Der Euro steigt am Devisenmarkt; EZB-Zinserhöhung fast vollständig eingepreist
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Devisentelegramm
Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung. Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.
10.09.2026 08:04 Aktuelle Kurse
(nicht handelbar) Geld Brief Geld Brief Geld Brief EUR / USD 1,1639 1,1640 EUR / AUD 1,6127 1,6129 EUR / HUF 363,84 364,11 EUR / GBP 0,8585 0,8586 EUR / NZD 1,9880 1,9882 EUR / CNH 7,8054 7,8059 EUR / CHF 0,9412 0,9413 EUR / HKD 9,1264 9,1271 GBP / USD 1,3557 1,3558 EUR / JPY 178,69 178,71 EUR / SGD 1,4710 1,4712 USD / CHF 0,8086 0,8087 EUR / CAD 1,6066 1,6067 EUR / TRY 56,5645 56,5854 USD / JPY 153,52 153,53 EUR / SEK 11,1536 11,1564 EUR / THB 38,2980 38,3220 USD / CAD 1,6066 1,3806 EUR / NOK 10,7041 10,7069 EUR / CZK 24,2570 24,2650 AUD / USD 0,7217 0,7217 EUR / DKK
7,4749
7,4752 EUR / PLN
4,3148
4,3159 NZD / USD
0,5854
0,5855 $-Handelsranges: High Low Last
Frankfurt 1,1652-54 1,1620-22 1,1633-35 Für den Abschluss von New York 1,1652-54 1,1620-22 1,1625-27 Devisengeschäften wählen Sie Tokio 1,1639-41 1,1630-32 bitte +49 40 3578-97430 Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg
Guten Morgen! Der Euro setzt seine Aufwärtsbewegung fort und notiert mit 1,1640 USD auf dem höchsten Stand seit mehreren Monaten. Bemerkenswert ist die Entwicklung vor dem Hintergrund des kräftigen Anstiegs der Ölpreise: Brent überschritt gestern erst- mals seit Juli wieder die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Zwar verstärkt der höhere Ölpreis die Inflationserwartungen und damit die Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der Fed, der daraus resultierende positive Effekt für den US-Dollar wird derzeit jedoch von einer breit angelegten Dollar-Schwäche überlagert. Insbesondere die kräftige Aufwertung des Yen belas- tet den Greenback. USD/JPY fiel auf 153,34, der Yen konnte im September bereits rund 4 % zulegen. Die zunehmenden Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der BoJ sowie der Abbau von Carry-Trades dürften die japanische Währung weiter unterstützen. Auch an den Rentenmärkten hinterlassen die gestiegenen Energiepreise ihre Spuren. Die Rendite zweijähriger US- Treasuries stieg auf 4,42 %, während zehnjährige US-Staatsanleihen mit rund 4,81 % den höchsten Stand seit drei Jahren erreichten. An den Aktienmärkten überwiegt angesichts der geopolitischen Risiken und des gestiegenen Inflationsdrucks die Vorsicht. Der S&P-500 gab rund 0,5 %, Nasdaq-100 mehr als 0,6 % nach. Rückenwind erhält der Euro von der EZB, deren Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,50 % für heute nahezu vollständig eingepreist ist. Entscheidend wird daher die Kom- munikation von EZB-Präsidentin Lagarde sein. Hinweise auf einen weiteren Zinsschritt im Dezember könnten den Euro zu- sätzlich unterstützen. Auch am Optionsmarkt positionieren sich die Marktteilnehmer erstmals seit März wieder stärker zu- gunsten des Euro. Der Blick richtet sich anschließend auf die US-Inflationsdaten. Für den August wird ein Anstieg der Head- line-Inflation um 0,4 % gegenüber dem Vormonat bzw. 3,4 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Ein stärker als erwarteter Wert könnte die Zinserhöhungserwartungen der Fed weiter erhöhen und die Dollar-Schwäche zumindest vorübergehend bremsen. Zusätzlichen Einfluss hat die geopolitische Lage im Nahen Osten. Die Eskalation zwischen den USA und Iran treibt die Energiepreise weiter nach oben und lässt auch die europäischen Gaspreise deutlich steigen. Sollte sich der Kon- flikt weiter zuspitzen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus beeinträchtigt werden, dürfte der Inflationsdruck weiter zunehmen. Bislang überwiegt am Devisenmarkt jedoch die Yen-Stärke, sodass EUR/USD trotz des Ölpreisanstiegs weiter zulegen kann.
EURUSD zeigt sich kaum verändert bei 1,1640 USD. Im weiteren Kursanstieg liegt die nächste nahe Hürde bei 1,1720 USD, während auf der Unterseite Halt um 1,1560 USD gefunden werden kann. EURGBP liegt bei 0,8585 GBP. Die Marken 0,8460 GBP und 0,8690 GBP bleiben weiterhin intakt. EURCHF verharrt um 0,9415 CHF. Der bekannte Korridor zwischen 0,9250 und 0,9435 CHF bleibt intakt. EURJPY startet heute bei 178,80 JPY. Abgebende Notierungen könnten Halt um 178,00 JPY finden, wohingegen um 184,00 JPY ein Widerstand lauern könnte.
Heutige Daten Quelle: Bloomberg Zeit Land Ereignis Zeitraum Konsens Vorperiode 08:00 DE VPI (MoM), in % Aug 0,2 0,2 08:00 DE VPI (YoY), in % Aug 2,9 2,9 14:15 EZ EZB Einlagenfazilitätssatz, % 10. Sep 2,5 2,25 14:15 EZ EZB Hauptrefinanzierungsatz, % 10. Sep 2,65 2,40 14:15 EZ EZB Spitzenrefinanzierungssatz, % 10. Sep 2,90 2,65 14:30 US Erstanträge Arbeitslosenhilfe, in Tsd 5. Sep 205 206 14:30 US PPI Endnachfrage MoM, in % Aug 0,4 0,0