Handwerk BW Baden-Württemberg startet ins neue Ausbildungsjahr mit 17.342 Auszubildenden; 3,0% mehr Auszubildende als Vorjahr
Kommt jetzt die Trendwende? – die neue DHZ-Landesseite ist da | HANDWERK BW
Kommt jetzt die Trendwende? – die neue DHZ-Landesseite ist da
Aus dem Handwerk - 11.09.2026
Mehr Ausbildungsverträge, belastbare Zahlen zur wirtschaftlichen Lage und neue Impulse für die Zukunft der Betriebe: Die aktuelle DHZ-Landesseite zeigt, warum das Handwerk beim Nachwuchs Boden gutmacht – und was jetzt nötig ist, damit daraus ein dauerhafter Trend wird.
Das Handwerk in Baden-Württemberg startet mit Rückenwind ins neue Ausbildungsjahr: 17.342 neue Auszubildende haben zum 1. September ihre berufliche Karriere in einem Handwerksbetrieb begonnen. Das sind 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr.
Für die Betriebe ist das ein wichtiges Signal. Denn angesichts des Fachkräftebedarfs und rund 28.000 Betrieben, die in den kommenden Jahren vor der Übergabe stehen, bleibt die Nachwuchsgewinnung eine zentrale Zukunftsaufgabe.
Handwerk BW führt die positive Entwicklung unter anderem auf die intensive Berufsorientierung durch Handwerksorganisationen, Ausbildungsbetriebe und Partner zurück. Gleichzeitig könnten praktische Berufe in einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitswelt weiter an Attraktivität gewinnen. Ob daraus bereits eine echte Trendwende wird, muss sich allerdings erst zeigen.
Gute Zahlen brauchen gute Rahmenbedingungen
Trotz des Ausbildungsplus bleiben weiterhin Lehrstellen unbesetzt. Um die positive Entwicklung zu verstetigen, nimmt Handwerk BW deshalb auch die Landesregierung in die Pflicht.
Gefordert werden insbesondere eine bessere Berufsorientierung und verlässliche Übergänge von der Schule in den Beruf. Hinzu kommen die angekündigte Verdoppelung der Meisterprämie auf 3.000 Euro und ein Modernisierungspakt für die beruflichen Bildungsstätten. Denn wer auch künftig genügend Fachkräfte und Betriebsnachfolger gewinnen will, muss heute in eine starke berufliche Bildung investieren.
Drei Minuten, die politisches Gewicht haben
Wie geht es den Handwerksbetrieben im Land wirklich? Eine wichtige Antwort darauf liefert viermal im Jahr die Konjunkturumfrage von Handwerk BW und den acht Handwerkskammern.
Abgefragt werden unter anderem Geschäftslage, Umsatz, Betriebsauslastung und Auftragsbestand. Aus den anonym erhobenen Daten entsteht ein aktuelles Bild der Handwerkskonjunktur – und damit eine wichtige Grundlage für die politische Interessenvertretung.
Seit Anfang 2026 wird die Befragung online durchgeführt und dauert maximal drei Minuten. Aktuell läuft die Umfrage für das dritte Quartal. Je mehr der angeschriebenen Betriebe teilnehmen, desto belastbarer ist das Bild, mit dem das Handwerk gegenüber Politik und Öffentlichkeit argumentieren kann.
Außerdem in der neuen Ausgabe: Bestattermeisterin Emily Maichle spricht im Podcast „Goldboden“ über ihren Weg in den Familienbetrieb, Vorurteile gegenüber jungen Frauen im Handwerk und ihren Anspruch als Miss Handwerk 2026. Ihr Ziel: zeigen, wie vielfältig modernes Handwerk tatsächlich ist.
Ergänzt wird die Ausgabe durch Hinweise auf die Praktikumswochen im Herbst sowie aktuelle Angebote von Horizont Handwerk rund um Organisationsentwicklung und betriebliche Notfallplanung.
Die aktuelle DHZ-Landesseite Baden-Württemberg, Ausgabe 17
2026, steht ab sofort als PDF zum Download bereit.
PDF - 616 KB DHZ Landesseite 17