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title: "Salzburger Festspiele eröffnen zwei neue Museen in Salzburg; UNESCO-Welterbe und Mozart-Jubiläen prägen 2026"
sdDatePublished: "2026-09-09T13:09:00Z"
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Salzburger Festspiele eröffnen zwei neue Museen in Salzburg; UNESCO-Welterbe und Mozart-Jubiläen prägen 2026

Fünf gute Gründe für eine kulturelle Reise durch Stadt und Land Salzburg - Reisenews vom 10.09.2026

Fünf gute Gründe für eine kulturelle Reise durch Stadt und Land Salzburg

Ein Artikel von Torsten Commotio

Zuerst veröffentlicht am 10.09.2026 um 14:34 Uhr

Jedes Jahr machen über 8 Millionen Menschen aus der ganzen Welt Urlaub im Salzburger Land und rund 1,8 Millionen Gäste besuchen die Stadt Salzburg . Dank des internationalen Kunst- und Kulturangebots, der spannenden Historie und der weltbekannten Persönlichkeiten sind Stadt und Land Salzburg ein echter Sehnsuchtsort für Ästheten, Musikliebhaber und Schöngeister.

Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen zweier Jubiläen – 30 Jahre UNESCO-Welterbe und 270 Jahre Mozart – und bringt mit zwei neuen Museen zusätzliche kulturelle Höhepunkte: einem zum Welterbe im Mirabellgarten und einem „Sound of Music“-Museum in Hellbrunn. Die Mozart- und Festspielstadt Salzburg gilt als eine der angesehensten und wichtigsten Musik- und Kulturmetropolen Europas. Fünf Gründe, warum das Salzburger Land für alle Kunst- und Kulturliebhaber auf Platz eins der persönlichen Reiseliste stehen sollte.

Fünf gute Gründe für eine kulturelle Reise

Nr. 1: Die Salzburger Festspiele

Nr. 3: Der Mythos von The Sound of Music

Nr. 4: 30 Jahre UNESCO-Welterbe

Nr. 5: Stille Nacht! Heilige Nacht!

Die Salzburger Festspiele sind das größte und renommierteste Musikfestival der Welt. An den 42 Spieltagen von Ende Juli bis Ende August werden über 220.000 Karten für mehr als 200 Aufführungen angeboten. Zu den wichtigsten Spielstätten zählen das Große Festspielhaus, die Felsenreitschule und das Haus für Mozart im Festspielbezirk.

Die Salzburger Festspiele wurden im Jahr 1920 von dem Theaterregisseur Max Reinhardt gegründet. Gemeinsam mit anderen hier ansässigen Künstlern und Intellektuellen verwirklichte er seinen Traum, die ganze Stadt in eine Bühne zu verwandeln. Hugo von Hofmannsthals „Jedermann” war das erste Stück der Salzburger Festspiele und ist bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil geblieben. Den „Jedermann” auf dem Salzburger Domplatz spielten Berühmtheiten wie Will Quadflieg, Curd Jürgens, Maximilian Schell, Helmuth Lohner, Klaus Maria Brandauer, Peter Simonischek und aktuell Tobias Moretti. Zu den eindrucksvollsten Buhlschaften zählten Christiane Hörbiger, Senta Berger, Sunnyi Melles, Veronica Ferres, Marie Bäumer und Birgit Minichmayr. Die Salzburger Festspiele sind überhaupt ein Hotspot für die großen Weltstars und solche, die das Potenzial dazu haben. So wurden die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter und die Sopranistin Anna Netrebko hier entdeckt, Karin Bergmann ist interimistische Festspiel-Intendantin und Opernstar Cecilia Bartoli Intendantin der Pfingstfestspiele.

Der am 5. April 1908 in Salzburg geborene, weltberühmte Dirigent Herbert von Karajan gründete 1967 die Osterfestspiele Salzburg und 1973 die Pfingstfestspiele, deren hohes Niveau Kunst- und Kulturliebhaber aus aller Welt jährlich zu schätzen wissen.

Wissenswertes zu den Salzburger Festspielen

Die ehemalige Sudhalle der Saline Hallein auf der Pernerinsel zählt zu den 18 Spielstätten der Salzburger Festspiele. Die Halle wird zumeist für experimentelles Theater und Konzerte zeitgenössischer Musik genutzt.

Die Felsenreitschule in der Stadt Salzburg war einst ein Konglomerat-Steinbruch für den Bau des Salzburger Doms. Ab 1926 wurde die ehemalige fürsterzbischöfliche Sommerreitschule für Freilichtaufführungen der Salzburger Festspiele genutzt. Ende der 1960er Jahre wurde sie umgestaltet und vergrößert.

