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title: "Der Euro steigt am Devisenmarkt; EZB-Zinserhöhung fast vollständig eingepreist"
sdDatePublished: "2026-09-11T07:15:00Z"
source: "https://www.haspa.de/content/dam/myif/haspa/work/dokumente/pdf/haspa/Devisentelegramm/2026/09-september/devisentelegramm-10092026.pdf?n=true"
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  - "United States"
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Der Euro steigt am Devisenmarkt; EZB-Zinserhöhung fast vollständig eingepreist

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Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und
ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet
worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung.
Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

10.09.2026
08:04
Aktuelle Kurse

(nicht handelbar)
Geld
Brief
Geld
Brief
Geld
Brief
EUR / USD
1,1639
1,1640
 EUR / AUD
1,6127
1,6129 EUR / HUF
363,84
364,11
EUR / GBP
0,8585
0,8586
 EUR / NZD
1,9880
1,9882 EUR / CNH
7,8054
7,8059
EUR / CHF
0,9412
0,9413
 EUR / HKD
9,1264
9,1271 GBP / USD
1,3557
1,3558
EUR / JPY
178,69
178,71
 EUR / SGD
1,4710
1,4712 USD / CHF
0,8086
0,8087
EUR / CAD
1,6066
1,6067
 EUR / TRY
56,5645
56,5854 USD / JPY
153,52
153,53
EUR / SEK
11,1536
11,1564
 EUR / THB
38,2980
38,3220 USD / CAD
1,6066
1,3806
EUR / NOK
10,7041
10,7069
 EUR / CZK
24,2570
24,2650 AUD / USD
0,7217
0,7217
EUR / DKK

7,4749

7,4752
 EUR / PLN

4,3148

4,3159 NZD / USD

0,5854

0,5855
$-Handelsranges:
     High
    Low
    Last

Frankfurt
1,1652-54
1,1620-22
1,1633-35
 Für den Abschluss von
New York
1,1652-54
1,1620-22
1,1625-27
 Devisengeschäften wählen Sie
Tokio
 1,1639-41
1,1630-32
 bitte +49 40 3578-97430
Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg

Guten Morgen!
Der Euro setzt seine Aufwärtsbewegung fort und notiert mit 1,1640 USD auf dem höchsten Stand seit mehreren Monaten.
Bemerkenswert ist die Entwicklung vor dem Hintergrund des kräftigen Anstiegs der Ölpreise: Brent überschritt gestern erst-
mals seit Juli wieder die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Zwar verstärkt der höhere Ölpreis die Inflationserwartungen und
damit die Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen der Fed, der daraus resultierende positive Effekt für den US-Dollar wird
derzeit jedoch von einer breit angelegten Dollar-Schwäche überlagert. Insbesondere die kräftige Aufwertung des Yen belas-
tet den Greenback. USD/JPY fiel auf 153,34, der Yen konnte im September bereits rund 4 % zulegen. Die zunehmenden
Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung der BoJ sowie der Abbau von Carry-Trades dürften die japanische Währung
weiter unterstützen.
Auch an den Rentenmärkten hinterlassen die gestiegenen Energiepreise ihre Spuren. Die Rendite zweijähriger US-
Treasuries stieg auf 4,42 %, während zehnjährige US-Staatsanleihen mit rund 4,81 % den höchsten Stand seit drei Jahren
erreichten. An den Aktienmärkten überwiegt angesichts der geopolitischen Risiken und des gestiegenen Inflationsdrucks die
Vorsicht. Der S&P-500 gab rund 0,5 %, Nasdaq-100 mehr als 0,6 % nach. Rückenwind erhält der Euro von der EZB, deren
Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,50 % für heute nahezu vollständig eingepreist ist. Entscheidend wird daher die Kom-
munikation von EZB-Präsidentin Lagarde sein. Hinweise auf einen weiteren Zinsschritt im Dezember könnten den Euro zu-
sätzlich unterstützen. Auch am Optionsmarkt positionieren sich die Marktteilnehmer erstmals seit März wieder stärker zu-
gunsten des Euro. Der Blick richtet sich anschließend auf die US-Inflationsdaten. Für den August wird ein Anstieg der Head-
line-Inflation um 0,4 % gegenüber dem Vormonat bzw. 3,4 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Ein stärker als erwarteter
Wert könnte die Zinserhöhungserwartungen der Fed weiter erhöhen und die Dollar-Schwäche zumindest vorübergehend
bremsen. Zusätzlichen Einfluss hat die geopolitische Lage im Nahen Osten. Die Eskalation zwischen den USA und Iran
treibt die Energiepreise weiter nach oben und lässt auch die europäischen Gaspreise deutlich steigen. Sollte sich der Kon-
flikt weiter zuspitzen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus beeinträchtigt werden, dürfte der Inflationsdruck weiter
zunehmen. Bislang überwiegt am Devisenmarkt jedoch die Yen-Stärke, sodass EUR/USD trotz des Ölpreisanstiegs weiter
zulegen kann.

EURUSD zeigt sich kaum verändert bei 1,1640 USD. Im weiteren Kursanstieg liegt die nächste nahe Hürde bei 1,1720 USD,
während auf der Unterseite Halt um 1,1560 USD gefunden werden kann.
EURGBP liegt bei 0,8585 GBP. Die Marken 0,8460 GBP und 0,8690 GBP bleiben weiterhin intakt.
EURCHF verharrt um 0,9415 CHF. Der bekannte Korridor zwischen 0,9250 und 0,9435 CHF bleibt intakt.
EURJPY startet heute bei 178,80 JPY. Abgebende Notierungen könnten Halt um 178,00 JPY finden, wohingegen um 184,00
JPY ein Widerstand lauern könnte.

Heutige Daten
Quelle: Bloomberg
Zeit
Land
Ereignis
Zeitraum Konsens
Vorperiode
08:00
DE
VPI (MoM), in %
Aug
0,2
0,2
08:00
DE
VPI (YoY), in %
Aug
2,9
2,9
14:15
EZ
EZB Einlagenfazilitätssatz, %
10. Sep
2,5
2,25
14:15
EZ
EZB Hauptrefinanzierungsatz, %
10. Sep
2,65
2,40
14:15
EZ
EZB Spitzenrefinanzierungssatz, %
10. Sep
2,90
2,65
14:30
US
Erstanträge Arbeitslosenhilfe, in Tsd
5. Sep
205
206
14:30
US
PPI Endnachfrage MoM, in %
Aug
0,4
0,0