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title: "Hellmann East Europe bietet China Truck über Middle Corridor China nach Europa; Door-to-Door-Laufzeit ca. 40 Tage"
sdDatePublished: "2026-09-10T11:26:00Z"
source: "https://www.hellmann.com/de/journal/china-truck-middle-corridor-predictable-route-time-critical-supply-chains"
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Hellmann East Europe bietet China Truck über Middle Corridor China nach Europa; Door-to-Door-Laufzeit ca. 40 Tage

China Truck über den Middle Corridor – Planbare Route für zeitkritische Lieferketten | Hellmann Worldwide Logistics

China Truck über den Middle Co...

China Truck über den Middle Corridor – Planbare Route für zeitkritische Lieferketten

Interview mit Dieter Mauritz, Regional Account Management Hellmann East Europe

Globale Lieferketten bleiben schwer planbar. Kapazitätsengpässe, schwankende Frachtraten und Störungen auf wichtigen Handelsrouten können insbesondere bei zeitkritischen oder produktionsrelevanten Waren schnell zum Problem werden. Neben See, Luft und Bahn rückt deshalb eine weitere Transportoption stärker in den Fokus: der Lkw-Transport zwischen China und Europa.

Hellmann East Europe organisiert diese Transporte bereits seit der Zeit vor der Corona-Pandemie. Im Interview erklärt Dieter Mauritz , Regional Account Management Hellmann East Europe , warum China Truck insbesondere in volatilen Marktphasen interessant ist, wie der Transport über den Middle Corridor funktioniert und für welche Sendungen sich die Lösung eignet.

Dieter, warum beschäftigt sich Hellmann East Europe schon so lange mit Lkw-Transporten zwischen China und Europa?

Dieter Mauritz: Wir haben bereits vor der Corona-Pandemie mit Lkw-Transporten ab China begonnen. Damals war die Nachfrage noch überschaubar, denn solange See- und Bahnverbindungen zuverlässig funktionieren, ist der Lkw nicht automatisch die erste Alternative.

Das ändert sich jedoch, wenn Lieferketten unter Druck geraten. Während der Corona-Pandemie, bei der Blockade des Suezkanals oder aufgrund der Sicherheitslage im Roten Meer hat sich gezeigt, wie wichtig zusätzliche Transportoptionen sein können.

Gerade für zeitkritische, hochwertige oder produktionsrelevante Waren bietet China Truck eine interessante Alternative. Hinsichtlich Laufzeit und Kosten positioniert sich die Lösung zwischen Luft- und Seefracht.

Was macht China Truck aktuell besonders interessant?

Dieter Mauritz: Ein wichtiger Vorteil ist die Flexibilität. Aktuell können wir Fahrzeuge in der Regel innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen an der Ladestelle bereitstellen. Die Ware wird direkt auf den Lkw verladen, ein Container ist nicht erforderlich.

China Truck ist dabei kein pauschaler Ersatz für die Seefracht. Vielmehr ergänzt die Lösung den bestehenden Transportmix. Wenn Seefracht zu langsam und Luftfracht wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, kann der Lkw eine gute Balance zwischen Geschwindigkeit, Flexibilität und Kosten bieten.

Wie funktioniert der Transport über den Middle Corridor?

Dieter Mauritz: Die Ware wird direkt beim Versender in China abgeholt. An der chinesisch-kasachischen Grenze erfolgt eine Umladung in speziellen Einrichtungen in der neutralen Grenzzone.

Anschließend führt die Route durch Kasachstan bis zum Hafen Aktau am Kaspischen Meer. Von dort geht es per Fähre nach Aserbaidschan und anschließend über den Kaukasus und die Türkei weiter bis zum Empfänger in Europa.

Hellmann koordiniert dabei die unterschiedlichen Transportabschnitte, Partner und Grenzabfertigungen entlang der gesamten Strecke. Natürlich kann die Route auch in die andere Richtung - von Europa nach China - gebucht werden.

Mit welcher Laufzeit können Kunden rechnen?

Dieter Mauritz: Aktuell liegt die realistische Door-to-Door-Laufzeit über den Middle Corridor bei etwa 40 Tagen . Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem vom Abholort in China

Europa, den Grenzabfertigungen, der Fährverbindung und der finalen End-Destination ab.

Welche Route am besten geeignet ist, prüfen wir deshalb immer individuell anhand der Ware und der Anforderungen des Kunden.

Allein im vergangenen Jahr haben wir mehr als 1.000 Lkw zwischen China nach Europa abgewickelt.

Wie sorgt Hellmann während des Transports für Transparenz?

Dieter Mauritz: Unsere Kunden erhalten tägliche Statusmeldungen mit aktuellen Positionsdaten und aktualisierten ETA-Angaben. Zusätzlich kann jeder Lkw mit einem separaten GPS-Tracker ausgestattet werden, sodass sich Position und Transportstatus rund um die Uhr nachvollziehen lassen.

Entscheidend ist außerdem die Auswahl der Partner. Wir arbeiten mit erfahrenen Frachtführern zusammen, die die jeweiligen Relationen und Grenzübergänge genau kennen. Unser Team kann darüber hinaus mit vielen Partnern in ihrer jeweiligen Landessprache kommunizieren. Das erleichtert die operative Abstimmung und hilft, bei Abweichungen schnell zu reagieren.

Auch die Dokumentation spielt eine wichtige Rolle. Bereits vor Transportbeginn prüfen wir Export-, Transit- und Importdokumente, denn Fehler bei Warenbeschreibung, Zolltarifnummern oder Packstückangaben können an den Grenzen schnell zu Verzögerungen führen.

Für welche Waren eignet sich China Truck besonders?

Dieter Mauritz: Besonders interessant ist die Lösung für zeitkritische, hochwertige oder produktionsrelevante Waren. Dazu zählen beispielsweise Sendungen aus Automotive, Maschinenbau, Elektronik und Chemie sowie Ersatzteile oder Produktionsmaterialien.

Auch Gefahrgut, temperaturgeführte Waren und übergroße Ladungen können grundsätzlich transportiert werden. Ob eine Sendung geeignet ist, prüfen wir jedoch immer individuell anhand der Ware, Route, Destination und der jeweiligen regulatorischen Anforderungen.

Gibt es auch Lösungen für Transporte aus Fernost, z.B. Japan oder Südkorea?

Dieter Mauritz: Ja. Hier bieten wir kombinierte Sea-and-Truck-Lösungen an. Die Waren werden zunächst per Seefracht nach Qingdao transportiert. Dort koordiniert das Hellmann-Team die Umladung vom Container auf den Lkw. Anschließend geht es über den Middle Corridor weiter nach Europa.

Damit entsteht auch für Sendungen aus und nach Japan und Südkorea eine zusätzliche Option zwischen klassischer Seefracht und Luftfracht.

Was sollten Kunden tun, wenn sie eine solche Lösung prüfen möchten?

Am besten beziehen sie uns möglichst frühzeitig ein. Für eine belastbare Kalkulation benötigen wir insbesondere Ladestelle und Entladestelle, Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, Gewicht, Abmessungen und Volumen sowie Informationen zu Gefahrgut, Temperaturanforderungen oder anderen Besonderheiten.

Je früher wir diese Informationen erhalten, desto besser können wir unterschiedliche Routings und Transportmöglichkeiten prüfen und gemeinsam die operativ und wirtschaftlich passende Lösung entwickeln.

Vielen Dank für deine Zeit, Dieter.

Regional Account Management Executive - East Europe

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