BBU-Mitgliedsunternehmen Leerstand in Berlin; Seit 15 Jahren niedrigster Stand
BBU-Jahresstatistik 2025 Berlin: Wohnungsleerstand in Berlin zum 31. Dezember 2025 | Zahlen & Daten, Tabelle,Grafik,Karte,Sonstiges
Leerstand bei den BBU-Mitgliedsunternehmen weiterhin auf niedrigem Niveau
Mit 1,6 Prozent bzw. rund 12.800 leerstehenden Wohnungen in Berlin verharrte der Leerstand im Bestand der BBU-Mitgliedsunternehmen Ende 2025 trotz Neubaus sowie weiterer Bevölkerungszunahme und der damit verbundenen gestiegenen Nachfrage auf niedrigem Vorjahresniveau. Die Leerstandsquote blieb damit auch im zwölften Jahr infolge unter 2,0 Prozent. Ein entspannter und ausgewogener Leerstand - allgemein gilt dafür eine Leerstandsquote von rund 3 Prozent - wurde zuletzt vor 15 Jahren erreicht. Im Umkehrschluss bleiben die Bestände der BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin seit Jahren nahezu vollständig belegt.
Bei der Betrachtung nach der Unternehmensform stagnierten die Leerstände bei den Genossenschaften sowie den Gesellschaften nahezu unverändert.
Entwicklung des Leerstands auf Bezirksebene
Die Betrachtung der Leerstandsquoten auf Bezirksebene (Altbezirke) zeigt, dass in einigen Lagen Berlins der Leerstand weiterhin sehr niedrig ist und mit Prenzlauer Berg sogar nochmals niedriger als im Vorjahr ausfiel. Die Mehrzahl der 23 Berliner Alt-Bezirke weist eine Leerstandsquote unterhalb des Gesamtberliner Durchschnittswertes von 1,6 Prozent auf (15 Altbezirke). Mit Werten zwischen 2,8 und 2,4 Prozent am Gesamtbestand gehören Spandau, Neukölln, Wedding und Tempelhof zu den Altbezirken mit den höchsten Leerstandsquoten im Jahr 2025, wobei Spandau mit einen deutlichen Anstieg von +1,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr heraussticht. Demgegenüber weisen Schöneberg, Wedding und Wilmersdorf die höchste Dynamik hinsichtlich des Rückgangs der Leerstandsquoten um jeweils 0,6 Prozentpunkte auf.
Die grafische Darstellung der Leerstandsquoten bei den Mitgliedsunternehmen des BBU in Berlin verdeutlicht, dass Altbezirke mit über dem für Berlin ermittelten Durchschnitt von 1,6 Prozent tendenziell eher im westlichen und südlichen Bereich der Stadt zu finden sind. Insbesondere Altbezirke des ehemaligen Ostteils der Stadt zeigen zum Teil sehr geringe Leerstandsraten. In sechs der Berliner Altbezirke stagnierte die Entwicklung der Leerstandsquote im Jahr 2025 mit Veränderungen von höchstens 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Für die im BBU vertretenen Genossenschaften wurden auch 2025 sehr niedrige Leerstandsquoten gemessen: Die Range reicht von 0,4 (Mitte und Treptow) bis 1,5 Prozent (Reinickendorf) und erreicht in keinem Fall der 23 Altbezirke den Berliner Durchschnittswert von 1,6 Prozent. 17 der 23 Altbezirke weisen eine Quote von höchstens 1,0 Prozent Leerstand auf, über alle Bezirke hinweg betrachtet liegt der Leerstand in Genossenschaftswohnungen bei insgesamt nur 0,9 Prozent. Im Berichtsjahr fiel Quote im Genossenschaftsbestand am deutlichsten im Wedding und in Spandau, und stieg in Friedrichshain und Weißensee am stärksten.
Auch die Leerstandsquote im Bestand der Gesellschaften hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und stieg marginal um 0,1 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent. Auf Bezirksebene wurden die höchsten Quoten für Tempelhof, Neukölln und Spandau mit Werten von knapp über drei Prozent gemeldet. Gleichwohl finden sich Lagen mit Leerstandsquoten von unter einem Prozent (Prenzlauer Berg, Hellersdorf, Marzahn). Die stärkste Dynamik fand sich in Spandau und Wilmersdorf.
Leerstandsdaten nach Unternehmensform auf Ebene der Altbezirke stehen den Mitgliedsunternehmen des BBU exklusiv im Downloadbereich zur Verfügung.
Befragt nach den Gründen des Leerstands geben die meisten Unternehmen mit weitem Abstand Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an, also Maßnahmen zum Erhalt bzw. Verbesserung des Bestandes. Vermietungsschwierigkeiten spielen im Berliner Wohnungsbestand der Mitgliedsunternehmen des BBU nach wie vor kaum eine Rolle (0,1 %). Weiterer wesentlicher Grund für kurzfristig auftretenden Leerstand sind Mieterwechsel zum Jahresende. Nahezu dreiviertel des Leerstands bei den BBU-Mitgliedsunternehmen begründen sich auf diese beiden Angaben (74,0 %). Im genossenschaftlichen Bestand wird ein Mieterwechsel sogar für mehr als die Hälfte des Wohnungsleerstandes angegeben.
Von den rund 12.400 leerstehenden Wohnungen, für die seitens der Berliner Mitgliedsunternehmen des BBU auch Angaben zum Sanierungsstand gemacht wurden, befinden sich fast drei Viertel (74 %) mindestens im teilmodernisierten Zustand. Aufgrund von Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen fällt der Anteil leerstehender unsanierter Wohnungen naturgemäß höher aus, beträgt aber in Bezug auf den Gesamtwohnungsbestand gerade mal 0,4 Prozent.
Die Grafiken in diesem Artikel stehen als JPG zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus stehen für BBU-Mitgliedsunternehmen Daten als Excel-Download zur Verfügung. Der Excel Download enthält folgende Daten:
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Leerstehende Wohnungen* der Mitgliedsunternehmen des BBU in Berlin
Leerstandsquoten der Mitgliedsunternehmen des BBU in den Berliner Bezirken - GESAMT
Leerstandsquoten der Mitgliedsunternehmen des BBU in den Berliner Bezirken
Leerstandsquoten der Mitgliedsunternehmen des BBU in den Berliner Bezirken - GESELLSCHAFTEN
Wohnungsbestand und Wohnungsleerstand* der Mitgliedsunternehmen des BBU in den Berliner Bezirken im Dezember 2025
Leerstehende Wohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU in Berlin nach Leerstandsgründen
Leerstehende Wohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU in Berlin nach dem Sanierungsstand am 31.12.2025
Leerstehende Wohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU in Berlin im Alt- und Neubau nach dem Sanierungsstand am 31.12.2025*
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