635
2,669
2,026

12M Euribor
3,117
3,116
2,243

Bund-Rendite 10J.
3,366
3,386
2,855

Bund-Rendite 20J.
3,765
3,788
3,383

US-Treasuries 10J.
4,788
4,782
4,167

  Quelle: Bloomberg

Charts

Termine
Zeit
 CET
Land
Indikator
für
Prognose
NORD/LB

Konjunktur

03:30
CN
CPI Y/Y
Aug
0,8%
03:30
CN
PPI Y/Y
Aug
3,6%
19:00
EU
EZB-Ratsmitglied Nagel spricht in Berlin

Unternehmen/Sektor

07:30
ES
Inditex
Halbjahreszahlen
10:00
CH
Richemont
Hauptversammlung

13:30
GB
Legal & General
außerordentliche
Hauptversammlung

19:00
US
Apple
Special Event zur Vorstellungg
neuer Produkte
21:00
GB
ARM Holding
Hauptversammlung

Marktumfeld

Trotz eines Rückgangs der Unternehmensinsolvenzen um 10% auf
1.525 Fälle im August bleibt das Insolvenzgeschehen in Deutschland
mit 63% über dem Vorkrisenniveau (2016 bis 2019) weiterhin hoch. Be-
sonders kritisch ist der Anstieg der betroffenen Arbeitsplätze. In den
größten 10% der insolventen Unternehmen waren über 16.000 Stellen
gefährdet (mehr als doppelt so viele wie im Vorkrisendurchschnitt). Das
IWH (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle) warnt daher vor
einer verfrühten Entwarnung und erwartet trotz leichter Konjunkturer-
holung auch in den kommenden Monaten ein erhöhtes Insolvenzrisiko.

Der VDMA (Branchenverband Verein Deutscher Maschinenbau-Anstal-
ten) warnt vor einer zunehmenden Verlagerung von Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten (FuE) ins Ausland. 69% der befragten Maschi-
nenbauunternehmen planen einen Ausbau ihrer FuE-Aktivitäten außer-
halb Deutschlands (begründet durch hohe Standortkosten und rückläu-
fige Umsätze). Der VDMA sieht darin ein Alarmsignal für den Industrie-
standort Deutschland und kritisiert insbesondere die geplanten Kürzun-
gen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Etat des Bundes-
wirtschaftsministeriums (Jahr 2027), da diese vor allem innovations-
starke kleine und mittlere Unternehmen (KMU) treffen würden.

Die dt. Elektroindustrie verzeichnet dank einer deutlich gestiegenen
Auslandsnachfrage die beste Stimmung seit Mai 2023. Das Ifo-Ge-
schäftsklima stieg im August auf 16,0 Punkte, getragen von optimisti-
schen Erwartungen, steigenden Auftragseingängen und einer verbes-
serten Kapazitätsauslastung. Die Unternehmen planen Produktionsaus-
weitungen und Personalaufbau, während das verarbeitende Gewerbe
insgesamt weiterhin Stellenabbau erwartet. Wesentliche Wachstums-
treiber sind Digitalisierung, KI-Investitionen, Rechenzentren und Auto-
matisierung, auch wenn Materialengpässe für rund ein Drittel der Un-
ternehmen ein Belastungsfaktor bleiben.

Tagesausblick: Den zweiten Tag in Folge hält der ökon. Kalender kaum
Daten bereit, weshalb wir den Blick schon einmal auf Donnerstag rich-
ten. Dann nämlich kommt die EZB zusammen, um über die Leitzinsen in
der Eurozone zu beraten. Es dürfte fast schon ausgemachte Sache sein,
dass die europ. Zentralbank diese um 25 bp anheben dürfte, auch wenn
eine 100-prozentige Sicherheit natürlich nicht gegeben ist. Heute
Abend wird Ratsmitglied Nagel außerdem schon in Berlin sprechen, wo-
bei sicherlich keine Ergebnisse vorweggenommen werden dürften.
Aktienmärkte

Steigende Öl- und Gaspreise (siehe unten) schürten an den europ. Ak-
tienmärkten gestern die Sorge vor einer anhaltend hohen Inflation und
weiteren Zinserhöhungen, weshalb Anleger zunächst zurückhaltend
agierten. Der DAX fiel zeitweise um knapp ein Prozent auf rund 25.800
Punkte, konnte die Verluste im Tagesverlauf jedoch weitgehend aufho-
len und schloss wieder nahe der 26.000-Punkte-Marke. Auch an der
Wall Street reservierte die Stimmung der Börsianer nach dem verlän-
gerten Wochenende. Anleger warten auf US-Inflationsdaten.

Dow Jones -0,71%; S&P 500 -0,58%; Nasdaq Comp. -0,32%

DAX +0,00%; MDAX +0,43%; TecDAX -0,47%
Rohstoffe

Der Kupferpreis erreichte an der LME (London Metal Exchange) am
gestrigen Dienstag ein neues Rekordhoch von USD 14.779 je Tonne
(starke Kupferimporte in die USA und erwartete Zölle verknappen das
Angebot außerhalb der USA derzeit deutlich). Zusätzliche Preistreiber
der angespannten Versorgungslage sind Sorgen über Produktionsrisiken
in Chile und im Nahen Osten. Gleichzeitig stützen die hohe Nachfrage
aus KI-Infrastruktur, Solarenergie und Stromnetzausbau die Preisent-
wicklung.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung
erreichte im ersten Halbjahr mit knapp 60% einen neuen Rekord (wobei
insbesondere die Windkraft zulegte und Deutschland seit 2023 mehr
Strom aus erneuerbaren als aus konventionellen Quellen erzeugt).
Gleichzeitig verbesserte sich die Stromhandelsbilanz deutlich. Die Ex-
porte stiegen um 14,9%, die Importe sanken um 8,7%, wodurch der Im-
portüberschuss von 8,3 auf 0,6 Mrd. kWh zurückging.

Der europ. Gaspreis stieg gestern auf den höchsten Stand seit Januar
2023 und erreichte sogar zeitweise EUR 75,80/MWh (getrieben durch
den nicht enden wollenden Nahostkonflikt und die mit 66,9% für diese
Jahreszeit ungewöhnlich niedrig gefüllten Gasspeicher in Europa
(Deutschland: 54,5%)). Marktbeobachter, Händler und Verbände war-
nen in diesem Umfeld vor erhöhten Versorgungsrisiken im bevorstehen-
den Winter, insbesondere bei weiter anhaltenden Angebotsstörungen
oder einer längeren Kältewelle. Zusätzlichen Preisdruck verursachen
derzeit Unsicherheiten bei LNG-Lieferungen.

Weitergabe am: 09.09.2026 06:41:47

NORD/LB am Morgen stellt eine Übersicht und Zusammenfassung ausgewählter Berichte und Meldungen dar.
Research
NORD/LB am Morgen

9. September 2026

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9. September 2026
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