Die Fresken im Eingangsbereich des Hauses für Mozart stammen von dem Salzburger Maler Anton Faistauer aus Maishofen. Faistauer malte die Fresken in den Jahren 1926

27 und legte damit den Grundstein für seinen internationalen Durchbruch. Die Masken an der Fassade stammen von Prof. Jakob Adlhart, dessen weitere Werke der Gnadenstuhl in der Salzburger Kirche St. Andrä und der Zeiserlbrunnen in Hallein sind.

Im Jahr 2020 feierten die Salzburger Festspiele ihr 100-jähriges Bestehen.

Ein besonderes Ereignis im Festspielsommer ist ein Galadinner zu Ehren von Cecilia Bartoli. Die künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele feiert 2026 ihren 60. Geburtstag und die Salzburger Festspiele widmen ihr am 8. August einen Festabend mit Gala-Vorstellung und anschließender Feier in besonderem Rahmen. Das Menü stammt von Spitzenkoch Vitus Winkler und setzt stark auf heimische Zutaten und feine regionale Akzente.

Salzburg | Salzburg | Österreich

So klein Salzburg auf den ersten Blick erscheinen mag, so umfassend ist das kulturelle Angebot der Stadt. Die Musik mit ihren Opern, Konzertreihen, Festivals und Musicals steht in heiterer Verbundenheit mit dem Theater, der Literatur, dem Tanz, den Ausstellungen und heimischen Brauchtumsveranstaltungen. Die ganze Stadt ist Bühne und Sie werden entdecken: wer die Kunst und Kultur liebt, wird in Salzburg sein Glück finden.

Wolfgang Amadeus Mozart, der mit seinem Talent und Werk ein neues Kapitel der Musikgeschichte aufgeschlagen hat, wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Im Jahr 2026 feiert Salzburg den 270. Geburtstag seines berühmten Sohnes mit zahlreichen Konzerten und Ausstellungen, die Mozarts außergewöhnliches Erbe lebendig halten. Zu den Top-3-Sehenswürdigkeiten der Stadt Salzburg zählen das Geburtshaus in der Getreidegasse und das ehemalige Wohnhaus der Familie am Makartplatz: Über eine halbe Million Menschen besuchen die beiden Museen jährlich. Zu den Exponaten zählen unter anderem eine Haarlocke und Mozarts Kindergeige.

Mozarts Vater Leopold war Vizekapellmeister am Salzburger Hof, doch der Sohn war hier nur mittelmäßig glücklich: Als Freigeist konnte er sich den Hierarchien und Strukturen nur schwer unterordnen. 1781 quittierte er seinen Dienst und ging nach Wien, wo er 1791 verstarb. In Salzburg komponierte W. A. Mozart 350 seiner schönsten Werke, darunter Violinkonzerte und Kirchensonaten. Bereits im Jahr 1880 wurde die Internationale Stiftung Mozarteum gegründet.

Sie widmet sich mit ihren Museen, der wissenschaftlichen Forschung und Veranstaltungen wie der im Januar stattfindenden Mozartwoche voll und ganz der Wahrung von Mozarts Erbe. Die Autographensammlung umfasst unter anderem hunderte Originalbriefe und -handschriften von Mozart und seinem Vater.

In Salzburg ist Wolfgang Amadeus Mozart allgegenwärtig: Der Flughafen trägt seinen Namen, es gibt einen Mozartplatz, ein Café Mozart und natürlich die berühmte Mozartkugel. An der Hochschule Mozarteum studieren 1 500 junge Künstler aus aller Welt, und die Salzburger Festspiele bringen jedes Jahr eine Mozart-Oper auf die Bühne. Dazu zählen unter anderem „Die Zauberflöte“, „Don Giovanni“, „Figaros Hochzeit“ und „Die Entführung aus dem Serail“. Im Jubiläumsjahr 2026 stehen mit den Opern Lucio Silla und Così fan tutte, interpretiert von den Wiener Philharmonikern unter Joana Mallwitz, gleich zwei von Mozarts meisterhaften Opern auf dem Spielplan.

Wissenswertes über Wolfgang Amadeus Mozart

Bereits als Sechsjähriger hielt Wolfgang Amadeus Mozart sein erstes Hofkonzert vor dem Fürsterzbischof Sigismund von Schrattenbach. Dieses fand im Konferenzzimmer („Ratszimmer“) der Fürsterzbischöflichen Residenz statt, in dem 13 Jahre später sein Violinkonzert in A-Dur uraufgeführt wurde. Die Prunkräume der Residenz sind Teil des „DomQuartier Salzburg“.

Die „Original Salzburger Mozartkugel“ wurde von der Café-Konditorei Fürst in der Stadt Salzburg kreiert. Paul Fürst gewann 1905 auf der Weltausstellung in Paris die Goldmedaille für seine Mozartkugel. Noch heute wird die Praline aus erlesenen Zutaten in einem aufwendigen Verfahren von Hand hergestellt.

Mozarts Mutter Anna Maria stammte aus St. Gilgen am Wolfgangsee und seine Schwester Nannerl lebte 17 Jahre lang dort. In St. Gilgen erinnert der Mozartbrunnen auf dem Mozartplatz an den Komponisten. Im Mozarthaus ist das „Nannerl-Museum“ untergebracht und es wird die Multimedia-Schau „Die Mozarts und St. Gilgen“ gezeigt.

Im deutschsprachigen Raum ist der Film rund um die Salzburger Familie Trapp wenig bekannt. In den USA, Großbritannien, China, Japan, Australien, Indien, dem Mittleren Osten und Südostasien hingegen ist er ein Mythos. Seit seiner Erstausstrahlung im Jahr 1965 haben mehr als eine Milliarde Menschen die weltweit erfolgreichste Musicalverfilmung gesehen. Der Film mit Julie Andrews als Maria von Trapp und Christopher Plummer als Georg Baron von Trapp wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet und die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, ist zur Legende geworden. Für vierzig Prozent aller Salzburg-Touristen ist der Besuch der Originalschauplätze des Films das wichtigste Reisemotiv. Über 300.000 Urlauber kommen jährlich, um sich auf die Spuren der Familie Trapp zu begeben. Die originale „The Sound of Music“-Tour per Bus umfasst den Besuch des Mirabellgartens und von Schloss Leopoldskron in der Stadt Salzburg, des Schlosses Hellbrunn am südlichen Stadtrand, von St. Gilgen am Wolfgangsee und der Stiftskirche in Mondsee.

Doch wer war die Familie Trapp und wie wurde ihre Geschichte zum Mythos? Die Kurzversion: Der in Salzburg lebende, verwitwete U-Boot-Kapitän Georg Freiherr von Trapp war Mitte der 1920er Jahre auf der Suche nach einer Hauslehrerin für seine sieben Kinder. Die Novizin Maria Augusta Kutschera wurde von der Äbtissin des Klosters Nonnberg vermittelt und kam in den Haushalt. Der Freiherr und die junge Frau verlieben sich und heiraten. 1929 und 1931 werden die Töchter Rosemarie und Eleonore geboren. 1933 verlor die Familie ihr gesamtes Vermögen durch Fehlspekulationen. Die hochmusikalische Maria gründete daraufhin mit den Kindern ihres Mannes einen Familienchor. Sie kündigt die Dienstboten, zieht mit der Familie in deren Zimmer und vermietet den Prunkteil des Hauses an zahlende Gäste. Zu diesen Gästen zählt auch Lotte Lehmann, die die Kinder singen hört und sie daraufhin animiert, bei einem Volksmusikwettbewerb teilzunehmen.

Die Trapps gewannen den Wettbewerb und es folgte ein Radiokonzert. Nach dem Anschluss Salzburgs wird Georg von Trapp aufgefordert, der deutschen Marine beizutreten. Noch im selben Jahr emigrierte die Familie vor den Nationalsozialisten in die USA und ließ sich in Vermont nieder. 1939 kommt Sohn Johannes zur Welt. Die Familie unternimmt auch in den USA Konzertreisen und tritt meist unter dem Namen „Trapp Family Singers“ auf. Maria Augusta Trapp starb im Alter von 82 Jahren am 28. März 1987 in Morrisville. Bereits 1952 hatte sie ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel „Vom Kloster zum Welterfolg“ niedergeschrieben. 1959 wurde die Geschichte als Musical auf die Bühne gebracht und verzeichnete Riesenerfolge im gesamten anglo-amerikanischen Sprachraum. Die Verfilmung des Musicals im Jahr 1965 wurde zum Triumph der 20th Century Fox Studios.

Ab Mitte 2026 erhält das Schloss Hellbrunn einen neuen kulturellen Höhepunkt: Auf dem historischen Areal entsteht ein weltweit einzigartiges „Sound of Music Salzburg“-Museum. Es erzählt erstmals unter einem Dach die wahre Geschichte der Familie von Trapp und den Hollywood-Filmklassiker. In der sanierten Remise sowie im ehemaligen Jäger- und Tierwärterhaus können Besucher:innen künftig multimedial in die Entstehungsgeschichte, die globale Wirkung des Films und sein bis heute lebendiges Erbe eintauchen. Ein besonderes Highlight ist ein begehbarer Nachbau des „Gazebo“-Pavillons mit einer 360-Grad-kinematographischen Projektion der Kultszene „Sixteen Going on Seventeen“.

Wissenswertes über die Familie Trapp und „The Sound of Music“

In Werfen gibt es einen 1,4 Kilometer langen „Sound of Music“-Trail. Dieser ist von zwölf Stationen mit interaktiven Elementen gesäumt und führt in rund einer Stunde zum berühmten „Sound of Music“-Picknick-Plateau Gschwandtanger. In einer der berühmtesten Filmszenen bringt Julie Andrews hier den Kindern das Lied „Do-Re-Mi“ bei; im Hintergrund ist die Burg Hohenwerfen zu sehen.

Dem Mythos „The Sound of Music“ k